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Ausgabe März 2010
Das ‚Zuviel’ im Leben
Barbara Ahrens über einen Weg, sich seinen eingefahrenen Gewohnheiten zu stellen.


Mit Spaß, Freude und ohne jegliche Interpretationen von anderen unseren eigenen, ganz individuellen Weg der Heilung finden...

Was ist Sucht?

Wer kennt es nicht, unser ‚Zuviel' im Leben? Wie gerne wären wir reine Vernunftwesen! Und doch, es erwischt uns alle, immer wieder: zuviel essen, zuviel trinken, zuviel rauchen, zuviel spielen, zuviel kaufen, zuviel arbeiten ...
Warum ist das nur zu menschlich - und gibt es einen Ausweg?
Die gute Nachricht ist, dass wir erst einmal an solchem Verhalten schuldlos sind, denn die Natur verführt uns dazu: Lust am Essen dient der Ernährung, Spaß am Sex der Fortpflanzung und weil wir alleine nicht überleben könnten, finden wir Gemeinschaft wohltuend. Ohne Glücksmomente könnten wir nicht existieren, weil uns der wichtigste Antrieb fehlt. Erkennt unser Belohnungssystem im Großhirn einen Reiz als für unseren Organismus nützlich, vermittelt es uns die Erfahrungen von Lust und Genuss, es schüttet vermehrt Dopamin aus.

Die schlechte Nachricht ist: Buchstäblich alles, was Freude macht, eignet sich als Gegenstand einer Abhängigkeit (obwohl laut WHO zur Abhängigkeit der Konsum einer Droge gehört). Am Beginn steht unser Wunsch nach Genuss, der uns ‚über die Stränge' schlagen lässt und unser Gehirn für diesen Reiz abstumpft. Im zweiten Schritt der Abhängigkeit verliert der Wunsch nach Genuss an Bedeutung. An seine Stelle tritt ein wildes, unkontrolliertes Verlangen.
Weil unser Kontrollsystem uns willentlich verzichten lassen kann, werden wir aber nicht alle Alkoholiker oder Raucher. Erst wenn dies durch äußere Umstände aus der Balance gerät, kann Belohnung zur Gewohnheit und Gewohnheit zur Sucht werden. Ob und wie schnell jemand in die Abhängigkeit gerät, hängt von der Genetik und der Stressempfindsamkeit ab. Manch einer ist (leider) trinkfest und hat unverwüstliche Atemwege.

Sucht ist Lernen auf Abwegen und wenn die Hirnfunktionen des Alltags einmal Amok laufen, wird die Abhängigkeit unwiderruflich. Unsere Neuronen passen sich dem ‚zuviel' an Dopamin an: der Nachschub wird gedrosselt und Rezeptoren verschwinden. Dies ist der finale Schritt in die Abhängigkeit.
Wer süchtig ist, leidet also nicht an Willensschwäche, wie wir Mitmenschen oft unterstellen. Vielmehr ist der Drang nach der Droge unwiderstehlich: Sie bewirkt die dringend benötigte Dopaminausschüttung und kann den Abhängigen in die Selbstzerstörung treiben. Sucht ist die größte denkbare Unfreiheit.


Das Gehirn hat keine Löschtaste

Sucht heilt nicht aus, und schon gar nicht lässt sie sich in einer einmaligen Willensanstrengung besiegen. Die Chancen, sich zu befreien, stehen zwar gut - aber nur für denjenigen, der bereit ist, hinzuschauen und auf die Spuren dieses Leidens sein Leben lang Rücksicht nimmt.
Der Schlüssel zum Leben ohne Sucht ist, den künstlichen Paradiesen ein farbiges Leben entgegenzusetzen. Zum Glück gibt es auf dem Weg dahin wundervolle Helfer! Für mich sind das Integral Deep Listening (IDL), Heilpflanzen und Ohrakupunktur in Verbindung mit homöopathischen Komplexmitteln.


