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Ausgabe Mai 2010
Heilkraft der Mantren
Die Musik von Deva Premal und Miten


Deva Premal und Miten haben eine Reihe gefeierter CDs herausgebracht und ihre Konzerte und Voice Workshops werden sowohl in Europa als auch in Australien, Kanada und den USA begeistert aufgenommen. Die beiden sind zur Zeit auf Europatournee und werden im

Sie trafen sich in Indien 1990 und begannen bald eine gemeinsame Reise in Liebe und Kreativität, wobei sie ihre einzigartige, inspirierende Mischung aus Liedern, Mantras und Meditation einer weltweiten Zuhörerschaft nahebrachten.

Ihre Musik überschreitet alle üblichen musikalischen Grenzen. Persönlichkeiten, wie der Bestsellerautor und spirituelle Lehrer Eckhart Tolle, bezeichnen ihre Musik als "Reine Magie". Hollywoods Ikone Cher nennt Deva's Album ‚The Essence'"meine Lieblings-CD zum Yoga machen". Man sagt, dass selbst seine Heiligkeit der Dalai Lama in seiner privaten Zeit ihre Musik hört und als Deva und Miten bei einer Privataudienz sein liebstes Mantra für ihn sangen, rief er aus "Schöne Musik, schön...!"

Musikalisch kommen Deva Premal und Miten aus sehr verschiedenen Welten. Deva, eine gebürtige Deutsche mit klassischer Musikausbildung, wuchs in einer Umgebung auf, die mit östlicher Spiritualität erfüllt war, in der Mantras als Gutenachtlieder gesungen wurden. Ihre Mutter spielt Viola da Gamba und ihr Vater war ein spiritueller Künstler, der Zen und Yoga praktizierte. Er brachte sich selbst Sanskrit bei und Deva erzählt: "Als meine Mutter mit mir schwanger war, haben sie während der Schwangerschaft oft das Gayatri Mantra gesungen, um mich willkommen zu heißen. Als ich aufwuchs, sangen wir regelmäßig zusammen das Gayatri Mantra vor dem Schlafengehen. Ich wusste nicht wirklich, was wir da sangen, und warum. Erst viel später habe ich diese kostbare Zeit schätzen gelernt."

Mit 11 Jahren brachte sie ihre Suche zu dem erleuchteten Mystiker Osho, dessen Schüler sie wurde. Später reiste sie zu dessen Ashram in Indien und studierte Massage, Shiatsu und Cranio-Sakrale Therapie.
In Osho's Ashram war es auch, wo sie und Miten sich trafen. "Obwohl ich 20 war und Miten 42, waren unsere Herzen sofort miteinander verbunden", sagt sie. "Ich wusste, dass er einer von Oshos Musikern war, aber das war alles - abgesehen davon, dass ich mich immer gut fühlte, wenn wir zusammen waren. Wir haben viel gelacht, und so ist es immer noch. Er schreibt die besten Lieder, und einige davon kannte ich von den Feiern im Ashram".

Miten, in London geboren, verbrachte die 60iger und 70iger Jahre als Sänger und Liedermacher in der aufregenden Welt des Rock'n Roll, nahm Platten mit den Kinks auf und tourte mit Fleetwood Mac, Ry Cooder, Lou Reed und anderen. Diese Zeit seines Lebens, obwohl spannend, ließ ihn unerfüllt: "Ich suchte etwas anderes in meinem Leben als die übliche Kost von Sex, Drogen und Rock'n Roll."

Er entdeckte Osho, als ein Freund ihm ein Buch über Zen gab, ließ seine Karriere hinter sich und wurde ein Mitglied einer Gemeinschaft von Meditierern. Hier fand er eine neue Art von Musik. "Es war eine erstaunliche Offenbarung. Ich war nicht vorbereitet auf die Heilkraft der Musik in der Gegenwart Osho's. Das hat mir die Augen dafür geöffnet, was wirklich sakrale Musik ist - obwohl sie vom Stil her westlich war, war sie erhebend und von spiritueller Natur. Diese Musik, zusammen mit dem gemeinsamen Leben, tiefen Beziehungen und Osho's Diskursen und Meditationen, heilte die Wunden, die ich im allgemeinen und in Bezug auf die Musik hatte."

