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Ausgabe November 2008
Zum Glück ins Jetzt!

Ein KGS Gespräch mit dem Autor und Energieseher Martin Brune - über Energiearbeit, Heilung, Lebensglück und sein neues Buch.

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Das Gespräch führte Armin Seifer.


Wie wird man zum „Energieseher“? Ist es Bestimmung oder entdeckt man diese Gabe sozusagen zufällig?

Niemand „wird“ zum Energieseher – jeder ist es im Grunde genommen schon, denn jeder Mensch trägt die Fähigkeit, Energien zu sehen, in sich. Bei den meisten Menschen unserer Zeit bleibt dieses natürliche Talent leider unterentwickelt. Ob jemand seine seherischen Fähigkeiten zur Berufung macht, hängt aber tatsächlich von seiner persönlichen Bestimmung ab.


Wie haben Sie diese Fähigkeit bei sich entdeckt?

Entdeckt hatte ich diese Fähigkeiten schon als Kind, aber mein Lebensumfeld war dafür nicht förderlich. Das änderte sich durch eine schwere Krankheit, die ich unbewusst über 25 Jahre hatte und die im Alter von 30 Jahren voll ausbrach. Ich landete für sieben Monate in zwei psychiatrischen Tageskliniken – so begann meine „Entwicklung“ als Energieseher.


Konnten Sie von da an auch ein neues Leben führen?

Zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich war am Anfang. Nach der Tagesklinik begegnete ich meiner tiefsten Angst: abzusteigen, nicht überleben zu können, mit meiner Krankheit leben zu müssen. Denn ich war immer noch geplagt von Albträumen und Platzangst, Unsicherheit und Panikattacken, von Juckreiz und Verspannungen, Magen- und Rückenschmerzen, um nur einige meiner Symptome zu nennen.


Haben Sie versucht, alleine damit fertig zu werden, oder nahmen Sie Hilfe in Anspruch?

Sie haben eine leichte Psychose, sagten die Therapeuten. Ohne Hilfe ging es also nicht. Da waren zuerst meine Eltern, die für mich da waren, obwohl sie schon über siebzig waren. Ich nahm ärztliche Hilfe in Anspruch, ich hatte eine sehr fürsorgliche Hausärztin, weiterhin einen hervorragenden Psychoanalytiker. Ich kam mit der Bilderflut in meinem Inneren nicht klar – mit den Monstern, die förmlich aus den Köpfen der Menschen um mich herum krochen. Wie Schnappschüsse reihten sich ihre Fratzen aneinander. Ohne die Unterstützung dieser wundervollen Menschen würde ich nicht mehr leben. Deswegen gilt auch allen mein größter Dank.


Und irgendwann kam dann der Punkt, an dem Sie gemerkt haben – es geht nicht mehr?

Ja, einige Zeit später kam dann der Bruch. Meine Depressionsschübe wurden wieder stärker, so stark, dass ich sie nicht mehr nach außen vertuschen konnte. Die Ärzte sagten zu mir „Damit müssen Sie halt zu leben lernen …“


Sie waren zuvor als Unternehmer und Ingenieur sehr erfolgreich. Was war mit dieser Karriere?

Die war damit beendet. Endgültig. Und das machte mir Angst. Riesige Angst.


Und wie kamen Sie aus diesem tiefen Tal heraus?

Die Begegnung mit einem indianischen Heiler brachte den Durchbruch. Ich wurde schlagartig von meiner Depression geheilt. Und glauben Sie mir – ich konnte es selbst nicht glauben. Heute weiß ich, dass es nicht der Heiler war, der mich heilte, sondern ich heilte mich selbst.


Können Sie heute erklären, wie das funktioniert hat?

Die Energiearbeit lässt sich nur schwer in Worte fassen. Bei mir selbst hat ein tiefes, bedingungsloses Ja-Sagen zum Schmerz zu einer Veränderung von Grund auf geführt. Das lief über den Lichtkörper – ich kann es nicht anders sagen, auch wenn es vielleicht seltsam klingt.


