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Ausgabe Mai 2011
Klarheit, Mut und Selbstliebe, ein Beitrag von Stefan Wolfers

Was braucht es zum Glück? Klarheit darüber, was ich wirklich will und den Mut, dieser Klarheit Konsequenzen folgen zu lassen – das ist das größte Geschenk, das ich der Welt machen kann - eben mein authentischer Beitrag.
Ich bin nicht der Statist, dem das

Warum sind wir nicht immer glücklich?

Wir haben es als Mensch mit einer Menge träger Masse, mit Gewohnheit, unbewussten Überzeugungen und Kontrollmechanismen zu tun. Wir schaffen es, unsere schöpferische Intelligenz dazu zu gebrauchen, uns für klein und unbedeutend zu halten. Wir gewöhnen uns an Leid, an Gedanken und Gefühle, die uns nicht gut tun und die doch unsere gesamte Erfahrung der Welt bestimmen. Ein Klassiker: „Ich bin nicht gut genug!“ Dabei sind wir Blumen, jede verströmt ihren einzigartigen Duft und da kommen diese ganzen wunderschönen Blumen auf die Idee, sie seien nicht schön, ihr Duft noch nicht ganz richtig... Wenn es etwas Tragisch-Merkwürdig-Witziges gibt, dann das! Die Buddhas halten sich die Bäuche vor Lachen - und geben alles, um dieses Leid zu beenden. Doch keimt aus diesem Leid auch Gutes: Die Lust am Werden, die Sehnsucht zu wachsen - freier, tiefer, kraftvoller zu leben.


Einzigartigkeit versus Selbstverliebtheit

Um es abzukürzen: Ja, Selbstliebe ist kultivierbar. Sie ist unser Geburtsrecht und zugleich ein Weg. Mein Selbstbild des ängstlichen Sensibelchens habe ich - zumindest meist - abgelegt . Und taucht es einmal wieder auf - dann ist es eben so! Es zieht immer schneller vorbei. Das Drama verliert an Reiz. Blicke ich heute in den Spiegel, sehe ich einen Menschen, der so ist, wie Gott ihn haben wollte. Selbstliebe bedeutet für mich, ein gesundes Gespür für meine Einzigartigkeit zu haben. Kein selbstbezogenes, narzisstisches Kreisen um den eigenen Nabel, sondern das Gefühl, die Welt mit dem, was ich bin, zu bereichern. Einhergehend mit der Erkenntnis, dass jeder einzelne eine einmalige Geschmacksrichtung des Lebens und Special-Guest auf diesem Planeten ist. Wer sein Inneres durchlässt, von sich und seinen natürlichen Qualitäten gibt, erfüllt sich und hebt das Gefühl des Mangels auf. Willst du erfüllt sein, sei eine Quelle.


Sanfter Krieger, sanfte Kriegerin

Die Schmalspurversion unserer Selbst ist uns so vertraut geworden! Unbewusstheit, Kleingeist, unsere feige Bequemlichkeit – das alles hat viel Macht. Wäre dem nicht so, reichte eine nette Affirmation am Morgen und wir würden uns tatsächlich selbst lieben. Was also, wenn ich mich nicht wie ein Geschenk fühle? Wenn ich Teile meiner Selbst vor der Welt zurückhalte, weil ich sie für nicht liebenswert halte, und mich so immer ein Stück weit isoliere? „Wie könnte ich schon die Welt bereichern?“ Ja, es braucht die Geisteshaltung eines sanften Kriegers.


Was will ich wirklich?

Was will durch mich in die Welt? Was brauche ich – ich ganz persönlich – um aufblühen zu können? Was tut mir gut? Was würde mich so richtig ankicken, wenn ich es tun würde? Wofür lebe ich eigentlich und wofür will ich stehen?
Mit diesen in Klarheit gestellten Fragen seinem eigenen Wesen gegenüber fängt es an. Innezuhalten und wirklich zu lauschen ist an sich schon ein Heldenakt. Diese Fragen haben eine sehr große Tragweite - wenn wir sie – und damit uns - ernst nehmen. Sich seinem eigenen Wollen wirklich zu stellen ist vielen zu bedrohlich. Wir halten uns unsere Sehnsucht von der Backe, in dem wir sie spirituell verklären: „ Wollen ist ja eh die Ursache allen Leidens!“ Dabei ist es ein solches Privileg!
Mit Klarheit beginnt es - sonst irren wir nur tapsend umher. Doch jetzt kommt’s: Was ist ihre Konsequenz? Was bedeutet das konkret für mein Leben, meine Beziehungen, meine Arbeit, meinen Lebensstil? Hier trennt sich der Träumer vom Rebellen des Geistes. Sich seinem Traum zu verpflichten ist Ausdruck von Selbstachtung – und der Weg zur Selbstliebe. Wenn ich den Mut habe, meine höchste Vision in’s Zentrum meines Lebens zu stellen - wird Selbstliebe folgen. Denn was macht es mit meiner Selbstachtung, Erkenntnis um Erkenntnis anzuhäufen und sie täglich zu verleugnen? Was macht es z.B. mit mir, tagtäglich einer Arbeit nachzugehen, die nicht im geringsten ausdrückt, was ich in mir spüre? Selbstachtung speist sich aus Integrität. Daraus, zu sein, wie ich gemeint bin.

Stefan Wolfers und Rune Tölke sind Seelenpartner und ein starkes Team.
Sie sind Coaches, HP und Seminarleiter der Seminarreihe "Think Big Evolution".
weitere Information auf www.enjoy-your-evolution.com


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