Integral Deep Listening
Integral Deep Listening (IDL) gehört in den Bereich der Psychotherapie. Die von Dr. Joseph Dillard entwickelte Methode geht davon aus, dass alles, was uns widerfährt - alle körperlichen, geistigen oder seelischen Verletzungen -, ein Weckruf unserer Seele ist.
Durch eine von ihm entwickelte Interviewtechnik können wir deutlich den Anteilen in uns zuhören, die frei sind von Verletzungen, in denen wir mit einem Teil unserer Persönlichkeit feststecken. Erinnern Sie sich noch, wie Sie als Kind so getan haben als wären Sie Arzt oder Prinzessin oder Lokomotivführer?
In dieser Art und Weise schlüpfen wir in unsere inneren Anteile. Sie liefern uns wertvolle Hinweise, wo und wie wir feststecken und wie wir uns befreien können, ganz aus uns heraus, mit Spaß, Freude und ohne jegliche Interpretationen von anderen, zeigen sie uns unseren eigenen, ganz individuellen Weg der Heilung auf.
So hat eine Patientin das ‚Wagnis' bei ihren Gewichtsproblemen auf sich genommen und den Aussagen einer imaginären Palme aus einem Traum als Anteil Vertrauen geschenkt: Ohne Probleme konnte sie ihr Essverhalten umstellen, 5 kg Gewicht in 4 Wochen reduzieren und das jetzt auch seit fast einem Jahr halten. Ihr ganzes Geheimnis ist, als ihre Palme einkaufen zu gehen, sie ist ihr persönlicher Gesundheitsberater und als Eigenanteil auch noch sehr kostengünstig.

Integral Deep Listening lässt uns natürlich nicht nur mit unseren ‚Süchten' sondern auch mit all unseren Lebensthemen, Gefühlen und Beschwerden und Krankheiten ‚reden'.
Wer erst einmal ein paar eigene innere Dachse, Krokodile, Bäume oder Zitronenkuchen hat und denen auch noch zuhört, fühlt sich weniger alleine, hat mehr Spaß und bekommt praktische Hinweise zur eigenen Problemlösung. Eine weitere Besonderheit ist, dass jeder nach einiger Übung durchaus Interviews mit sich selber oder Gleichgesinnten führen kann.


Heilpflanzen

Bei den ‚mächtigen' Heilpflanzen schaue ich gerne auf unseren Hafer, Avena sativa. Dieses ‚barbarische Brotkorn', für das uns die Römer bemitleideten, hat es in sich. Haferstroh- und Haferkrautzubereitungen lindern Krankheiten, die durch Hitze hervorgerufen werden, sie kühlen.
So setzt die amerikanische Medizin Hafertinktur als Nerventonikum bei nervöser Erschöpfung, Alkoholismus und während der Opium- und Raucherentwöhnung ein. In der chinesischen Medizin heißt es: Hafer stärkt die Nerven, fördert klares Denken, lindert Depressionen und fördert Ruhe. Er stärkt das Nerven- und Immunsystem, steigert die Abwehr, tonisiert das Blut, Qi und die Essenzen, reguliert den Stoffwechsel, fördert das Wachstum und den Schlaf.
Aus einer weiteren spirituellen Perspektive ist Hafer ein Mittel zur Stärkung und Vermehrung der individuellen Inkarnationskräfte und zum Erden. So hilft Hafer etwa, wenn wir die Bodenhaftung verlieren. So können Nahrungsmittel durchaus auch heute noch Heilmittel sein, wobei es dabei schon auf die Dosierung ankommt.


Ohrakupunktur

Ohrakupunktur erlebe ich immer so, dass der Patient solange die Dauernadeln stecken, eine wachsamere Reflexion seiner Handlungen erlebt. Kommt die Gewohnheit, z.B. zur Schokolade zu greifen, kommt sofort der Gedanke: Was tue ich da eigentlich? So gewinnt er seine Handlungsfreiheit zurück und Gewohnheiten können durchbrochen werden. Ähnlich wirken nach meiner Erfahrung homöopathische Komplexmittel, wie Quadroplex RE

Barbara Ahrens ist ausgebildete Phytotherapeutin und Integral Deep Listening Anwenderin (IDL-Practitioner), seit 1998 in eigener Praxis tätig.


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