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Ausgabe März 2011
Sensibilität und Sensitivität - Der fünfte und der sechste Sinn // Themeneinführung von Haidrun Schäfer

Ich möchte Sie auf eine kleine Reise ins Reich der Phantasie mitnehmen:

Stellen Sie sich vor, an einem schönen Sommerabend an einem langen Sandstrand der untergehenden Sonne entgegen zu gehen. Hören Sie, wie die Wellen leise im Sand verlaufen? Ein sanft


Sensibilität – der fünfte Sinn

Jeder „normale“ Mensch ist von Geburt an mit Organen ausgestattet, die das Sehen, Riechen, Hören und Schmecken ermöglichen. Das Fühlen als fünfter Sinn ist etwas komplexer, denn er hat kein ausgezeichnetes Sinnesorgan, sondern bezieht seine Informationen aus einer Vielzahl von Rezeptor-Typen und freien Nervenendigungen, die über den ganzen Körper verteilt sind. Nutzt ein Mensch diese „sinnlichen“ Fähigkeiten, sprechen wir von hoher Sensibilität. Oft haben sensible Menschen die Fähigkeit der Empathie, d.h. sie können sich emotional in andere Menschen hineinversetzen oder mit ihnen fühlen.
Das kann positiv, aber auch negativ empfunden werden – je nach Ausmaß, denn Sensibilität geht auch mit Empfindlichkeit bis hin zu Dünnhäutigkeit einher.



Sensitivität – der sechste Sinn

Der sechste Sinn ist wie eine Weiterentwicklung der Sensibilität, denn hier kommt es zu der Fähigkeit, übersinnliche Wahrnehmungsrezeptoren zu entwickelt und zu nutzen. Auf dieser Stufe wird es möglich, mit Tieren, Elementarwesen, Verstorbenen oder Engeln zu kommunizieren und Informationen von ihnen zu bekommen. Und hier bewegen wir uns in immateriellen Sphären: in der Anderswelt, der nichtalltäglichen Wirklichkeit oder der geistigen Welt. Diese Welten sind nicht für jeden zugänglich, vielen suspekt und vor allem nicht genau definierbar. Was wir mit Sicherheit sagen können ist, dass sie immateriell sind und deshalb so schwer mit unserem logischen Denkvermögen oder unseren Sinnen fassbar – eben nicht zu „fassen“.
Ein sensitiver Mensch ist in der Lage, Inhalte aus anderen (Bewusst-)Seinsebenen wahrzunehmen. Die Fähigkeit kann sich auf vielfältige Weise offenbaren: als Vorausahnung, Intuition oder übersinnliche Fähigkeiten wie Hellsehen, Hellfühlen oder Hellhören. „Eigentlich“ ist Sensitivität nichts anderes, als die Anbindung an die eigene Göttlichkeit oder das höhere Selbst. Diese Anbindung ist uns abhanden gekommen, weil weder Elternhaus noch gesellschaftliche Erziehungsforen diesen Aspekt unseres Seins thematisieren. Das wäre eine mögliche Erklärung, warum Hellsichtigkeit in manchen Familien häufig über mehrere Generationen zurück zu verfolgen ist: Wenn ein Kind in einer Familie aufwächst, wo es selbstverständlich ist, z.B. mit Engeln zu reden, ist es naheliegend, es auch zu versuchen.



Krankheit oder Gabe?

Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde Sensitivität oft mit psychischer oder geistiger Krankheit verwechselt. Visionen, Stimmenhören oder Kontakte zur geistigen Welt wurden klinisch als Halluzinationen und damit als psychotisch eingestuft. In den letzten Jahren hat sich dieser Umgang mit Sensitivität glücklicherweise verändert. In den meisten der vielzähligen Alternativ-Heilmethoden spielt Sensitivität eine wichtige Rolle – ob bei Reiki, schamanischer Arbeit oder geistigem Heilen. So sind z.B. (Geist)Heiler in der Lage, willentlich die Energiemenge zu erhöhen, die sie über die Hände oder mental auf andere Menschen übertragen. Durch die Energieübertragung können beim Empfänger die Selbstheilungskräfte angeregt oder Energieblockaden gelöst werden. Da diese Form von Energie räumlich nicht gebunden ist, ist auch Fernheilung möglich. Ein Medium kann als Mittler Kontakt mit Wesen aus anderen Welten aufnehmen – ob Engel, Elementarwesen oder Verstorbene – und Informationen beziehen, die uns hier hilfreich sein können.
Das sind die positiven Seiten über-sinnlicher Wahrnehmungsfähigkeiten oder Einsatzmöglichkeiten.



Wie hält man diese Wahrnehmungen aus?


Es kommt allerdings auch vor, dass sensitive Empfänger mit den erhaltenen Botschaften überfordert sind. Oder dass ein Hellfühliger so mit einem anderen Menschen mitempfindet, als geschähe es mit ihm selbst. Manchmal werden nicht nur Gefühle, sondern auch Schmerzen übernommen. Fallstudien belegen, dass unbewusstes Hellfühlen zu Angstzuständen, Depressionen oder psychosomatischen Störungen führen kann. Eine hohe Sensitivität geht oft mit einer hohen Verletzlichkeit einher: Jede Konfrontation mit negativen Vorkommnissen – und davon gibt es ja genügend – kann Trauer und Tränen auslösen. Deshalb fällt es hellfühligen Menschen manchmal schwer, den Alltag zu bewältigen.



Indigo-Kinder


Tatsache ist, dass die Zahl sensitiver Menschen wächst und dass sie nicht mehr selbstverständlich als krank ausgegrenzt werden. Anders verhält es sich bei den sogenannten „Indigo-Kindern“. Hier handelt es sich um Kinder, die seit Mitte der 1980er Jahre durch besondere Verhaltensweisen auffallen und mediale Fähigkeiten besitzen. Die Verhaltensauffälligkeiten werden in vielen Fällen mit Krankheitsstempeln wie ADS oder Hyperaktivität versehen und mit Ritalin ruhiggestellt. Die meisten Eltern, Erzieher, Lehrer und ein veraltetes Schulsystem sind mit diesen medial-genialen Kindern überfordert. Aber wenn man sich vorstellt, dass ein Genie wie Mozart als Kind ständig gezwungen wird, seine Zeit mit Stillsitzen, stupiden Schönschreibübungen und langweiligen Rechenaufgaben zu verbringen, damit er da besser wird und ihm verbietet, sich mit Musik zu beschäftigen – die Welt wäre um einige musikalische Meisterwerke ärmer.



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