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Ausgabe Juni 2009
Mit der Seele sprechen

Schamanische Wege der Heilung beschreiben Katharina Meffert und Nina Freimann.

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Schamanen sind seit Tausenden von Jahren als Heiler bekannt. Auf allen Kontinenten dieser Erde gibt es weise Frauen und Männer, die nach schamanischen Traditionen mit der Seele oder den Ahnen kommunizieren, Heilrituale durchführen und energetische Kräfte ins Gleichgewicht bringen. Im Schamanismus drückt sich die Lebendigkeit uralten Wissens über die feinstoffliche Welt und ihre Wirkung in der Materie aus. Eines der wichtigsten Grundlagen ist die enge Verbundenheit von Körper, Seele und Geist. Ist die Kommunikation zwischen diesen Bereichen gestört, kann sich dies in Disbalancen, Energieblockaden bis hin zu seelischen und körperlichen Krankheitsbildern äußern. Der Schamane arbeitet mit den Ursachen und sucht die seelischen und energetischen Auslöser einer Krankheit oder einer Problemsituation. Dabei gibt es keine vorgeschriebenen Wege. Schamanismus ist individuell, kennt keine Schubladen. Denn jeder einzelne Mensch bringt seine ganz persönlichen Potentiale und Lebenserfahrungen mit.


Innere Reisen bei vollem Bewusstsein


Um mit dem Unterbewusstsein eines Klienten in Kontakt zu treten und Informationen zu erfahren, begibt sich der Schamane auf eine Schamanische Reise. Begleitet wird er dabei meist von einer Trommel oder Rassel. Während früher der Schamane für den Klienten gereist ist, ist es bei dem derzeitigen Energieanstieg der Erde immer leichter, den Klienten auf seinen eigenen Reisen zu begleiten. Bei dieser Reise mit dem Bewusstsein können seelische und unbewusste Bereiche betreten werden, die für das Tagesbewusstsein nicht zugänglich sind. Dort lassen sich Ursachen von Krankheitssymptomen finden, z.B. unverarbeitete Erlebnisse, Gedankenmuster oder nicht ausgelebte Kräfte. Auf dieser Reise werden die Auslöser nicht nur wahrnehmbar, sondern auch veränderbar. Ein Erlebnis kann losgelassen werden, Kräfte können angenommen werden. Das führt zu Veränderungen im Denken, Handeln und in den Emotionen bis zur Genesung körperlicher Symptome.
Eine ganz besondere Form der Schamanischen Reise ist die Seelenrückholung. Hat ein Mensch z.B. eine besonders schmerzvolle Situation erlebt, ist es möglich, dass sich Seelenpotentiale „abtrennen“, die diese Situation nicht verkraften können. Dies ist ein Schutzmechanismus. Die abgetrennten Anteile fehlen dem Menschen dann - aber er hat überlebt. In einer schamanischen Reise können diese Seelenpotentiale wiedergefunden werden. Die Integration der verlorenen Anteile wird oft von Prozessen des Erkennens begleitet. Das umfasst viele Bereiche, wie die Verarbeitung der erlebten Situation und Änderungen von Gefühlen oder aufgestellten Meinungen. Manchmal zeigen sich die Prozesse auch in ganz alltäglichen Dingen. Ist der wiedererlangte Seelenanteil mit der Kindheit verbunden, kann es beispielsweise sein, dass man für eine Zeit lang wieder mit einem Kuscheltier zu Bett geht. Wichtig dabei ist, dass der wiedergefundene Seelenanteil ausgelebt wird.


Mit der Seele reden

Die Arbeit mit dem Unbewussten und der Seele eines Menschen ist mitunter der wichtigste Bestandteil der schamanischen Heilarbeit. Ist die Seele nicht mehr in der Lage, mit dem Körper zu sprechen oder zwischen Körper und Geist zu vermitteln, kann ein Schamane diese Aufgabe kurzzeitig unterstützen. Beim Besprechen übermittelt der Schamane Worte der Seele an den Klienten. Dieser wird dabei meist in einen meditativen Zustand versetzt. Die gesprochenen Worte werden vom Tagesbewusstsein aufgenommen, dringen aber auch tief in das Unterbewusstsein. Sie tragen Impulse, die für den Körper wichtig sind und heilend wirken. Sie können z.B. helfen, Ängste zu lindern, hinderliche Gewohnheiten loszulassen oder Erlebnisse zu verarbeiten. Je nachdem, wie der Klient die Worte annehmen kann, stellen sich Besserungen bereits nach wenigen Tagen ein. Dann kann z.B. die Gürtelrose einfach verschwinden oder ein lang ersehntes Gespräch offen geführt werden. Manchmal braucht es eine Weile, bis der Körper die Worte der Seele annehmen und wirken lassen kann. Je nach Bedarf werden dann die Sitzungen wiederholt. In jedem Fall kommen die Worte immer vom Klienten selbst,
der Schamane ist hier nur der Mittler, der sie ausspricht.


Energien fließen lassen

Ein anderer Weg, die Seele zu unterstützen, besteht darin, den Körper und das Energiefeld von belastenden und störenden Energien zu reinigen. Manchmal tragen wir so viel Ballast in Form von Anspannung, Stress und schweren Gedanken mit uns, dass wir gar nicht mehr unsere innere Stimme hören. Bei einer Reinigung des Energiefeldes, das den Körper umgibt, werden nicht nur störende Fremdenergien abgeleitet, sondern auch Blockaden gelöst. Je nach schamanischer Tradition kann so eine Reinigung sehr unterschiedlich aussehen und zum Beispiel die Räucherung von Salbei oder Klangelemente mit Trommel und Rassel beinhalten. Dabei werden Energien ins Fließen gebracht und Informationen, die vorher „festsaßen“, können nun ins Bewusstsein gelangen. Das kann sich in Bildern oder Emotionen äußern. Manchmal wird dem Klienten einfach plötzlich klar, was zu tun oder zu ändern ist.


Erfüllung finden

Für uns als Schamaninnen ist es eine Erfüllung, mit dieser Arbeit Heilung und Ganzheit zu den Menschen aber auch in das eigene Leben zu bringen. Denn der Weg der Schamanen ist auch ein Weg der Selbst-Heilung. Er wird begleitet von vielen Prozessen und Erkenntnissen. Gehen kann diesen Weg jeder. Es gehört ein bisschen Mut dazu, in das eigene Herz zu schauen und sich den Wundern der feinstofflichen Welt zu öffnen. Belohnt wird man mit tiefen Erfahrungen und Einsichten und der Fähigkeit, andere Menschen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen zu können.


Die beiden Autorinnen Nina Freimann und Katharina Meffert arbeiten seit Jahren intensiv mit schamanischen Heilweisen. Um diesen Weg für Interessierte zu öffnen bieten sie Einzelberatungen, Ausbildungen und Abendveranstaltungen an.

weitere Infos unter www.schamanischeheilarbeit.de


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