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Ausgabe Februar 2009
Singen macht glücklich!

Ein Themenbeitrag von Frank Fiess, dem Leiter des Instituts für Lebenskunst und Tantra in Berlin.

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Als zwanzigjähriger junger Mann begegnete ich während meiner ersten Asienreise auf meinen Wanderungen in Nepal immer wieder tönenden, brummenden, singenden Menschen. Eines Tages fasste ich mir, schüchtern wie ich war, ein Herz und fragte einen alten Mann, der singend und tönend auf mich zu kam: „Warum singst du, warum tönst du?“ Er antwortete mir sinngemäß: „Wenn ich singe, dann kann ich keinen ‚Bockmist‘ denken, dann kann ich nichts Negatives über mich selbst und das Leben denken.“
Die Wahrheit in seinen Worten und die Klarheit in seinen Augen haben mich bis heute begleitet. Sie sind ein entscheidender Grund dafür, dass Klang und Gesang einen wichtigen Platz in meinem Alltag einnehmen.

Dieses Universum ist ein großes Lied
Die Quantenphysiker des zwanzigsten Jahrhunderts haben das bestätigt, was die alten Weisen schon vor Jahrtausenden sagten: „Alles ist Klang, alles ist Schwingung. Es gibt keine feste Materie. Materie ist nichts als Energie in einer bestimmten Schwingungsform.“
Klang ist mit der schnellste Weg für uns Menschen, die wir noch in der Dualität und der illusionären Realität der Trennung leben, in Einklang mit uns selbst und unserem göttlichen Wesenskern zu kommen. Klang hilft uns unmittelbar zu erleben – alles ist eins, alles ist verbunden!
Jeder Gedanke, jedes Wort, alles was wir sagen, alles was wir hören, hat eine Wirkung auf uns. Wir werden Tag für Tag beschallt, durch die Werbung, im Radio, in den elektronischen Medien ...
Oft sind die Schwingungen, die wir so aufnehmen, Schwingungen der Zerstreutheit, der Fremdbestimmung und manchmal sind es auch Schwingungen des Zweifels, der Angst, des Urteils und der Trennung. Gerade deshalb ist das Singen von spirituellen Liedern und Mantren so wichtig geworden. Ein Mantra ist etwas, worauf unser Geist sich stützen kann – etwas das ihm eine Richtung gibt und in seiner Göttlichkeit berührt. Eine Quelle der Kraft, die uns wieder mit unserem göttlichen Sein und unserem spirituellen Weg der Befreiung verbindet.
Singen macht schön, es heilt, es berührt unser Herz und unsere Seele. Es richtet unsere Zellen wieder aus, es aktiviert die göttliche Schwingung, die in jeder unserer Zellen darauf wartet, wieder klingen zu dürfen.
Überall auf der Erde meditieren, beten und singen Menschen: für den Frieden, für die Einheit des Stammes der Menschen, für die Tiere, die Natur und die geliebte Erde!
Veranstaltungen wie die „Nacht der spirituellen Lieder“ und andere Gesangsveranstaltungen stärken die Schwingung der Einheit im Herzen, auf der Erde und im Universum. Eines nicht mehr so fernen Tages werden in den Stadien dieser Welt nicht mehr „nur“ Madonna, die Rolling Stones, Céline Dion oder Bryan Adams auftreten, sondern sich viele tausende Menschen treffen, die die Lieder des Friedens und der Einheit im Herzen singen.

Der Autor Frank Fiess ist Heilpraktiker für Psychotherapie, Tantra-, Yoga- und Feuerlauflehrer. Gemeinsam mit Michaele Kuhn leitet er seit 1991 das Institut für Lebenskunst und Tantra und bietet dort interessierten Menschen einen Raum, in dem sie sich in ihrem göttlichen Wesenskern zentrieren und die Liebe zu allen Wesen und zur Erde feiern können.


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