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Ausgabe Dezember 2008
Liebe oder Macht?

Wir haben die Wahl – ein Beitrag von Saganja Derißen

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Geboren als Kind der Mutter, geboren als Kind des Vaters kommen wir mit geöffneten Fontanellen angebunden an die universelle Weisheit und Liebe hier auf der Erde an. In dem Moment unserer Ankunft sind wir vollkommen und rein. Doch nach einigen Jahren schließen sich die Fontanellen und all das, was unsere Vollkommenheit ausmacht, zieht sich nach und nach vor der Außenwelt, die auf uns ein stürmt, zurück und verschließt sich eingekapselt ganz tief in unserem Herzen. Die Regeln der Struktur, die sich über Jahrhunderte auf der Welt aufgebaut haben, bestimmen nun unser Leben und wir fließen nun mit dem Strom der Allgemeinheit. Bis eines Tages die innere Stimme in uns nicht mehr überhörbar ist und die Fragen immer lauter gestellt werden: Wer bin ich? Wo will ich hin? Was ist der Sinn meines Lebens?
Seit vielen Jahrhunderten beschäftigen sich die Menschen immer wieder mit diesen Fragen. Und zu jeder Zeit gab es für die entsprechende Epoche eine Antwort, die jeweils den zu erlernenden Aspekt offenbarte. So gelang es uns im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Potentiale zu erfahren und in unseren feinstofflichen und physischen Körpern zu integrieren.
Zu Anbeginn der Zeit, als die Menschen im Einklang mit dem Göttlichen lebten, das Göttliche in sich selbst zu verwirklichen und zu leben wussten - zu jener Zeit wurden Macht und Liebe als liebevolle Macht und machtvolle Liebe aus dem Herzen heraus gelebt, die weibliche und die männliche Hirnhälfte gleichmäßig genutzt und das Spiel der Geschlechter mit- bzw. gegeneinander war unbekannt. Dies änderte sich, als sich das Bewusstsein von Macht und Liebe sich trennten und die Macht aus dem Kopf heraus zu leben begonnen wurde und die Liebe im Herzen verkümmerte.
Matriarchat und Patriarchat lösten sich im Laufe der Jahrhunderte das ein und andere Mal ab. Der Kampf der Geschlechter begann und hält bis zur heutigen Zeit an. Die Folge davon sind eine verdrehte Sicht- und Lebensweise, was „Weiblichkeit“ oder „Männlichkeit“ bedeutet.
Weiblichkeit im ursprünglichen Sinne bedeutet: Weichheit, Zartheit, Sensibilität, Kreativität, Fantasie und Spontanität, Anbindung an die eigene Intuition und somit die Verbindung zur schöpferischen, zeitlosen, allumfassenden Energie – die Qualität der Liebe des Herzens.
Männlichkeit im ursprünglichen Sinne bedeutet: Systematik, Folgerichtigkeit, Analytik, Durchführung – die Qualität der Macht.
Gelingt es uns - wieder - einen reinen Zugang zu diesen Qualitäten zu finden und in Resonanz zu leben, so bewegen wir uns aus der „Kampfzone“ des „Wollens“ und des „Machens“ heraus. Nehmen wir wahr, was die Zeit uns sagen will, vertrauen wir auf unser Gefühl, dass uns führt und uns zur rechten Zeit am rechten Ort die rechte Handlung ausführen lässt, so entsteht in unserem Leben Ruhe, Frieden, Liebe und wir leben in unserem eigenen Lebensfluss wie ein Strom, der seinem natürlichen Verlauf folgt und nicht von der Allgemeinheit kanalisiert wurde.
Doch wie erreichen wir dies? Jeder von uns war schon einmal verliebt. Hat dieses Gefühl genossen, zu lieben und geliebt zu werden und aus dieser Verliebtheit heraus Höchstleistungen vollbringen können. Nichts schien unmöglich. Wir fühlten uns wohl in diesem verliebt sein, geborgen und sicher.
Diese Liebe jedoch, die wir auf den anderen projizieren, gilt es erst einmal zu uns selbst zu entwickeln, indem wir bereit sind, diese tief in unserem Herzen verborgene Kapsel der eigenen Vollkommenheit und der reinen Liebe für uns zu nutzen. Trauen wir uns, diese Kapsel zu kontaktieren, tauchen wir ein in den Kontakt zu unserer energetischen Mutter und unserem energetischen Vater, dann lernen wir wie selbstverständlich und in Leichtigkeit unsere weiblichen und männlichen Aspekte in ihrer ursprünglichen und reinen Form in unser eigenes Leben zu integrieren.
Ja, aber ... dürfen wir das? „Ja, aber“ ,so sagte einmal ein Meister, „ist das Mantra der Jammerer. Werft für jedes „Ja, aber“ Fünf Mark in eure Spardose und ihr werdet Euch innerhalb kurzer Zeit, einen schönen Urlaub leisten können.“ „Ja, aber“ drückt nichts anderes aus, als ein freundlich und höflich formuliertes „Nein“ - ein „Nein“ zu sich selbst. Ein Nein zur Annahme des eigenen Potenzials, der eigenen Fähigkeiten, zum eigenen Lebensweg. Ersetzen wir also jedes „Ja, aber..“ durch ein „warum nicht.“
Bekennen wir uns zu der Liebe, die seit Anbeginn aller Zeiten in uns ruht und fangen an, die scheinbar unlösbaren Probleme in unserem Leben zu „belieben“ statt vor ihnen zu erstarren. So verlieren die Steine, die wir uns selber auf unseren eigenen Lebensweg werfen, ihren Schrecken und ihre Größe, wodurch unserer eigener Lebensfluss wiederum seinen ureigensten Weg wieder leichter und freier nehmen kann und einfache Lösungen unserer Probleme wie von selbst auftauchen.


Halten Sie nun beim Lesen dieses Artikels einen kurzen Moment inne. Erinnern Sie sich bitte für eine kurze Weile an eine Situation in Ihrem Leben, in der Sie absolut glücklich waren und das Gefühl hatten, mit Ihren Armen die ganze Welt umarmen zu können. Lassen Sie nun zu, dass Ihre Zellen diese „Glücksinformation“ wie selbstverständlich aufnehmen und der Wunsch in Ihnen zur Gewissheit wird, dass Sie in jeder Sekunde Ihres Lebens dieses Gefühl leben möchten. Die Bank des Lebens stellt Ihnen dafür auf Ihrem Lebenskonto jeden Tag 86.400 Sekunden zur Verfügung. Leben und genießen Sie Ihren Reichtum!



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