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Ausgabe Februar 2009
Yoga in der Familie

Nicolai Romanowski über Yoga-Rituale mit Kindern

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Kinder leben, wie wir Erwachsene, in einer durchgeplanten und hektischen Welt. Viele Kinder eilen nach der Schule zum Ballett, Fußballtraining oder zum Klavierunterricht. Wobei bei allem Wohlwollen vergessen wird, dem Kind einfach mal Zeit und Raum für sich, für seine Träume, für spontanes Spiel oder die kreative Umsetzung seiner Ideen zu geben.
Es sollten auch Rituale Zeit und Raum schaffen, in dem sich Erwachsene und Kinder in aller Ruhe und Gelassenheit begegnen können.
Yoga in der Familie kann helfen, den Alltag entspannter anzugehen und mögliche Konflikte gelassener zu bewältigen. Am besten, wir verbinden Yoga mit Phantasiereisen und Massagen.
Wichtig ist das Einhalten des Tagesrituals. Es sollte nur verändert werden, wenn andere Themen und Herausforderungen und Übungen wichtiger geworden sind. Und niemals sollten die Übungen mechanisch oder unter Zeitdruck durchgeführt werden.

Yoga Morgenritual
Eltern und Kinder nehmen gemeinsam die „Berghaltung“ ein:
m Nimm‘ eine aufrechte Stehhaltung ein. Die Füße sind schulterfrei voneinander entfernt und parallel zueinander. Stell‘ dir dann vor, von deinen Fußsohlen aus zu wachsen, wie die Wurzeln eines Baumes, tief in die Erde hinein. Ein leichter Wind kommt auf, dein Körper wiegt sich abwechselnd zur rechten und linken Seite. Komme dann wieder zur Mitte. Dein Körper wiegt sich jetzt im Wind nach vorne und nach hinten. Komme langsam zur Mitte zwischen vorne und hinten und rechts und links.
m Lege deine Hand auf dein Steißbein und die andere Hand unter deinen Bauchnabel auf. Kippe mehrmals im Wechsel dein Becken etwas ins Hohlkreuz und richte dein Becken wieder auf. Lasse dein Becken aufgerichtet!
m Sei passiv wie eine Marionette - der Puppenspieler hat seine Fäden an deinen Schultern und zieht sie mehrmals nach oben, hinten und zur Seite.
m Sei wie ein Berg, vom Becken abwärts fest mit der Erde verbunden und vom Bauchnabel aufwärts wie die Spitze eines Berges zum Himmel wachsen.

Ein „Gruß an die Sonne und die Tiere“, ein vereinfachter Yoga Sonnengruß empfiehlt sich ebenfalls für den Morgen.

Abends vor dem Schlafengehen empfehle ich immer eine kleine elterliche Rückenmassage. Sie beruhigt den Blasenmeridian des Kindes. Die Eltern können auch mit Klopfen, Zupfen und Streichen den Rücken des Kindes verwöhnen. Man kann so auch eine kleine „Gute Nacht Geschichte“ erfinden. Nachdem das Kind eingeschlafen ist, empfehle ich den Eltern eine Übung zur geistigen Wahrnehmung des Kindes.

Nicolai Romanowski, Leiter des Pädagogischen Forums für Yoga (PFY) und von zahlreichen Yogakursen für Kinder, Eltern und Pädagogen sowie Vater zweier Kinder. Weitere Übungen und Information, auch zur Ausbildung zum Kinderyogalehrer, finden Sie unter www.kinderyoga-online.de


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