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Ausgabe März 2012
Angst Wut Schmerz, Jeder Mensch kennt in seinem Leben Gefühle wie Angst, Wut und Schmerz. Von Torsten Falz


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Jeder Mensch kennt in seinem Leben Gefühle wie Angst, Wut und Schmerz. Diese unangenehmen Gefühle - zu denen wir auch Emotionen wie Unsicherheit, Scham, Schuld, Neid, Trotz, Minderwertigkeit, Ohnmacht, Einsamkeit oder Eifersucht zählen können - bezeichnen wir allgemein als Leid. Viele Menschen gehen jedoch nicht durch diese Gefühle hindurch sondern bleiben darin stecken und machen sie unbewusst zu lebenslangen Begleitern.
Es wurde uns als Kind nicht beigebracht, mit diesen Emotionen umzugehen. Wenn heute Angst und Ohnmacht hochkommen, dann lenken wir uns ab - telefonieren mit der Freundin, sehen Fern, arbeiten ohne Ende, machen Sport oder wenden uns dem Alkohol zu. Wir befinden uns also auf der Flucht vor unseren Gefühlen, wir wollen sie weg haben und kämpfen gegen sie an. Doch diese Angstenergie löst sich nicht in Luft auf. Das Gefühl ist zwar kurzzeitig weggedrückt, aber es kommt wieder. So entstehen Süchte, Schlafstörungen, Panikattacken, chronische Unruhe und andere Symptome.

Wie können wir mit unseren Emotionen nun umgehen? Zuerst übernehmen wir die volle Verantwortung für unsere Gefühle. Sie haben nichts mit den Ereignissen zu tun, sondern sind unsere Reaktion darauf. Was geschieht ist nur das was geschieht. Was wir darüber fühlen, ist allein unsere Sache.
Wenn durch das Verhalten eines anderen Menschen, ein unangenehmes Gefühl, wie zum Beispiel Minderwertigkeit oder Wut in uns ausgelöst wird und wir uns verletzt fühlen, so ist nicht der andere daran schuld. Niemand hat die Macht, uns zu verletzen. Es ist einzig und alleine unsere persönliche Reaktion auf den anderen. Und es ist ein uralter Schmerz, der meist in der Kindheit entstanden ist. Diese Gefühle hat das Kind unbewusst selbst erschaffen, in einer völlig abhängigen und unfreien Situation. Wenn jetzt im Erwachsenenalter eine ähnliche Situation auftaucht, reagiert der Erwachsene wieder mit diesen Gefühlen des kleinen Kindes.
Wenn wir also ein tief sitzendes unangenehmes Gefühl heilen wollen, müssen wir zurückreisen in die Kindheit und es dort erlösen. Diese innere Reise und die Verwandlung der Gefühle ist mit der Transformations-Therapie nach Robert Betz möglich.

Wiederholt auftauchende unangenehme Gefühle sind Wegweiser in unserem Leben und wollen nur eines: Sie wollen bewusst und bejahend gefühlt werden. Also nehme ich mir Zeit für sie und wende mich ihnen liebevoll zu. Ich atme und fühle ganz aufmerksam was da ist. Ich will nichts verändern und sage mit meiner inneren Stimme: Du meine liebe Angst darfst da sein. Ich bin bereit dich jetzt fühlen. Und dann spüren wir auf der Körperebene schnell, wie es eng in der Brust wird oder wie der Kloß im Hals steckt. Auch das sind wir jetzt bereit zu fühlen. Und wenn wir dann noch ein wenig tiefer gehen, kommen wir ganz schnell in die Situation, als wir z.B. als Kind alleingelassen, verzweifelt und voller Angst waren.
Ganz bewusst öffnen wir unser Herz für dieses Gefühl und das kleine Kind. Auf diese Weise können wir unangenehme Gefühle verwandeln, weil sie in Liebe angenommen und gewürdigt werden.

Torsten Falz, Transformations-Therapie nach Robert Betz, Therapie- und Seminarangebote zu diesem und anderen Themen finden Sie unter: www.torsten-falz.de


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