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Ausgabe März 2010
Krankheit als Weg
Haidrun Schäfer befragt Andreas Krüger zu den Ursachen von Krankheit


Haidrun Schäfer: Was macht uns krank?

Andreas Krüger: Als demokratischer Heiler muss ich natürlich antworten: Ich weiß es nicht! Wenn ich sagen würde, warum ein Patient krank wird, wäre es für mich therapeutisch-verbale Gewalt. Als demokratischer Therape

Wie kann man diese Gründe feststellen?

Dafür steht uns z.B. die wunderbare Methode der Kinesiologie zur Verfügung. Auch Astrologie ist ein hilfreiches Mittel. Selbst gestalttherapeutisch gibt es Antworten, aber der sicherste Weg ist meiner Erfahrung nach die direkte Befragung über den kinesiologischen Muskeltest. Ich war einmal bei einem Kollegen, der bis auf den Tag genau den Grund für eine Erkrankung runtergetestet hat. Und er konnte testen, in welchem Konflikt mit welchem Menschen der Grund für die Erkrankung lag. Und er konnte testen, was ich aus dem Konflikt mit dem Menschen über mein Kranksein betreffs meiner Entwicklung zu mehr Freiheit und Souveränität lernen sollte. Ich glaube fest, dass jede Krankheit - Aids und Krebs eingeschlossen - nicht sinnlos ist, sondern eine tiefe und manchmal verrückte Kreation unseres Energiesystems. Außerdem glaube ich, dass jedes System den Sinn dieser Krankheit kennt und damit den Weg aus der Krankheit heraus. Wenn jemand mit einer schweren Grippe zu einem Homöopathen kommt und als Grund eine Verkühlung angibt, würde der normale Homöopath ein Grippemittel verordnen und eventuell erfolglos bleiben. Der demokratische Therapeut befragt das Energiesystem des Patienten und fragt, ob derjenige ein grippeepidemisches Mittel braucht und wenn das Energiesystem das verneint, muss man weiterfragen und kommt vielleicht zu dem Ergebnis, dass derjenige in eine Mausefalle geraten ist, in der ihm ein böswilliger Polizist ihm demütigend dargestellt hat, was für ein Versager er ist. Kaum sitzt derjenige wieder mit einem Strafzettel im Auto, bekommt er einen dicken Hals. Aber erst zwei Tage später blüht die Schweinegrippe. Das verordnete Mittel ist in diesem Fall kein grippe-epidemisches, sondern Staphysagria und zusätzlich gebe ich stündlich Propolis Sprühtinktur, um die Demütigung zu heilen. Ein Schulmediziner verschreibt Antibiotika, die die Symptome der Grippe wegmachen, aber trotzdem bleiben die Demütigungen im System. Und da Krankheiten, die unterdrückt werden, von außen nach innen gehen - Grippe ist noch ganz außen - hätte dieser Fall sich später vielleicht als chronisches Asthma ausgedrückt. Wenn wir einen Sinn finden, dann nur individuell. Und jede Krankheit ist sinnvoll. Alle Menschen, die sich mit dem Warum von Krankheiten im weitesten Sinne auseinander setzen möchten, kann ich nur das Buch von Thorwald Detlefsen und Ruediger Dahlke "Krankheit als Weg" empfehlen.


Was sind denn die Auslöser von Krankheiten?

Es sind Probleme, Situationen, Themen oder Traumata, auf die wir - aus welchen Gründen auch immer - nicht adäquat reagieren können, bei denen wir primär Dinge unterdrücken oder nicht ausdrücken können. Die Krankheit versucht nun, diesen Energiestau oder diese seelische Narbe durch ihre Symptome auszugleichen bzw. zu kompensieren und - das finde ich einen beeindruckenden Gedanken - den Heiler in eine Richtung zu führen, die ihm das Bewusstsein des Patienten nicht mehr geben kann, außer er testet das Energiesystem, um doch noch auf den eigentlichen Urgrund der Krankheit zu kommen. Samuel Hahnemann hat mal geschrieben, dass der einzige Grund für Symptome ist, dass der Homöopath es will. Also man könnte sagen, dass die Krankheit an sich nur der Hilferuf und der Wegweiser des Systems zur Lösung des Konfliktes ist, durch deren Nicht-Lösung und Unterdrückung die Krankheit entstanden ist. Der einzige Grund für Krankheit ist, dass wir scheinbar den Weg nicht sehen. Die Krankheit ist der Weg. Ein Mensch, der nicht mehr krank wird, ist entweder ein Buddha oder er muss sich nicht mehr bewegen.

Danke für Ihre Ausführungen und bis zum nächsten Mal.



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