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Ausgabe Mai 2011
KGS Traumkolumne von Klausbernd Vollmar - Ein Traum voller Freude

„Träumen wir häufiger Negatives als Positives?“, fragte mich eine Klientin. Wenn man viele Träume hört und seine eigenen Träume betrachtet, scheint das der Fall zu sein. Es mag allerdings auch daran liegen, dass negative Träume wegen ihrer größeren emotio

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In dieser Kolumne möchte ich eine seltene Art von Traum vorstellen, nämlich einen Traum, der dem Träumer einfach nur Lebensfreude vermitteln möchte. Ein Mann träumte: Ich laufe ausgelassen an einem Sandstrand entlang, die Sonne scheint, ich fühle mich frei und leicht.
Traumdeuter und Therapeuten sind ein gar garstiges Völkchen, sie würden dazu neigen, in diesem Traum eine Flucht vor einer disharmonischen Situation zu sehen. Das ist jedoch nicht der Fall, wie der Träumer mir glaubhaft bestätigte. Dieser Traum ist nicht mehr und nicht weniger als ein Ausdruck innerer Harmonie. Krankheitsbesessen neigen wir dazu, überall etwas zu Heilendes zu wittern, es scheint geradezu, dass sich manch einer nur wohlfühlt, wenn er oder sie heilt. Aber vermasseln wir uns mit dieser postmodernen Sucht nicht unbeschwerte Lebensfreude? Dieser Traum bedarf keiner Trübung durch Interpretation, er ist dazu da, sich an ihm zu erfreuen. Er ist ein Ausdruck purer Lebensfreude. Die Aufgabe lautet, wenn man so will, solche Freude zuzulassen, ohne daran zu kritteln und zu deuten. Um die ungebrochene Lebensfreude zu retten, bedarf es einen Raum, in dem jede Metakommunikation Tabu ist. Allerdings liegt die Weisheit darin zu entscheiden, wo ist eine Deutung hilfreich und wo nicht. Diese Entscheidung ist weitgehend davon abhängig, zu wie viel Lebensfreude der Deutende fähig ist.

weitere Infos auf www.kbvollmar.de


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