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Ausgabe Juli 2010
Staunen ist Schöpfung
von Andreas Krüger


über die Aufgaben und Möglichkeiten von Heilpraktikern
im Sinne der Naturheilkunde

Was definiert einen Naturheilkundler?
Naturheilkunde ohne eine tiefe Liebe zur Natur, ohne eine tiefe Liebe zum Natürlichen, zum Wesenhaften und Urtümlichen unseres Menschseins und der uns umgebenden Schöpfung ist nicht möglich. Wenn ein Heiler diese Liebe nicht hat, dann ist er kein Naturheilkundler, sondern – im Gegenteil – dann ist er ein Allopath bzw. ein Anti-biotiker – ein gegen-das-Leben-Arbeitender, auch wenn er den Titel Heilpraktiker trägt. Ein Naturheilkundler definiert sich durch eine tiefe Liebe und durch eine ganz tiefe – im Angesicht des herrschenden Irrsinns fast don-quichotischen – Liebe zum Natürlichen und zu der Urquelle unseres Daseins. Ein Mensch, der Naturheilkunde ausübt, muss nicht nur in seiner Praxis ein Kämpfer für das Heil seines Patienten und für seine natürlichen Impulse sein, er muss nicht nur natürliche Arzneien anwenden, sondern er muss auch ein politisch Kämpfender und politisch Heilender sein und muss sich um die Natur an sich kümmern. Man kann nicht nur Naturheilkunde in der Individualpraxis betreiben. Ein Naturheilkundler muss immer ein ökologisch Aktiver sein, sonst verliert die Naturheilkunde ihren Sinn.


Landschaftsgärtner
In der Samuel-Hahnemann-Schule gibt es immer mehrere Ebenen der heilerischen Tätigkeit. Zum einen heilen wir als Therapeuten primär immer uns selbst, weil nur der heile Heiler überhaupt heilen und dem unheilen Patienten für sein Heilerwerden Matrix sein kann. Zum anderen helfen wir unseren Klienten, an ihre naturgemäßen Heilpläne zu kommen und mit Demut Gärtner ihrer natürlichen Gärten zu sein. Wir sind die Landschaftsgärtner der Seelengärten unserer Klienten – so viel, aber mehr nicht.


Auch ich bin BP
Viele Menschen halten mich für größenwahnsinnig, weil ich nach jedem Unterricht, nach jeder Arzneimittel-Entwicklungsaufstellung, nach jedem Wolf-und-Engel-Schamanen-Ausbildungsabend IMMER den Geistern dafür danke, dass wir heilen durften, dass wir unsere Patienten heilen dürfen und dass wir die Welt und damit die Schöpfung und die Natur ein bisschen heiler machen dürfen. Vor kurzem bin ich von einer neuen Schülerin etwas provokativ gefragt worden, warum wir – wenn wir Schöpfer sind – es zulassen, dass der Golf von Mexiko von dieser furchtbaren Ölpest vernichtet wird. Ich habe versucht, ihr zu erklären, was es heißt, Schöpfer seiner eigenen Realität zu sein: Es bedeutet als erstes zu akzeptieren, dass BP auch in mir ist. Auch ich bin der Schöpfer dieser Ölpest. Auch meine Gier und meine Sucht nach schnellen Cabrios, meine Idealisierung von Porsche-Cayenne ist Schuld an dieser Ölpest. Also habe auch ich diese Ölpest geschaffen. Man kann politisch gegen BP arbeiten, aber der erste Schritt zu schöpferischem Sein ist: Ich bin BP! So schrecklich das ist, aber anders ist Verwandlung und Schöpfertum nicht möglich. Als Naturheilkundler habe ich aber die Möglichkeit zu helfen, indem ich z.B. täglich eine ATA mache auf „BP und die Gier nach Öl“, Strich, Strich, Sinus, korrigiere und dann „wohlwollendes Wundern an der Schönheit der Natur“, Ypsilon, Ypsilon, korrigiere auf meiner Festplatte installiere. (ATA-Briefe über irmgard.schmitz@heilpraktiker-berlin.org)


Naturheilkundler müssen die Natur heilen
Nachdem ich versucht hatte, der Schülerin das zu erklären, fand ich am nächsten Morgen in meinem Mail-Briefkasten eine ganz praktische Anwendung zur Heilung der Natur von einem der größten Heiler und Naturheilkundler – von Marco Pogacnik. Dieser Mann hat viele Bücher zur praktischen Naturheilung geschrieben und wunderbare Ausbildungsprogramme entwickelt hat, um die Natur unter geomantischer Sicht wahrzunehmen. Marco Pogacnik hat eine naturheilkundliche Meditation per Mail verschickt, bei der wir zum Quellpunkt der Natur, zur Erdquelle gehen, uns einen grünen Kristall holen – Grün ist DIE Farbe der Natur (Hildegard von Bingen sagt, dass Grün die Urheilkraft ist und damit die zentralste Kraft, die es gibt) – und mit diesem Kristall die Quelle heilen. Am selben Abend hatte ich ein Wolf-und-Engel-Seminar und sagte zu meinen 50 Teilnehmern: „Heute machen wir die Quelle zu, d.h. wir machen heute Natur-Heil-Kunde.“ Wir haben an diesem Abend die Meditation gemacht und bestimmt auch noch viele andere Menschen auf dieser Welt, die diese Mail erhalten haben und ganz egal, wie viele Menschen mich für wahnsinnig halten, aber am nächsten Morgen ist es erstmalig in all diesen Wochen gelungen, dass BP überhaupt irgendwas tun konnte, so dass – hoffentlich – 90 % des Öls abgesaugt werden und nicht mehr in den Golf fließen. Die restlichen 10 % schaffen wir Größenwahnsinnigen auch noch! Das ist Naturheilkunde: die Natur heilen. Das, was wir in unseren Praxen machen, sollte 10 % unserer Tätigkeit abdecken und der Rest gehört der Erdheilung.


Staunen ist Schöpfung
Ich ermutige meine Schüler immer wieder, ein paar Euro in mein Lieblingsprojekt zu investieren, in das ich selber einen Großteil meiner Einnahmen fließen lasse. Es gibt in Afrika das Projekt der Christoffel-Blindenmission, die hilft, blinde Kinder zu operieren. Diese Erkrankung, die einem frühen grauen Star ähnelt, entsteht oft aufgrund mangelnder Hygiene. Diesen Kindern bleibt nur billigste Prostitution, billigstes Betteln oder sich von Saudi-Arabern als Organlieferanten ausschlachten zu lassen. In Ghana und Burkina Faso werden diese Kinder nicht operiert, aber die Christoffel-Blindenmission ermöglicht es für 120 Euro, diese Kinder zu operieren. Der Hauptgrund für mich, diese Mission zu unterstützen, ist, dass diese Kinder dann staunen können. Ich selber staune so oft über die Schönheit der Natur. Für mich ist der tiefste Ausdruck meines Menschseins, wenn ich über die Schönheit der Schöpfung staune. Und wenn es für 120 Euro möglich ist, einem Menschen das Staunen zu schenken, dann finde ich den Preis nicht zu hoch. Staunen ist Schöpfung. Ein Stauner schöpft sich, denn er quadriert das Schöne, über das er staunt – das ist für mich Naturheilkunde.



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