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Ausgabe Dezember 2010
Ernährungstipp: Die Edelkastanie
aus dem Buch von Ursula Schaller


Die Edel- oder auch Esskastanie genannt, ist bei uns nicht sehr verbreitet. Dabei ist sie sowohl wohlschmeckend als auch reich an Vitalstoffen

Die wenigsten Menschen wissen, dass die Esskastanie einst das Überleben vieler Menschen sicherte. Vom Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war sie auf der Alpensüdseite das Hauptnahrungsmittel vieler Bewohner. Es galt die Faustregel: „Pro Kopf ein Kastanienbaum – damit kommen wir durch den Winter“. Auch Hildegard von Bingen nannte die Marone schon vor 1000 Jahren die „Königin der Früchte“. Außerdem gibt es Überlieferungen von ihr, in denen sie schreibt, dass Kastanien Blockaden in Körper und Geist lösen können.

Die feinstofflichen Wirkungen erkannte auch Edward Bach. So ist Red Chustnut eine Bachblüte für Zuversichtlichkeit, Sweet Chestnut hilft bei Verzweiflung und Aussichtslosigkeit, White Chestnut schenkt den Menschen gedankliche Klarheit und die Knospe Chestnut Bud fördert die Lernbereitschaft.
Wenden wir uns den nachweisbaren Fakten zu, so enthält die Maroni so gut wie alle wichtigen Mineralien. Reich ist sie an Eisen, das die Bildung von roten Blutkörperchen unterstützt, und an Kalium, das für ein entspanntes Nervenkostüm sorgt. Wussten Sie, dass ihr Kaliumgehalt Spitzenreiter der bekannten Obstsorten ist?

Weiterhin enthält sie viel Magnesium, das für die Muskel- und Knochenbildung wichtig ist, außerdem Mangan, das für die Koordination von Nerven, Gehirn und Muskeln zuständig ist, das Schönheitsmineral Schwefel für vitale Haare und Haut, Zink für die Keimdrüsenfunktion und Wund- und Knochenheilung und Kupfer gegen das „Ergrauen“.
An Vitaminen finden wir Vitamin A für Haut und Haare, Vitamin B1 für Nerven, Gehirn und Haarwuchs, B2 für Haut und Nägel sowie Stoffwechsel und Sehkraft; B3 für Nerven und Immunsystem, B5 für Stoffwechsel und das Allroundvitamin C. Außerdem die Omega-3-Fettsäure, die Palmitinsäure und neun verschiedene seltene Fettsäuren.

Ein weiterer wichtiger Vorzug ist, dass die Edelkastanie basisch und glutenfrei ist. Unsere Ernährung sollte einen Basenüberschuss von 80-90 % haben und deswegen nur zu 10-20 % aus Säuren bestehen. Das tut sie in der Regel nicht. Um den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, kann man mit Edelkastanien-Rohkost-Pulver oder einfachem Marronimehl einen basischen Drink zubreiten: 1-2 gehäufte EL Kastanienmehl mit ein wenig Wasser glatt rühren und auf ¼ Liter aufgießen – fertig ist der Basendrink.
Oder: Pro Person 1 EL Edelkastanien-Rohkost-Pulver oder Marronimehl mit ein wenig Wasser glatt rühren und dies bei sanfter Wärme dick werden lassen. In einen vorgewärmten Suppenteller Cocosmilch geben, in die Mitte den warmen Marronibrei und oben drauf weißes Mandelmus. Dazu essen Sie noch frisches klein geschnittenes Obst – z.B. jetzt Birnen oder Äpfel.

Weitere Informationen zum Thema: Ursula Schaller: Edelkastanien für Leib und Seele, 16,80 Euro, zu beziehen über www.naturgaben.de


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