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Ausgabe Juni 2009
Energie und Struktur

Die Polarität von Erde und Himmel aus tantrischer Sicht - von Matthias Grimm.

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Es geschieht viel zwischen Himmel und Erde. Gestern war Gewitter. Dramatische Wolkentürme, grelle Blitze, Regen und dürstende Erde. Himmel und Erde - sie sind für die Menschen immer ein ergreifendes Sinnbild des Seins in seiner Gleichzeitigkeit und Polarität. Oben und Unten, Fruchtbare Materie und Raum der Vision, Plätze der Götter und Dämonen, Mutter und Vater, Mann und Frau. Und ...
Polarität und Einheit sind die ganz zentralen Themen aus tantrischer Sicht, eigentlich deren Essenz. Ganz besonders repräsentiert durch die archetypischen Aspekte männlich und weiblich in ihrem ewigen Spiel. Shiva und Shakti, Repräsentanten reinen Bewusstseins und reiner Energie. Grundbauplan der formenreich manifestierten Welt. Darüber und darunter zeitlose Einheit.
Tantrisches Wissen formt und entwickelt sich seit Jahrtausenden. So entstand ein Kanon nützlicher Praxis-Werkzeuge. Immer in der direkten Erfahrung, denn dieses Wissen entsteht durch präsentes Tun.
Margo Anands Skydancing Tantra ist eines der ersten neuzeitlichen Ansätze, dieses Wissen im kulturellen Kontext des westlichen modernen Menschen zu platzieren. Es entstand ein tiefgreifendes Programm, methodisch handhabbar, auf unser Leben und Lieben hin aufgebaut.
So wurde eine „Entwicklungshilfe“ geschaffen, die die besonders im Westen so verbarrikadierten Positionen von Körper und Geist wieder in einen schöpferischen Tanz zu bringen vermag.
Die westliche Kultur fußt wesentlich auf einer Trennung und Abgrenzung der Bereiche des Körper-Bewusstseins und des Verstandes-Bewusstseins. Offensichtlich spielt im Westen die Sexualität diese magische, unerlöste und zwang- und fetischhafte Rolle. Ein Grund, weshalb Tantra inzwischen automatisch und fast ausschließlich mit exotischer oder occulter Sexualität in Verbindung gebracht wird.
Tantrisches Tun ist selten Wellfeeling, Spa oder Fummeltruppe, aber ein großes Abenteuer der Veränderung, Entwicklung und der Präsenz. Alles ist möglich zwischen Himmel und Erde, auch all das Hängenbleiben und Scheitern. Ein großer Raum der Entfaltung.


Himmel und Erde in Bewegung setzen

Der Weg der Klärung ist praktizierte Bewusstheit. Klare Strukturen sind da hilfreich.
Es kann ein Weg emanzipierten Mannseins und emanzipierten Frauseins in ihrer jeweiligen grundlegenden Unterschiedlichkeit und ihrer Bedingtheit sein. Es gibt Schlüssel - Atem, Bewegung, Stimme, Bewusstheit.
Margos SkyDancing-Tantra-Rezeptur lässt in einem dreischrittigen Prozess eine wirksame und mit Spiellust erlebbare Leitlinie entstehen - Energiearbeit mit der zunehmenden Bewusstwerdung des Flusses. „Energy flows, where intention goes.“ Das Auslösen des Strömungsprozesses lässt einen den Fluss der Energie wieder erfahren, zeigt blockierende Narben und baut neue Flussbetten.
Mit dem Wecken der ekstatischen Reaktion kann man/frau mehr und mehr einen ganzheitlichen Zustand in der Einheit aller Bewusstseinsbereiche erleben. Ekstase ist das nicht mehr gehemmte Ausdehnen der Bewusstheit über Körperraum und Körperzeit.
Die Welle der Glückseligkeit schließlich ist eine wunderbare energetische Begegnung mit dir selbst, dem Anderen, von Innen und Außen. Es ist die Begegnung zweier Menschen in einem intensiven Energiefluß, in dem sich die Grenzen der Polarität auflösen. Verehrung, Erkennen und Aufgehen im immer absichtsloseren Verbinden des Energiestromes zweier Wesen, in unserer Unterschiedlichkeit als Frau und Mann, Ich und Du und dem Finden unserer gemeinsamen Heimat. Es ist intuitiv lustvolles, spielerisches Surfen auf all den Ebenen des Seins und umfassende Weisheit im wandernden Moment.



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