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Ausgabe Februar 2011
Kleine Geschichte der Magie
zusammengestellt von Hans Kämmerer mit Hilfe von Wikipedia


Der Anfang
Bereits die ersten Höhlenmalereien der jüngeren Altsteinzeit, der so genannten paläolithischen Wandkunst, weisen deutlich Spuren der Magie auf. Neben animalistischen Jagdszenen sind es gerade die Negativ-Handabdrücke der Menschenhand, die eine


Das Mittelater: Magia naturalis
Im Mittelalter unterschied Wilhelm von Auvergne erstmals eine göttliche magia naturalis von einer destruktiven teuflischen Magie.
Die Aufzeichnungen Abrahams von Worms von 1387 beschreiben den ersten vollständig erhaltenen Ritus zur Bändigung dienstbarer Geister unter dem Patronat des heiligen Schutzengels.
Die weltweit erste systematische Gesamtdarstellung der Magie entstand 1530 unter dem Titel De Occulta Philosophia und wurde von Agrippa von Nettesheim verfasst. Paracelsus (1493-1541), der Erneuerer der Naturheilkunde, lernte Magie als Heilkunde, dass sie nicht aus Geistern oder Zauberei entsteht, sondern aus dem natürlichen Lauf der subtilen Natur. Im Mittelalter kamen auch spezifisch christianisierte Formen der Magie auf, wonach ein Magier durch Fasten, Beten und die Dreieinigkeit die göttliche Macht erhielt, um Dämonen zu bezwingen. In der Renaissance hatte die Wiederentdeckung der „hermetischen Schriften“ Magie maßgeblich Anteil, dass man unter Magie insbesondere Zeremonialmagie verstand.


Die Neuzeit: Esoterik und Magie
Mitte des 20. Jahrhunderts kamen mit der New-Age-Bewegung Astrologie, Parapsychologie und okkultistische Praktiken wie Tarot und Pendeln auf. Magie bedient sich seitdem meist sehr differenzierter psychisch-geistiger Techniken. Wissenschaftlich belegte Nachweise über reale Außenwirkung fehlen jedoch. Vielmehr ist ein eher kulturelles oder soziales Phänomen festzustellen, das auf metaphysischen Annahmen und Glauben basiert.
Oft werden im New-Age auch Systeme und Praktiken anderer Kulturkreise miteinbezogen. Ägyptische, griechische und germanische Götter und Göttinnen sind ebenso beliebt wie beispielsweise Symbole aus dem indischen Kulturkreis, Techniken des indischen Yoga und die ursprünglich hebräische Kabbala. Die Symbole können hierbei in der nicht dogmatischen Magie mit allen Formen aus allen Kulturen in Kontakt treten, ein Magier mit einem Symbolsystem arbeiten, das kulturell überliefert oder individuell erfahren bzw. erarbeitet ist.


Zauberei
Beim Schreiben von Runen wurde früher rotes Ocker verwendet. Das altsächsischen Wort für diese Farbe ist teafor und der Ursprung für unseren Begriff „Zauber“. Da „Runen“ „geheimes Wissen“ bedeutet, ist der Zauberer ein „Wissender“. Früher unterschied dieser Wissende bei der Wahrnehmung der Umwelt nicht zwischen Profanem und Spirituellen, er interpretierte alles magisch.
„Zauberer“ sind identisch mit den persischen Magiern, den keltischen Druiden, den Derwischen und den englischen wizards und witches. In Ägypten war der Gott Toth zugleich für Schrift, Wissenschaft und Magie zuständig. Einst waren Zauberer also Wissenschaftler und Intellektuelle.
Zauberkünstler stehen aber allein ausschließlich für täuschende Unterhaltungskünstler. Die Unterscheidung zwischen diesen und eben echten Zauberern ist historisch schwierig. Als große historische Zauberer gelten: Albertus Magnus, John Dee, Roger Bacon Agrippa von Nettesheim, Johann Faust, Grigorij Rasputin, Erik Jan Hanussen, Aleister Crowley, Franz Bardon, Uri Geller, Vincent Raven.


Hexerei
Das englische Wort witch bezeichnet eine Frau mit okkultem oder Naturheilwissen, die unter Umständen einer Priesterschaft angehörte. Möglicherweise ist dies die Herkunft für unseren Begriff der „Hexe“. Diese Priesterinnen erhielten ihre Fähigkeit des Heilens, Zauberns und Wahrsagens durch Göttinen wie Freya. Mit dem Vordringen des Christentums wurden aber heidnische Lehren und ihre Anhänger dämonisiert.
Im europäisch-amerikanischen Kulturraum hat der Hexenbegriff seit 1921 eine große Wandlung durch Margaret Alice Murrays erfahren. Ihr Buch „Witch-Cult in Western Europe“ brachte den Hexenbegriff im neuen Konzept der Öffentlichkeit nahe.
Eine berühmte Hexe ist unter anderen Tempel Anneke, bürgerlicher Name Anna Roleffes, welche als eine der letzten verurteilt und am 30. Dezember 1663 nach neun Monaten Kerkerhaft und zahlreichen Verhören als Hexe hingerichtet wurde.
Ein männlicher Vertreter ist Hester Jonas, der 1635 verhaftet, am Hexenstuhl gefoltert und am Heiligen Abend 1635 öffentlich enthauptet und verbrannt wurde.
Maria Holl (1549-1534) galt als die „Hexe von Nördlingen“. Sie widerstand als eine der ersten Frauen allen Qualen während des 1593/1594 gegen sie geführten Hexenprozesses. Ihre Kraft befreite die Stadt Nördlingen vom Hexenwahn. Die Richtigkeit von Hexenprozessen wurde angezweifelt und das führte letztlich zum Umdenken in der Bevölkerung sowie der Obrigkeit.



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