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Ausgabe September 2011
KGS Traumkolumne von Klausbernd Vollmar - Traum vom Inneren Heiler

Ein verblüffend kurzer Traum einer Berlinerin: Ich fühle mich krank. Da kommt ein mir unbekannter Arzt, schaut mich an und ich bin gesund.
Wenn Heilung immer so leicht wäre, würden sich Patienten und Krankenkassen freuen. Aber vielleicht ist sie wirklich

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Solche Träume treten vorzugsweise bei Menschen auf, die sich in die Hände der modernen Medizin begeben und die Verantwortung für ihre Gesundheit an die Ärzte delegieren. „Du bist selbst für deine Gesundheit verantwortlich!“, sagt dieser Traum, „Wende dich an den Heiler in dir.“ Freilich nutzt dieser Traum eine pädagogische Übertreibung, wer seinen inneren Heiler entdeckt, gesundet selten auf der Stelle. Aber ohne diese Entdeckung wird er nur langsam (womöglich mit vielen Nebenwirkung) oder gar nicht gesund werden.
Sigmund Freud hätte in diesem Traum eine sexuelle Komponente entdeckt: Der Mann schaut die Frau an, er erkennt sie (wie es in Bibel für Beischlaf heißt) und schon ist sie gesund. Sexualität heilt, diese Auffassung prägte schon das Mittelalter. C.G. Jung hätte hier von seinem Lieblingsthema der Verbindung der männlichen mit der weiblichen Seite gesprochen, die für ihn stets der erste Schritt zur Gesundung darstellt. Beide gar nicht so verschiedenen Auffassungen eint, dass die Kranke selbst etwas tun muss, um zu gesunden. Und am Anfang dieser Tat steht der Kontakt mit dem inneren Heiler, eine Auffassung, der auch die meisten klassischen Mediziner heute zustimmen würden.

Sie sind auch herzlich eingeladen, den Blog http://kbvollmarblog.wordpress.com/ zu besuchen und die Buchfeen Siri & Selma kennenzulernen.


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