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Ausgabe Juli 2011
Mit Tieren sprechen. Wie wir zu einem heilenden Dialog kommen. Interview mit Silvia Dorrong

In alten Stammeskulturen wird die Kommunikation mit Tieren als wichtig und heilend angesehen. Diese Tradition wird heute in der westlichen Gesellschaft wiederbelebt durch Menschen wie Silvia Dorrong, die einen tiefen „telepathischen“ Zugang zu Tieren hat

Silvia, du hast einen besonderen Kontakt zu Tieren und bist überzeugt, dass sie uns etwas Wichtiges mitteilen können. Was ist ihre Botschaft?

Ich möchte dazu ermutigen, unsere Tiere mit ihrem uralten Wissen als Begleiter, Botschafter und Ratgeber wieder anzunehmen. Die Tierkommunikation ist ein Teil des Schamanismus. Es ist ein kraftvoller und bewusst gewählter Weg und sehr bodenständig. Ich konnte feststellen, dass meine Arbeit mit der Unterstützung der Tiere eine heilsame Arbeit ist, die ich gerne den Menschen zur Verfügung stellen möchte.
Jedes Tier, egal, ob es das eigene Haustier, ein fremdes Tier oder ein Krafttier ist, hat auch eine ganz persönliche Botschaft. Die Tiere lehren uns Menschen, im Hier und Jetzt zu leben, unserer eigenen Intuition zu vertrauen und wieder mit dem Herzen zu kommunizieren. Sie lehren auch, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ihre Botschaften unverfälscht anzunehmen. Die Tiere helfen uns dabei, die Antworten unserer Seele zu finden.
Es ist ein Weg des Friedens und des gemeinsamen Respekts. Wenn wir nur einmal durch die Augen der Tiere geschaut haben, lässt uns dieser Moment nicht mehr los und wir erkennen, dass Mensch und Tier gleichermaßen Lehrer und Heiler sind. Erfahren wir mehr über unsere Tiere, können wir mehr über uns selber erfahren und somit auch besser zu uns selbst finden. So werden wir mehr und mehr in eine Achtsamkeit gehen, die unser Leben und das der Anderen verändern lässt.


Wie würdest du deine Arbeit mit Tieren beschreiben?

Das Wichtigste an meiner Arbeit ist das äußere sowie innere Zuhören-Können und meine schamanische Heil-arbeit. Ich habe viel über und durch die Tiere gelernt, habe sie als Spiegelbilder lieb gewonnen und kann mir ein Leben ohne den telepathischen Austausch nicht mehr vorstellen. Ich konnte immer beobachten, dass sich sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppenarbeit die zwischenmenschliche Kommunikation verändert hat. Sie wurde jedes Mal friedlicher und klarer.
Der intuitive Dialog führt mich in eine Verständigung, die einen gegenseitigen Austausch ermöglicht und die sich mir in Worten, Tönen, in Bildern, in Gerüchen, als Geschmack oder Gefühl zeigt. Ich spüre mit meinen inneren und äußeren Sinnen und fühle mich so in die Tiere hinein. Häufig sind es Blitzgedanken verbunden mit tiefem Wissen. Die Tierkommunikation lehrte mich die Kraft der Universellen Energie zu nutzen, die Töne meiner Trommel wirken zu lassen, heilende Worte zu sprechen – unterstützt durch verschiedene Rituale und Visualisierungen. Zu wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind, lehrte mich, meine Worte mit Bedacht zu wählen.


Welche Menschen kommen zu dir? Was sind ihre Anliegen und Probleme?

