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Ausgabe Dezember 2010
Liebe ist Magie und Magie ist Liebe
Ein Ritual zur freiwilligen Verbindung in Liebe; von Stefanie Glaschke


Paare können heute in traditionellen Ritualen wichtige Hinweise für das Erleben ihrer eigenen Liebe finden.

Wir wollen tief lieben, heftig und innig, wir lieben oftmals ganz und gar ohne Verstand.
Was kann Weisheit uns in einer Liebesbeziehung geben?
Weisheit hat etwas zu tun mit dem Wissen um die Grundgesetze einer Angelegenheit. Und auch die Liebe hat grundsätzliche Bedingungen.

Jedes Liebespaar wird zustimmen, wenn ich als Grundbedingungen gegenseitigen Respekt, Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Hingabe nenne. Vorausgesetzt, ein Liebespaar findet sich, dann braucht es einiger weiser Anregungen, damit aus der anfänglichen Verliebtheit eine echte, liebevolle Verbindung erwachsen kann. Auch wenn eine Liebesbeziehung durchaus Chancen bietet, sich gegenseitig bei der Heilung alter Wunden und Verletzungen zu unterstützen, soll doch in erster Linie ein gemeinsames Wachstum ermöglicht werden. Liebende sind wie Pflanzen, die sich gegenseitig nicht im Licht stehen dürfen, soll die Liebe Bestand haben. Gemeinsames Handeln und ein gemeinsamer Weg sind viel wichtiger als ein Fairplay hinsichtlich des Geldes, des Haushalts und der Freiräume. Die weiße Magie bietet eine Vielzahl solcher Gemeinsamkeiten an, bei denen jeder als Individuum berücksichtigt wird und dennoch ein gemeinsames Drittes entstehen kann. Liebe ist Magie und Magie ist Liebe – bringen wir wieder zusammen, was zusammen gehört.


Ritual zur freiwilligen Verbindung in Liebe

Wählt für dieses Ritual einen besonderen Tag bei zunehmendem Mond oder noch besser einen Neumondabend. Vielleicht nehmt ihr einen Jahrestag oder ein Datum, das euch beiden viel bedeutet. Ihr braucht Pergamentpapier, ein Stück weiße Kordel, Kreide, eine Feder mit Tinte oder eine rote und eine dunkelblaue Kerze. Außerdem benötigt ihr eine weiße Kerze als Schutzkerze, einen Kelch mit Wasser, getrocknete Rosenblätter sowie eine Räucherschale mit Räucherkohle. Duscht oder badet, bevor ihr beginnt, und wählt einen Ort und einen Zeitpunkt aus, die Sicherheit vor Störungen bieten. Nun reinigt die Utensilien, einschließlich der Kerzen, unter fließendem Wasser oder indem ihr sie mit Salz abreibt. Bereitet das Ritual vor, indem ihr das Pergament in zwei Hälften teilt und jeder mit der Feder seinen eigenen Namen auf eine Hälfte schreibt. Stellt euch vis-à-vis mit etwa einem Schritt Abstand einander gegenüber und reicht euch die Hände. Spürt bewusst in eure Hände und in die des Partners hinein und visualisiert, dass Kraft, Wärme und Licht durch eure Hände und eure Körper fließen.

Entzündet die weiße Kerze mit dem Satz: „Lichtwesen und Glücksgeister des Himmels und der Erde, ihr seid willkommen, damit unsere Liebe stetig größer, klarer und heller werde.“

Nun nimmt einer von euch die Kreide und beginnt, um sich herum die Hälfte einer liegenden Acht zu zeichnen, übergibt die Kreide an den Partner, der um sich selbst herum die zweite Hälfte zeichnet. Ihr steht nun jeder in einer Schlaufe der liegenden Acht, dem Zeichen für Unendlichkeit, das auch Lemniskate genannt wird. Sprecht gemeinsam den folgenden Zauberspruch:

„Wasser, Luft, Erde und Feuer – unsere Liebe ist mir wert und teuer – nie will ich weichen noch wanken – meine Liebe zu dir kennt keine Schranken.

Und sollte einst entfernen sich das Glück – hole ich es mit Liebe, Licht und Kraft zurück.“

Die Frau entzündet die blaue Kerze und spricht: „So sei es! So sei es! So sei es!“

Der Mann entzündet nun die rote Kerze und spricht: „So sei es! So sei es! So sei es!“

Nun streut gemeinsam Rosenblätter auf die Räucherkohle und trinkt nacheinander einen Schluck Wasser aus dem Kelch. Reicht euch noch einmal die Hände und bedankt euch bei den Schutzgeistern wie folgt:

„Lichtwesen und Glücksgeister des Himmels und der Erde, bleibt nun bei uns. Wir danken euch für euren Beistand, dass unsere Liebe stetig größer, klarer und heller wird.“ Tretet aus der liegenden Acht heraus, dann rollt jeder für sich das Pergamentstück ein, auf dem der Name des Partners steht. Streut auch Rosenblätter hinein, die mit eingerollt werden. Bindet gemeinsam die Röllchen so zusammen, dass die Kordel ebenfalls die Lemniskate, die liegende Acht, darstellt. Hängt dieses Gebilde in der Nähe eurer Eingangstür auf. Löscht die Kerzen mit einem Kerzenlöscher. Die Kerzen werden nun regelmäßig mindestens einmal in der Woche wieder angezündet, bis sie ganz heruntergebrannt sind.

Lesetipp
Stefanie Glaschke: Das Liebeswissen der weisen Frauen, Lüchow bei Kamphausen, Bielefeld, 2010, 158 Seiten, 14,95 Euro


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