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Ausgabe Mai 2010
Heilung desHerzens
von Andreas Krüger


Die zentrale Rolle des Herzens und wie ein aus dem Rhythmus gekommener Herzschlag wieder in den Takt finden kann - von Andreas Krüger, Homöopath und Leiter der Samuel-Hahnemann-Schule

Das Herz ist das Organ, das am meisten unter der Dynamik und der Lebenswirklichkeit unserer augenblicklichen Gesellschaft leidet.
Am besten kann man das in einer Romanserie erkennen, in der eine Art von Übermensch dargestellt wird und zwar in Form der Vampirfamilie Cullen und ihrem Oberübermenschen Edward - nachzulesen in der Serie "Bis(s) zum Morgengrauen" und in den dazu erschienenen Büchern. Diese Menschen sind über-stark, über-schön, über-schlau und dazu noch reich. Abgesehen davon, dass sie unsterblich sind, schlafen sie nicht, essen sie nicht und - was an dieser Stelle wichtig ist - sie haben keinen Herzschlag.
In einer Zeit des Über-Menschentums, des perfekten Menschentums, hört also scheinbar - zumindest in der Literatur - das Herz auf zu schlagen. Rudolf Steiner hat einmal den Satz gesagt: "Wer den Rhythmus verlässt, verlässt das Leben."


Die zentrale Funktion des Herzens

Das Herz ist das zentrale rhythmische Organ unserer menschlichen Spezies. Das Herz sorgt für den Rhythmus des Lebens, für Wärme und es versorgt uns mit Sauerstoff. Das Herz ist der Grundtrommelschlag, der uns in Bewegung hält. Der heile und gesunde Mensch ist also ein herzbewegter Mensch.

Wenn wir uns jetzt anschauen, dass - ähnlich wie bei den Vampiren - alles nur noch auf Höchstleistung und Perfektionismus und auf Coolness ausgerichtet ist, verwundert es nicht, dass unsere Herzen krank werden. Das Herz der Menschen und das Herz der Welt - denn auch die Welt hat ein Herz, was der Geomant Marko Pogacnik sehr schön beschrieben hat - wenn also diese Zentren aus dem Rhythmus kommen oder gar aufhören zu schlagen, weil es nicht mehr modern ist, Herz zu zeigen, dann macht das Herz durch Krankheit auf seine Minderversorgung aufmerksam.

Hier ist natürlich der Heiler, Heilpraktiker oder Schamane gefragt, weil er die Möglichkeit hat, dem Herzen wieder zu dem Platz und damit zu der Weite und dem Rhythmus zu verhelfen, der dem Herzen gemäß ist. Und das tut er, indem er die Frage stellt, warum das Herz kalt geworden ist. Es gab wunderbare Defa-Filme über das kalte Herz, wo z.B. jemand sein Herz an den Teufel verkauft hat, um sehr reich zu werden. Das ist ein ganz altes Bild: Wenn man richtig reich werden will, muss man dem Teufel sein Herz verkaufen. Ähnlich wie die Vampire haben die Reichen keinen Herzschlag mehr. Und das passt wiederum zur Bankenkrise - sie symbolisiert die Herzlosigkeit unserer Gesellschaft.


Homöopathisches Gold

Man könnte sagen, die Krankheit unseres Herzens ist letztendlich nur die innere Wirklichkeit der Herzkrankheit der kollektiven Wirklichkeit.
Das Interessante ist, dass in der Homöopathie das wichtigste Mittel für das gebrochene, kranke und depressive Herz potenziertes Gold ist. Gold steht in Zusammenhang mit dem Jupiterprinzip - also der Fülle - und der Sonne - der Lebenskraft schlechthin. Ganz viele Menschen sind am Herzen krank geworden, als das externe Gold - das Gold, mit der diese herzlose Gesellschaft versucht, sich einen neuen Gott zu schaffen, ähnlich wie das goldene Kalb in der Bibel - zusammenbrach.
Die Krankheit des Herzens ist immer eine Krankheit des Goldes und damit eine Erscheinung, die am Sonnenprinzip krankt. Hier hat die Naturheilkunde viel zu bieten. Das zentrale Mittel der Homöopathie ist "Aurum metallicum". Dieses Metall ist in der Lage, ein erkaltetes Herz wieder weich und warm werden zu lassen. Es ist das wichtigste Mittel bei Depressionen - ob Depression aus finanziellen Sorgen oder nach Börsencrash oder aufgrund von Arbeitslosigkeit.


Herzeinreibung

Es gibt eine praktische Übung, die wir auch an der Samuel-Hahnemann-Schule in dem Ausbildungsfach "personale Leibtherapie nach Dürckheim" lehren. Hier sitzt man neben dem Klienten oder dem zu Berührenden und man lauscht auf sein Herz, indem man die Hand darauf legt und spürt, was dieses Herz braucht.

Und dann gibt man in Form einer leib-therapeutischen Intervention diesem Herzen das, was es braucht. Das können Berührungen sein, das kann ein Ansingen sein oder ein Anpusten oder ein Streicheln oder ein Festhalten.

Diese leibtherapeutische Arbeit schließt man ab, indem man das Herz mit einer Salbe, in der Aurum und Lavendel enthalten ist, in Form einer liegenden Acht einreibt. Wer sich etwas Gutes tun möchte, der sollte diese Salbung täglich bei sich selbst durchführen - oder besser sich salben lassen -, denn sie hat einen ausgesprochen entspannenden, herzöffnenden und wärmenden Effekt. Ein weiteres ganz wichtiges Mittel für jemanden, der aus seinem Rhythmus gekommen ist, ist Lavendel. Wenn man sich Landschaften in Südfrankreich anguckt, wenn der Lavendel blüht, erkennt man, dass es sich um ganz besondere Landschaften handelt. Für mich haben sie eine unbeschreibliche Ausstrahlung von Frieden, Ruhe, Liebe, Freundschaft und Weite.


Herz und Ängste

Ein zentrales Symptom, wenn jemand aus seinem Herzrhythmus kommt, ist oft Angst. Man kann sagen, dass in unserer Gesellschaft die Angst grassiert. Wie viele Menschen schlucken tagtäglich Psychopharmaka, um überhaupt leistungsfähig und nicht von ihren Ängsten gelähmt handlungsunfähig zu sein. Wir sind eine Gesellschaft von Angstkranken und die Pharmaindustrie bedient uns mit Medikamenten, damit wir diese Ängste nicht wahrnehmen. Denn darum geht es letztendlich. Kein Medikament macht die Ängste weg, die entstanden sind, weil wir aus unserem Herzen und damit aus unserem Vertrauen und damit aus unserer Rückbindung gefallen sind. Es gibt seit einem Vierteljahr ein neues Präparat und ich bin gespannt, wann es verboten wird, denn es könnte die Umsätze der Pharmaindustrie senken. Dieses Präparat besteht aus Lavendelöl und wenn man das mit der Herzeinreibung und mit homöopathischem Gold und leibtherapeutischen Zuwendungen kombiniert, kann es Menschen helfen, sich von ihren Ängsten zu befreien.



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