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Ausgabe Februar 2010
Heilen mit Klängen: Die Sechs Heilenden Laute des Dao
von Wolfgang Heuhsen über Mantak Chia


Nicht nur die alten Taomeister wussten, dass Musik und Gesang großes, heilendes Potenzial haben. In allen Kulturen begleiteten Schamanen und Medizinmänner die Behandlung Kranker mit Gesängen und Tänzen.

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Der chinesische Arzt Sun Si Miao war beim einfachen Volk wegen seiner Kompetenz und ärztlichen Praxis als der „König der Medizin“ bekannt und fand schon 600 n. Chr. heraus, dass die Vibrationen bestimmter Töne Krankheitsverläufe positiv beeinflussen.
Der Ayurveda-Arzt Shri Balaji També schreibt: „Man muss die Zellen des Körpers in Schwingung versetzen. Denn über die Schwingung der Zellen lässt sich das Bewusstsein eines Kranken nachhaltig gesundheitsfördernd verändern. In der menschlichen Stimme schwingt die Seele des Singenden mit, der Klang der Stimme enthält dessen Eigenheit.“
Es war Großmeister Mantak Chia, der die Sechs Heilenden Laute im Westen maßgeblich bekannt gemacht hat. Die 5 Yin-Organe sind in der Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) eine lebenserhaltende Ganzheit, auf die sich die Sechs Heilenden Laute jeweils beziehen.
Die Sechs Heilenden Laute sind leicht erlernbar und erlauben eine direkte Einflussnahme auf unser Befinden. Zu den jeweiligen Organpositionen gehörende Bewegungsabläufe, kontrollierte Atmung und nach innen schwingende Laute lassen eine spezifisch auf einzelne Organe wirkende Heilkraft entstehen. Die genauen Zusammenhänge sind hier noch nicht erforscht, die effiziente Wirksamkeit der Sechs Heilenden Laute erstaunt und begeistert die Beteiligten jedoch immer wieder aufs Neue.
In der Praxis nimmt man eine bestimmte, zur Organposition gehörende Haltung ein, stellt sich die zum jeweiligen Organ gehörende Störungsqualität sowie ihre Transformation vor und summt mit der Ausatmung anhaltend den Heilenden Laut. Der Blick geht nach innen, die Absicht in der Vorstellung – in der TCM „Yi“ genannt – und die Vibration der eigenen Stimme erzeugen das Wirkungsfeld dieser Methode.



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