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Ausgabe Mai 2011
Depression, kurze Einführung

Die Krankheit Depression ist charakterisiert durch drei typische Symptome: die depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude sowie eine erhöhte Müdigkeit und Ermüdbarkeit.

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Weitere Symptome können sein: übertriebene Sorge um die Zukunft, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit sowie soziale Selbst-isolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, sinnloses Gedankenkreisen (Grübelzwang), dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht einmal mehr einfachste Tätigkeiten verrichten kann. Gegenwärtig ist ein beschreibend ausgerichtetes Diagnose-Schema verbindlich. Die Schwere der Depression wird mit leicht, mittelgradig, schwer und schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen bezeichnet. Die früher situationsbedingte Depression heißt heute Depressive Reaktion. Als Auslöser werden unterschiedliche Faktoren gesehen (reaktive Faktoren).

Die Ursachen depressiver Erkrankungen sind komplex und nur teilweise verstanden. Es ist von einem Zusammenwirken mehrerer Ursachen auszugehen - genetische Veranlagung, Stoffwechsel- und Funktionsstörungen im Gehirn, psychosoziale Faktoren, saisonal abhängige Depression, Wochenbettdepressionen und Altersdepression.
Die psychiatrisch ärztliche Behandlung besteht in der Führung des Patienten durch das ärztliche Gespräch und in der Gabe von Antidepressiva. Zur Behandlung der Depression kann ein breites Spektrum psychotherapeutischer Verfahren wirksam eingesetzt werden: die Kognitive Verhaltenstherapie und die Interpersonelle -, Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Aber auch die Gesprächspsychotherapie, die Gestalttherapie sowie verschiedene Gesprächs- und Körper-Psychotherapeutische Ansätze können in der Behandlung zum Einsatz kommen. Eine Form der unterstützenden therapeutischen Maßnahme ist die Sporttherapie. Positive Effekte des Joggings bei Depressionen sind empirisch durch Studien nachgewiesen.

Andere Hausmittel – wie Entspannungstechniken, kalte Güsse nach Sebastian Kneipp, Kaffee oder Schokolade – bieten an Depressionen Erkrankten keine Hilfe, sondern können höchstens Menschen mit leichten depressiven Verstimmungen Linderung verschaffen.


Redaktionell zusammengestellt mit Hilfe von www.wikipedia.de


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