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Ausgabe März 2010
Vom Sinn und dem erfüllten „Ja“ zum Leben
ein Beitrag zum Thema "Was macht uns krank?"
von Lutz Wilde


Können Krankheiten einen Sinn haben?
Die Antwort kann nur individuell getroffen werden, denn jede(r) hat die freie Wahl sich für ein "Ja" oder für ein "Nein" zu entscheiden. Und doch ist es ganz wesentlich, wie Sie diese Frage für sich beantworten: Die An

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Mit diesem Beitrag möchte ich darlegen, was es bedeuten kann, wenn ich als Mensch krank werde und was es heißt, einer Krankheit einen (tieferen) Sinn zu unterstellen bzw. ihn zu verneinen. Ich möchte Sie einladen, Ihre eigene Meinung hierzu ganz bewusst zu erforschen, zu überprüfen oder zu hinterfragen.
Was geschieht, wenn ich Krankheiten als "sinnlos" ansehe? Dann muss ich die Krankheit als einen "Schicksalsschlag" betrachten, der willkürlich und ungerecht mich oder jeden(n) anderen trifft. Mensch selber wird "ohnmächtiger" Empfänger, dessen einzige Maßnahme darin bestehen kann, (negative) Auswirkungen zu reduzieren und zu hoffen, dass es möglichst problemlos von statten geht. Wenn ich den Sinn verneine, wird damit die eigene Selbstverantwortung, das Vertrauen in das Leben, in die eigene Kraft "erschüttert". Wie soll ich denn dann eine lebensbejahende Einstellung finden, vertreten, leben? Folgen wie Unsicherheit und ein Hang, sich vom Außen zu sehr beeinflussen zu lassen, sind eine logische Konsequenz.
Sieht so das Leben aus, das ich mir wünsche? Ich sage "Nein" und schaue mir an, was es bedeuten kann, wenn ich einen Sinn annehme.

Unterstelle ich der Krankheit einen Sinn, erlaube ich mir, dem Leben, dem Körper und den Geschehnissen ein tiefe (mir) wohlwollende Grundabsicht zuzugestehen. Das bietet mir die Chance, dass ich mich ebenso wohlwollend und aufgeschlossen auf das Leben, den Körper, die Geschehnissen einlassen kann. Nur so kann ich lernen, darauf zu vertrauen, dass mir das Leben, die Geschehnisse, meine Seele - auch eine Krankheit - etwas mitzuteilen oder zu geben haben. Und mit dieser wohlwollenden Absicht kann ich auch annehmen, dass diese Gaben wichtig für mich sind.

Es wird möglich, dass ich durch eigenverantwortliches Handeln den "Sinn" dieser Mitteilung oder Gabe "entschlüssele", mich anders entscheide und mein Leben ändere. Damit rege ich aus eigener Kraft meine Selbstheilungskräfte an - in der Verbindung zum Körper und dem Lauf des Lebens.

Welchen Sinn könnte denn eine Krankheit haben? Es könnte sein, dass z.B. ein gestresster Werktätiger zur Ruhe kommt, sich mit sich selbst beschäftigen muss. Er kann dem nicht ausweichen. Und sie / er sollte diese Zeit auch wirklich für sich nutzen, in sich spüren: Was will wir mein Körper oder diese Krankheit sagen? Mitunter fehlt einfach eine Pause oder die Möglichkeit, sich angemessen zu erholen. Es kann sein, dass sich in der Ruhe ein tiefes Gefühl wie "eigentlich möchte ich mich beruflich verändern" einstellt. Vielleicht kommen Bilder oder Erinnerungen von "früher" in das Bewusstsein. Vielleicht bringen sie lang vermisste Vitalität oder Lebensfreude mit sich. Oder man kommt zu neuen oder anderen Erkenntnissen in Bezug auf die eigene Geschichte oder das jetzige Leben in der Partnerschaft oder etwas ganz anderes.

Mitunter braucht der Mensch auch eine Krankheit, um ein inneres Bedürfnis zu befriedigen. Das kann bei Menschen der Fall sein, die keine oder nur wenig Gelegenheit haben zu kommunizieren. Hier hilft ein Leiden oder eine Krankheit, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Ob im Wartezimmer beim Arzt oder im "Aufmerksamkeit-auf-sich-Ziehenden" Straßengespräch: Mir geht es nicht gut - man hört mir zu - ich erhalte Aufmerksamkeit … Diese (unbewusste) Überzeugung kann vom besten Arzt nicht "geheilt" werden, wenn dieser Mensch nicht die persönliche Einstellung zu seinem Bedürfnis ändert. Z.B. indem sie/er sich selbstverantwortlich für die Erfüllung seines Bedürfnisses einsetzt, sich also bewusst Möglichkeiten zur Kommunikation sucht, ohne noch länger eine Krankheit dafür zu benötigen.

