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Ausgabe Dezember 2010
Die große Liebe von Evelyne Maaß und Karsten Ritschl

"Lerne die Liebe zu leben" - über dieses mögliche Ziel denken wir anlässlich des Festes der Liebe gerne nach.
Eine Anregung aus dem Buch "Die Freiheit zu lieben" mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Mit dem christlichen Gebot "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" können die meisten von uns nichts anfangen, weil wir uns nicht wirklich selbst lieben und aus diesem Grunde erstens gar nicht wissen, was die Liebe ist, und zweitens keine Idee davon haben, wie wir unserem Nächsten das zuteil werden lassen sollen. In der Praxis, in der Anwendung und im Alltag findet diese Verhaltensvorschrift deswegen nur sehr begrenzt Anwendung. Eine etwas tiefere Botschaft dieser Maxime könnte jedoch lauten: lerne die Liebe zu leben.

Dieses Gebot weist uns darauf hin, dass göttliche Liebe, die Liebe zu sich selbst und die Liebe zu anderen Menschen voneinander nicht zu trennen sind. Alles bedingt und beeinflusst sich. Es gibt eine Verknüpfung zwischen uns und unseren Mitmenschen und unserer Welt. Diese Art von Liebe hebt sich auf eine neue Ebene, eine höhere Ebene von Bewusstsein. Sie ist umfassender als bestimmte Verhaltensweisen, ein Blickkontakt, eine Geste, eine Berührung, ein Kompliment, eine Liebkosung - sie schafft solche Resultate und Ergebnisse, sie ist Ursprung, Ausgangspunkt und Quelle solcher Verhaltensweisen. Diese Form der Liebe geht über die Liebe eines einzelnen Menschen hinaus, lässt unsere Fähigkeiten wachsen, stärkt unseren Glauben in uns und in den anderen und lässt uns etwas von der Ganzheit, dem Ursprung und der Qualität des Lebens erfahren. Sie hat einen Ausdruck in unserem Verhalten, der Ursprung jedoch ist eine spirituelle, eine allumfassende Qualität, ein erfahrbarer, vom Körper wahrnehmbarer und spürbarer Bewusstseinszustand.

Je stärker uns die Anziehungskraft aller Menschen bewusst wird, je mehr wir wahrnehmen, wie schön andere Menschen sind, je mehr wir unsere Liebesfähigkeit auf andere erweitern, desto mehr nähern wir uns dem Blick Gottes.

Wenn der einzelne Mensch über jeden Zweifel hinaus ein Gefühl bekommt, dass er eins ist mit dem Universum, mit allem, was ihn umgibt, dass er dieses Identitätsgefühl über die engen Grenzen seines Ichs hinaus erstreckt auf das ganze Weltall, dann nennen wir das "kosmisches Bewusstsein", der Moslem nennt es "höchste Identität". Immer wieder gibt es Berichte von diesen Erlebnissen, und fast jeder Mensch hat es schon einmal als einen Moment des Glücks in sich erlebt. Wenn ein Mensch seine Grenzen so erweitert, dass er das ganze Universum umfasst, dann kann er von dieser Sinnebene her alles andere transzendieren.


Die Autoren Evelyne Maaß und Karsten Ritschl sind Geschäftsführer von Spectrum KommunikationsTraining, einem Berliner Aus- und Weiterbildungsinstitut. Sie sind Lehr-Coaches (DCV), NLP-Lehr-Trainer (DVNLP, IANLP), Motivations-Profile-Lehrtrainer und haben zahlreiche Praxis-Bücher zum Thema Coaching, lustvolles Lernen und Erwachsenenbildung geschrieben. Weitere Infos und Kontakt: Spectrum KommunikationsTraining, Stierstr. 9, 12159 Berlin, Fon: 030- 852 43 41, E-Mail: info@nlp-spectrum.de, Web: www.nlp-spectrum.de


Lesetipp
Evelyne Maaß & Karsten Ritschl, Die Freiheit zu lieben - praktischer Ratgeber für mehr Selbstliebe, Wertschätzung und Verbundenheit, Verlag für integrale Weiterbildung, Berlin, 2009, das Buch ist erhältlich unter www.verlag-iw.de


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