1990, als er und Deva sich trafen, leitete er die Musik für tausende von Menschen, die an den Abendmedita-tionen im Ashram teilnahmen und lud schließlich Deva ein, mit zu musizieren. Später begannen sie zusammen Workshops und Konzerte in Europa zu geben.
Eines Tages entdeckte Deva das Gayatri Mantra wieder, das ihr so vertraut war, als ein Freund es sang. "Diesmal konnte ich die Kraft des Mantras fühlen wie nie zuvor, die starke Wirkung, die es auf mich hatte und seine Heiligkeit." Kurz darauf wurde das Album ‚The Essence' geboren, das bald an der Spitze der New Age Hitlisten stand. Deva und Miten wurden musikalische Gypsies und brachten die uralte Heilkraft der Mantras ins 21. Jahrhundert. Die Gepflogenheit, Sanskrit Mantras zu singen, ist seit langem ein Teil der indischen yogischen Tradition sowie des Tibetischen Buddhismus. Im Westen wurden, ebenso wie Yoga, auch Mantras in den letzten Jahren auf breiter Basis populär. Man hat sie hier angenommen als einen Weg, der Freude bringt, das Herz berührt und den Kopf beruhigt.

Deva meint: "Wenn du Mantras singst, betrittst du einen Zustand von friedlicher, lebendiger und erholsamer Stille. Das ist der Grund, warum alle Religionen und Traditionen soviel Wert auf das Singen in ihren Ritualen gelegt haben." Sie bemerkt auch, dass Mantras zu singen auf vielen Ebenen heilsam sein kann: "Die Sprache des Sanskrit basiert auf Energie - sie ist Klang-Medizin. Sie hat einen harmonisierenden und ausgleichenden Effekt auf die Energiezentren des Körpers, sowohl physisch als auch metaphysisch."
Die heilsame Wirkung der Mantra-Musik von Deva und Miten habe ich auch in meinen Heilgruppen erfahren. Wann immer ich Menschen in den inneren Raum der Stille führe, hilft es ihnen, den gesungenen Mantras einfach zuzuhören oder diese mitzusingen. Die Musik öffnet und berührt besonders das Herz-Chakra und unterstützt die Teilnehmer, mit sich selbst tiefer in Kontakt zu kommen. Dadurch öffnet sich ein "heiliger, innerer Raum", in dem Heilung und Segnungen von alleine stattfinden können.
Ihre Konzerte und Workshops sind mehr als Musik - sie sind Einladungen zu gemeinsamen, tiefen Momenten von Stille und Meditation. Ihre Zuhörer auf der ganzen Welt entdecken die transformierende Magie des Mantrasingens.

Deva sagt: "Die Stille ist da, weil sie in der Musik existiert. Sie muss nur aufgedeckt und erkannt werden. Es ist so leicht, die Stille in der Musik zu übersehen. Und doch ist sie es, die uns heilt, wenn wir ihr erlauben, da zu sein. Das ist einer der Hauptgründe, warum Miten und ich singen - um in Stille zu baden. Sie ist, was uns nährt, sie ist, was uns am Reisen hält. Für mich gibt es nichts Kostbareres als mit den Zuhörern gesungen zu haben, selig und ekstatisch und dann die tiefe Stille zuzulassen, die das Mantra bringt... so tief, dass Du mit geschlossenen Augen wirklich das Gefühl hast, dass da ‚niemand' anwesend ist, dass alle Persönlichkeiten sich in diesem winzigen, heiligen Moment aufgelöst haben."



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