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Ausgabe Juli 2011
Pflanzen-Signaturen. Von Klaus Krämer

Der Begriff Signatur beschreibt zunächst die Summe aller Zeichen. (Signum – Signatur). Die entsprechende Lehre, die Signaturenlehre, ist die Beschreibung, die Ausdeutung und das Erkennen der Gesetze der Zeichen.

Um zur „Signatur“ der Pflanze zu gelangen muß ich ihre Gestaltung beschreiben. Das heißt , dass ich mir die Entwicklung einer Pflanze vom Samen über den Keimling, die Blattentwicklung, die Blüte, den Fruchtansatz, die Reifung, die Fruchtbildung und das Vergehen der Pflanze im Jahreslauf vor Augen führe.
Auch das Wurzelwesen gehört zur Signatur der Pflanze, ebenso ihre Bodenbiologie und ihre Einwirkung auf artgleiche und artfremde Pflanzen, also auf ihr Biotop. Auch ihr Standort ist ein Signum. So gibt es z.B. Pionierpflanzen oder Folgepflanzen, Pflanzen, die feuchte Standorte für ihre Entwicklung benötigen, andere die Trockenböden vorziehen, Pflanzen, die viel Sonne brauchen, andere lieben den Schatten.
Dazu gehört auch, mich mit dem Aussehen, der Morphologie (morphos = griech.: Form, Gestalt) einer Pflanze zu beschäftigen, denn unterschiedliche Energien bringen unterschiedliche Formen und Gestaltungen hervor - zeigen sich in ganz unterschiedlicher Weise.
Ähnlichen Gestaltungen liegen ähnliche Energien zugrunde von denen ich dann auch ähnliche Wirkungen erwarten kann. Es geht dabei weniger um Ähnlichkeiten zwischen beispielsweise Blattformen und Organen, sondern beispielsweise um Ähnlichkeiten von Gestaltungsprozessen und Funktionsabläufen.
In diese Betrachtungsweise lässt sich der Bereich der Inhalt- und Wirkstoffe relativ unkompliziert einbeziehen, denn sie sind ebenfalls Ausdruck der Signatur der Pflanzen. Dabei lässt sich so mancher Inhaltsstoff schon anhand bestimmter Ausformungen, Farben oder des Geschmacks ganz ohne Hilfe eines aufwändigen Labors erkennen. Will ich allerdings mehr wissen über eine Pflanze, ihre Wirkmöglichkeiten, ihr Wesen, so brauche ich mehr Zeit, Information und Erfahrung.
Das ist der eine Teil der Signaturenlehre.
Sie ist ja kein Selbstzweck, sondern dient der Erkennung von Ähnlichkeiten zwischen der Pflanze und dem zu Behandelnden mit seiner Erkrankung.
Hier geht es um die „Signatur“ des Menschen. Ähnlich wie die Pflanze setzt er sich aus mehreren Wesensgliedern zusammen. Von der Physiologie über die Physiognomie zur Seelennatur und von dort zu seiner mentalen Gestaltung bin ich als Behandelnder aufgefordert, mir ein Bild des Hilfesuchenden zu machen. Die Erkrankung hat ja oft einen allgemeinen Namen, z.B. Lungenentzündung. Aber bei meinem Patienten hat sie aus ganz individuellen Ursachen eine ganz eigene Entwicklung genommen und ich muss ihre Energetik zu erkennen trachten. Sie hat Zeichen, mit Hilfe derer ich zu seinem richtigen Heilmittel gelangen kann.
Über viele Einzelheiten vermögen uns die Signaturen Auskunft zu geben und wir sind aufgefordert, die Zeichen Ernst zu nehmen. Immer schon haben Heilende sich nach diesen Zeichen gerichtet, wenn sie das Gleichgewicht wieder herstellen wollten bei einem Menschen oder Tier, der/das erkrankt war.
Das hat bis heute zum Überleben der Menschheit geführt und wir tun gut daran, die Zeichen, die die verschiedenen Lebewesen geben, zu beachten und ernst zu nehmen; nach ihnen sich richtend zu behandeln, damit alles im Gleichgewicht bleibt.


Der Autor Klaus Krämer ist Heilpraktiker mit eigener Praxis in Berlin Tegel und unterrichtet Pflanzenheilkunde und Augendiagnose am IfP, Heilpraktikerschule, Heilen mit Pflanzen e.V.,

weitere Information auf www.heilen-mit-pflanzen.de


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