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Ausgabe Juni 2011
Yoga und die Kraft der Gedanken von Stefan Datt

Eigentlich wollte ich einen Text als Veranstalter des Berliner Yogafestivas schreiben. Doch irgendwie mochten meine Gedanken lieber in eine eher allgemeinere Richtung gehen und fingen an, sich selbst zu beschreiben: Die Kraft der Gedanken.
Jeder Mensch de

Dass man mit manchen Menschen gerne zusammen ist und von anderen eher Abstand halten möchte, liegt häufig an der Schwingung ihrer Gedanken. Also besitzen Gedanken tatsächlich eine subtile, aber dadurch umso stärkere Kraft. Fortgeschrittene Yogis berichten sogar, dass sie Gedanken bewusst übertragen können und Gedanken materiell sind. Sie besitzen eine Farbe, ein Gewicht und eine Gestalt. Ein Gedanke der Wut erscheint dunkelrot, ein spiritueller Gedanke gelb oder orange.
Genauso wie eine Kerzenflamme oder ein ins Wasser geworfener Stein konzentrische Wellen aussendet, so sendet der Mensch, je nach der Kraft seiner Gedanken, Schwingungen aus, die sich in Manas, der geistigen Atmosphäre, ausbreiten. Wir sind von einem Meer aus Gedanken umgeben; einigen folgen wir, andere weisen wir zurück. Senden wir einen guten und liebevollen Gedanken aus, helfen wir damit demjenigen, an den wir ihn senden. Außerdem wird laut dem Gesetz des Karma: „Action gleich Reaction“, eine gute und liebevolle Energie zu uns auf dem ein oder anderen Weg zurückkehren. Gleichzeitig wirken wir mit guten Gedanken positiv auf das „Gedankenmeer“, die Akasha. Das gleiche Prinzip greift natürlich auch bei negativen und destruktiven Gedanken. Ein schlechter Gedanke schadet der Person, an die wir denken, uns selbst und der gesamten Gedanken-Atmosphäre. Vielerlei Krankheiten entstehen aus schlechten Gedanken.
Manchmal erschaudert man, wenn man bemerkt, dass der eigene Geist negative Gedanken kreiert. Das ist ein Zeichen spirituellen Fortschritts. Es ist sogar so, dass einem, sobald man meditieren möchte, gewahr wird, wie viele negative oder destruktive Gedanken einem durch den Kopf ziehen. Der Geist leistet anfänglich einen großen Widerstand gegen neue positive Gedanken. Das ist häufig der Grund für Yoga-Anfänger, die ersten Meditationsversuche wieder einzustellen. Doch übt man weiter „positives konstruktives Denken“, werden die positiven Gedanken die negativen schließlich ersetzten. Das Positive ist letztendlich immer stärker als das Negative. Das ist ein Naturgesetz.

Ein fauler Geist entwickelt gerne üble Gedanken. Beschäftige ihn lieber mit nützlichen Dingen: anderen helfen, spirituelle Bücher lesen, arbeiten, Lieder singen, kochen, Yoga üben oder Kindern und Alten helfen… Gute Taten sind ein Sprungbrett zum Fortschritt im Yoga. „Gleich und Gleich gesellt sich gern“. Hegst du negative Gedanken, kommen weitere schlechte dazu. Bemühst du dich um erhabene Gedanken, ziehst du großartige und positive Gedanken anderer an.


Eine neue Gedanken-Zivilisation
Atomkraft, umweltzerstörende Technologien und alle Arten von Waffen vernichten Leben und zerstören den Reichtum der Welt. Entscheidet man sich bewusst gegen solch üble Energien und unterstützt vielmehr die spirituellen Lehrer und wahren Wohltäter der Menschheit, pflanzt man kräftig Positivität in der geistigen Welt.
Kinder und Jugendliche brauchen dringend positiven „Input“ und gesunde Gedanken. Einen Verbrecher bestraft der Staat, doch mindestens genauso schlimm und häufig ungesehen ist es, negative und destruktive Gedanken in den Geist von Kindern zu verankern. Derjenige begeht sozusagen eine Vielzahl zukünftiger Verbrechen. Die Kindheit formt stark unsere Art zu Denken. Yoga und Philosophie sollten in den Schulen und Universitäten verstärkt gelehrt werden; eine neue friedvolle und glückliche Generation könnte heranwachsen.
„Aham Brahma Asmi – Ich bin Brahman“, das ewige Bewusstsein könnte ein allgemeines Gedankengut sein und sich mehr und mehr in der Lebenserfahrung realisieren. Ich bin nicht dieser Körper, ich bin nicht dieser Geist, ich bin Atman, das reine Bewusstsein, unvergänglich, unsterblich und von Zeit und Raum nicht begrenzt. Ich bin frei und voller Glück, nichts kann mein Selbst berühren. Die Wahrheit liegt jenseits des Traumes der Gedanken. OMOMOM


Zum Beispiel: das Berliner Yogafestival
Der Gedanken, ein Yogafestival zu veranstalten, war bestimmt nicht von mir. Als ich nachts über den Platz an der Chausseestrasse schlenderte, kam er zu mir. Um die große Kraft und das Geschenk des Yogas zu feiern und eine Yoga-Gemeinschaft zu werden, keimte in mir der Gedanke, eine wunderschöne und große Veranstaltung zu organisieren, die alle Berliner Yogis inspiriert und Raum für die Neugierige bietet, Yoga in all seinen Fassetten kennen zu lernen. Ein super Team kam zusammen, ein gemeinsamer Spirit entstand, der das Außergewöhnliche dieser Veranstaltung erkannte. Große Yogalehrer bündeln ihre Energie jedes Jahr verstärkt und voller Freude, um ihre Weisheit und ihre Lebenshilfen den Menschen großzügig zu schenken. Welche Energie hinter einem kleinen Gedanken stehen kann, sieht man am besten an den fröhlichen Gesichtern unserer Gäste und den Yogis, die diesen kraftvollen Gedanken unterstützen.


Der Auto Stefan Datt ist Heilpraktiker, Yogalehrer und Mit-initiator des Berliner Yogafestivals.




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