Und es wird klar: Der Sinn, das "Beteiligt sein" an der Situation will verstanden und umgesetzt werden. Das ist nicht immer leicht. Denn meistens sind es gewohnte (und geliebte) Einstellungen, Glaubenssätze wie z.B. "Ich kann das … nicht", "das darf man nicht", "das geht nicht … und bei mir schon gar nicht" die erkannt, auch in ihrer die Lebendigkeit einschränkenden Wirkung erkannt werden wollen. Ja, es erfordert Mut, sich selbst "ins Gesicht zu sehen". Doch mit der Zeit werden Sie erleben: Es bereitet mehr und mehr Freude. Man fühlt sich vitaler, fühlt mehr und tiefer, erlebt "sich selbst" neu, selbstbewusst…

Und was geschieht in diesem Prozess? Dadurch, dass ich den Sinn erforsche, lerne ich mich und das Leben tiefer kennen und lieben. Dieser Prozess lässt mich wachsen. Ich kann mein Leben und damit auch meine eigenen Empfindungen mehr und mehr aktiv und bewusst gestalten.
Ich wähle also mit meiner Entscheidung den Weg in die Ohnmacht oder den Weg in ein herausforderungsreiches und selbst verantwortetes Leben, eingebettet in ein großes Ganzes. Aber: Habe ich wirklich die Wahl? Ja! Diese Wahl hat jede(r). So einfach ist das. Dies konsequent umzusetzen, mag vielfältige Herausforderungen mit sich bringen. Doch dabei darf man sich sogar helfen lassen. (Und auch das ist für viele ein großer Lernschritt…)

Wenn ich aber so eine große Entscheidungsfreiheit habe, warum kann ich dann nicht ein Leben ohne Probleme und ohne Krankheit wählen? Oder anders gefragt: Wozu brauche ich dann Erlebnisse wie Krankheiten? Einfach um dich und dein Potential kennen zu lernen. Du wächst an den Herausforderungen, indem du sie einschätzen lernst und entscheidest: Lehne ich ab? Nehme ich an? Bleibst du in dem Prozess und nimmst auch "an", lernst du dich kennen, lernst dein Potential kennen und lernst Schritt für Schritt zu entscheiden, was du von dem Erkannten oder Bewusstgewordenen behalten und was du ändern willst. Du lernst, dich selber zu definieren, lernst deine kreative Schaffenskraft kennen und selbstständig und selbstverantwortlich zu verwenden. Und du lernst auch, dass du es bist, der entscheidet, ob das Leben sinnvoll, lebendig und interessant ist. Denn das Leben wird umso reicher, je mehr du den Sinn suchst - und dann findest. So wirst du zum bewussten Akteur deines eigenen Empfindens und Lebens.

Ich entscheide mich entweder für den Weg in die Ohnmacht oder für den Weg in ein herausforderungsreiches und selbst verantwortetes Leben...

In unserer Welt des freien Willens gilt natürlich auch das Gegenteil: Je mehr der Sinn negiert wird, desto sinnloser, kälter, ohnmächtiger und auch "ärmer" wird das (eigene) Leben und die Welt. Und so entscheidet deine Antwort auf die Frage nach dem Sinn, ob du im Wechselspiel zwischen Gesundheit und Krankheit ein mehr oder minder ohnmächtig Reagierender bist oder zu einem bewusst agierenden Lebens-Lernenden wirst. Du bist vom Leben aufgerufen, das zu erkennen und dich dann zu entscheiden. Immer und immer wieder - bis du dich selbst gefunden hast und dieses verinnerlicht hast - so geduldig und wohlgesinnt ist das Leben. Mach was drausIch glaube sogar, dass jede Krankheit immer auch einen Anteil hat, der seelisch bedingt ist, selbst ein Schnupfen. Vielleicht ist das dann der einzige Weg, um sich eine kleine Pause zu gönnen.
Wenn wir etwas Notwendiges nicht selber in Angriff nehmen, sendet uns unsere Seele Hilfstruppen in Form von körperlichen Symptomen. Unser Körper erledigt etwas für uns, was wir nicht selber erledigen.

Krankheiten sind also in einem gewissen Sinn Unterstützer auf unserem Lebensweg.
Wenn wir sie richtig zu deuten verstehen, können wir etwas verändern und hin wachsen zu dem Menschen, als der wir gemeint sind.

Lutz Wilde ist promovierter Physiker. Sein Weg führte ihn in die Akademie House of Shaman, in der er einfache und zugleich tiefe Geheimnisse des Lebens erkennen konnte sowie methodisch und energetisch ausgebildet wurde, diese Erkenntnisse lebensbereichernd anzuwenden. Inzwischen gibt er sein Wissen, Wege und Methoden selbst weiter.

Mehr dazu unter www.shaman.de.


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