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Ausgabe Januar 2011
Gold fundamental - zusammengestellt von Hans Kämmerer


art70369
Gold gehört zu den seltenen Elementen. Der Schmelzpunkt liegt bei 1064 °C , der Siedepunkt bei 2856 °C und die Dichte bei 19,32 g/cm³. Gold ist das dehnbarste aller Metalle, aus 1g Gold lässt sich ein 3 km langer Draht ziehen. Gold ist ein guter Wärme- und Elektrizitätsleiter und wird von Luft und den meisten Reagenzien nicht chemisch angegriffen.

Ausgewalztes Blattgold kann eine Dicke von nur 1 Mikrometer besitzen und erscheint bei der Durchsicht blau-grün. Neben der metallisch gelben Farbe kann es auch fein verteilt in schwarz, karminrot oder lila vorkommen.


Eine bedeutende Rolle spielt Gold in der Zahnmedizin, in der Elektronik zur Herstellung von Schaltkontakten und in der Optik zur Herstellung hochwertiger Spiegel, Sonnenschutzgläser und Reflektoren für Satelliten. Gold wird gerne in Schmuck legiert. Die Bezeichnung „Karat“ beschreibt die Menge des Goldgehaltes (24 Karat ist reines Gold).
Gold ist zu finden in Verbindung mit Quarz, Pyrit und anderen Mineralien. 2/3 der weltweiten Goldfunde kommen aus Südafrika, dort beträgt der Goldgehalt bis 45g/t Quarzgestein, in Deutschland dagegen findet man nur 1g/t. Der größte bisher gefundene Goldklumpen hatte ein Gewicht von 71kg.
Gold ist eines der zehn schon im Altertums bekannten Elementen. Die ältesten Funde stammen aus dem 7. Jahrtausend vor Christus. Bei den ägyptischen Pharaonen galt Gold als göttliches Metall, als Mittel, um Unsterblichkeit zu erlangen. Das römische Weltreich schaffte es innerhalb von dreihundert Jahren, alle bis dahin bekannten Goldminen und -schätze unter ihre Kontrolle zu bringen.
Obwohl Gold seit 1978 kein Währungsmetall mehr ist, lagern trotzdem etwa zwei Drittel der gesamten Menge in staatlichen Depots. Große Goldvorkommen von mehreren Millionen Tonnen lagern noch in den Weltmeeren, diese Gewinnungsmöglichkeit ist jedoch bisher nicht wirtschaftlich. Der Goldpreis stieg allein im letzten Jahr um fast 15%.





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