Meine Angebote richten sich sowohl an Menschen mit eigenen Tieren als auch an Menschen ohne Haustiere; sie finden ihre tierischen Verbündeten in den Krafttieren oder in einem fremden Haustier. Die Tierkommunikation hilft zum Beispiel bei seelischen Verletzungen (Tierheimtiere, Trauma) oder bei dem Wunsch, das eigene Haustier besser zu verstehen. Sie kann helfen, entlaufene Tiere wiederzufinden, Krankheiten (bei den Tieren) zu heilen, Verhaltensauffälligkeiten (bellen, beißen) zu korrigieren oder Abschied zu nehmen - Trauerbegleitung; vor, während und nach der Reise „auf die andere Seite“. Doch ebenso um Momente der Stille zu erfahren, ein harmonisches Miteinander zu leben, die eigene telepathische Fähigkeit neu zu entdecken und in Frieden mit sich selbst und all den anderen Lebewesen sein zu können.
In meinen Einzel- oder Gruppenberatungen, in Seminaren, in meinen Heilkreisen und in meinen Vorträgen vermittle und lehre ich die Tierkommunikation. Meine Arbeit wird immer verbunden sein mit dem uralten Wissen der Schamanen und unterstützt Mensch und Tier, in ihre seelische und körperliche Balance zu kommen.
Es ist ja wirklich erstaunlich, dass Tiere etwas mitteilen möchten und wir das sogar verstehen können. Was geschieht da eigentlich?
Immer wieder erkenne ich, dass eine Veränderung entsteht - egal, wie sie aussehen mag - sobald sich ein Tier mitteilen konnte. Sie wollen sich mitteilen und wir sollten ihnen nicht nur zuhören, sondern ihren Rat auch befolgen. Nach dem telepathischen Dialog, sei es nun ein Nah- oder Ferndialog, Hausbesuch oder Foto-Kontakt, folgt ein weiteres Gespräch mit dem Menschen. Gemeinsam können wir nun die Fragen und/oder die Probleme klären. Wenn jetzt der Mensch bereit ist, Veränderungen zuzulassen und gemeinsam neue Wege zu gehen, können die Botschaften der Tiere das größte Geschenk sein.


Du bist gleichsam zu einer Spezialistin für Sterbebegleitung in Verbindung mit Tieren geworden. Kannst du dazu etwas sagen?

Ja, einen ganz besonderen, sensiblen Stellenwert meiner Arbeit nimmt die Sterbebegleitung ein. In Zeiten des Abschiednehmens hilft der telepathische Dialog mit dem Tier, noch ungeklärte Fragen zu lösen. So kann es für beide - Mensch und Tier - ein fried- und würdevoller Moment werden. Nutzen wir ihr Wissen, kann auch der Tod seinen Schrecken verlieren und ein friedliches Akzeptieren des Verlustes ist möglich. Rituale, Meditationen und der telepathische Dialog helfen, den Schmerz der Trauer zu erleichtern.
Ich möchte dazu einige Beispiele geben: Rüde Touffu verabschiedete sich ganz plötzlich von seinem Frauchen. Sie wollte erfahren, wieso er so plötzlich gegangen sei und sie ihm nicht mehr helfen konnte. Seine Botschaft: „Es musste so sein, auf dich wartet eine neue Aufgabe, es war der richtige Zeitpunkt. Und wir werden uns wieder sehen.“ Sie erlebte nach langer Zeit Momente des Friedens, Momente der Liebe und konnte Touffus Tod akzeptieren, und mit seiner Botschaft kam Hoffnung. Darüber hinaus erkannte sie, dass sie unbedingt Zeit für sich nehmen musste.

Dass mir der Hund das liebste ist, sagst du oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturm noch treu, der Mensch nicht mal im Winde! Franz von Assisi
Charly, ein Hund aus dem Tierheim zeigte mir immer wieder ein eingeschnürtes Herz. Meine intensiven Gespräche mit der Hundebesitzerin ergaben, dass sie Herzbeschwerden hatte, auch in Behandlung war, doch durch ihre Sorgen um Charly sich selber vergessen hatte. Jetzt wussten wir, dass Charlie sein Frauchen meinte und auch er sich große Sorgen um sie machte. Sie ging sofort zum Arzt und holte sich ihre Medikamente.


Vielen Dank für dieses Gespräch.



Silvia Dorrong ist 1953 geboren und hat einen erwachsenen Sohn. Das Jahr 2000 war für sie ein Jahr der Veränderung; sibirische Schamanen traten in ihr Leben, Ausbildungen an der Foundation of Shamanic Studies folgten. Mehr und mehr entdeckte sie ihre Fähigkeiten und Potenziale und ist jetzt bereit für ihre Lebensaufgabe: Vermittlerin und Heilerin in der Tier-Mensch-Beziehung.

Weitere Information auf www.tier-mensch-kommunikation.de


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