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Ausgabe Juni 2009
Die Nacht der spirituellen Lieder


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Alwine Deege lebt in Aachen und ist die Erfinderin der ‚Nacht der spirituellen Lieder’. In Berlin findet diese Liedernacht nun zum sechsten Mal statt. Anlässlich dieses Events wird Alwine Deege nach Berlin kommen.

KGS: Was unterscheidet eine ‚spirituelle’ Liedernacht von einer Liedernacht?
Alwine Deege: Die Lieder sind nicht ‚irgendwelche’ Lieder, sondern es sind Lieder dieser Erde aus verschiedenen Traditionen und Kulturen, die Herz und Geist öffnen können und von der Sehnsucht unserer Herzen und der Suche nach dem Sinn des Lebens handeln. Zum Teil sind es religiöse Lieder oder Gebete, heilige Worte der Mantren, aber auch rhythmische, bewegende Lieder
aus Afrika, Hawaii oder der Indianer. Die Bandbreite ist groß von traditionellen Liedern bis zu eigenen Versionen von LiedermacherInnen und SängerInnen aus der spirituellen Singszene.


Wie sieht der praktische Ablauf aus? Muss man singen können und die Lieder im Vorfeld einstudieren?

Die Lieder sind so einfach, dass jeder sofort mitsingen kann. Normalerweise reicht es, wenn man sie ein- oder zweimal hört und dann einfach mit einstimmt. Wir singen ohne Noten, ohne jeglichen Leistungsanspruch. und ohne komplizierte oder lange Liedtexte. Die meisten Lieder bestehen aus einer Strophe, die öfter wiederholt wird, so dass jeder sie lernen und schon bald mitsingen kann.


Warum diese Events? Singen kann ich auch, wenn eine CD läuft und ich dabei bügle.

Es ist ein Unterschied, ob du alleine zu einer CD mitsingst oder ob due mit 400 anderen Menschen in einem großen Gesang ertönst. Diese Gemeinschaft von vielen Singenden zu erleben und darin einzutauchen, sich mittragen zu lassen und sich verbunden zu fühlen, dass kann ich beim alleine singen nicht erfahren. Irgendwann erfasst jeden einfach eine Freude, in dieser Musik getragen zu sein. Ob alt oder jung, singerprobt oder unerfahren –die Sänger finden Ruhe, Verbundenheit und Kraft und außerdem macht es viel Spaß.


Ziel ist also, einen gewissen meditativen Zustand zu erreichen und das Alltagsgeschehen zu beruhigen.

Es ist auf jeden Fall ein Weg, um nach innen zu gehen. Das immer wiederholende Singen bestimmter Passagen ist eine einfache Art, sich zu zentrieren. Manchmal tönen wir auch nur und jeder findet seinen eigenen Ton. Es ist immer wieder ein Erlebnis, den eigenen Ton wahrzunehmen. Das Singen ist ein direkter Weg zu unserer Seele und zu unserem Fühlen.


Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!
Das ausführliche Interview finden Sie unter www.kgsberlin.de


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