aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Juni 2011
KGS Traumkolumne von Klausbernd Vollmar - Ein Traum von Schokolade

Ich, ein Essensmuffel, habe mich nie zuvor eine Woche lang derart häufig über Essen unterhalten als während eines Fastenkurses. Als Diplompsychologe sollte ich die Träume der Fastenden betrachten und siehe da, wie zu erwarten war, drehte sich alles um das

art72489
Dieser Traum zeigt, dass die Träumerin von Gedanken an Schokolade gefangen ist, ihre Welt besteht aus Schokolade. Aber das dies zu viel des Guten ist, erkennt selbst der ungeübte Traumdeuter. Insofern unterstützt dieser Traum die Einsicht, sich weniger mit Schokolade zu umgeben und weniger an sie zu denken. Was in unerwarteten Mengen vom Traum ins Bild gesetzt wird, ist oft etwas Suchthaftes, um das wir zu sehr unsere Welt – wie dieses Knusperhaus – aufgebaut haben. Aber was symbolisiert Schokolade? Sie steht oft für Verführung und Genuss. Nach Debra Waterhouse („Why Women Need Chocolate“ 1995) ziehen 50 Prozent der Frauen den Schokoladengenuss dem sexuellen Genuss vor. Das steht im krassen Widerspruch zu der Betrachtung der Schokolade als Aphrodisiakum. Casanova sah wie viele Frauen die Schokolade als „Elixier der Liebe“ an. Marquis de Sade soll auf seinen Orgien Schokolade gereicht haben und noch heute ist es üblich, seinen Liebsten Schokolade zu schenken.

Klausbernd Vollmar leitet regelmäßig Traumgruppen in Berlin


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.