Das klingt so, als sei es sehr schwer, die „Energiearbeit“ zu verstehen?

Bei der Energiearbeit haben wir es tatsächlich mit einer ganz anderen Welt zu tun. Mit der unsichtbaren Welt der Energien. Einer Welt, die ohne Ursache und Wirkung auskommt. Die unsere Bestimmung nicht von der Vergangenheit abhängig macht oder von der einen, unwiederbringlichen Chance, die man ordentlich vermasseln kann. Diese Welt kennt auch keine Wünsche oder »Ziele«, deren Sklave man bis zu ihrer Erfüllung ist. Nicht einmal Glück in dem Sinne, dass man es erreichen muss. Diese Welt mag noch nicht einmal Fragen. Es handelt sich um die Welt der Energie.


Und doch sind da Zusammenhänge zwischen dieser Welt der Energie und unserem Leben?

Ja, auf jeden Fall. Die Idee von Trennung ist eine absolute Illusion – alle Welten sind miteinander verbunden. Durch meine Arbeit entdeckte ich immer mehr den Zusammenhang zwischen der Stärke von Problemen und dem Verfehlen des eigenen Lebensweges, des Traums, der Berufung, der eigenen Bestimmung.


Wie kann ein Mensch seine wirkliche Bestimmung finden?

Zunächst muss man den Begriff der Bestimmung definieren. Bestimmung ist kein von einer äußeren Macht schicksalhaft aufgepresstes Korsett, aus dem man nicht aussteigen kann. Im energetischen Kontext heißt Bestimmung, dass wir ein Leben leben, in dem wir in unserer Kraft sind, im Fluss der Naturkräfte in uns sind. Welcher Berufung wir nachgehen, welche Beziehungen wir dann leben, wo wir wirken, ist der energetischen Bestimmung nicht wichtig, sondern „nur“, ob wir uns wohlfühlen.


Wieso können wir das Lebensglück erfolgreicher Menschen nicht einfach kopieren?

Weil wir eine eigene, individuelle Lebensaufgabe erfüllen müssen - Jeder von uns. Wir müssen unseren persönlichen Weg finden, mit dem wir inneren, wirklichen Reichtum leben können.


Wie finden wir diesen Weg?

In welcher Form auch immer, jedem Menschen begegnen mehrmals im Leben Zeichen. Es sind oft Vorzeichen. Da wir aber unglaubliche Kopfmenschen sind, schaffen wir es immer wieder vor ihnen wegzurennen.


Führt der Weg zu unserer Bestimmung immer durch ein körperliches oder seelisches Tief, oder ist es möglich, seine Bestimmung auch einfach so zu entdecken?

Nicht jeder muss seine Bestimmung, so wie ich, erst durch ein schweres Problem finden. Es gibt Tools und Techniken, die man erlernen kann, um die Bestimmung ohne schwere Krankheit und in diesem Leben zu finden.


Und Sie bringen dieses Wissen jetzt anderen Menschen bei?

In der „Energieschule“ lernen Teilnehmer „Energietechniken“, um ihre Bestimmung zu entdecken – in diesem Leben. Im Visionskurs lernt man, seine Träume zu „manifestieren“, also im wahren Leben zu verwirklichen. Und, glauben Sie mir – es könnte sich herausstellen, dass der Grund für Ihr Dasein auf der Erde durch Ihr Büroschild nur sehr unzureichend gekennzeichnet ist …


Warum muss ich dazu erst bestimmte „Energietechniken“ erlernen?

Nach den Aussagen vieler Mysterienschulen ist das Wissen um unsere wahre Lebenssituation nicht nur im Erinnerungsvermögen des physischen Körpers verankert, sondern vor allen Dingen im Speichervermögen des Lichtkörpers. Das habe ich durch meine Arbeit wieder entdeckt. Das ist neu, aber auch alt, wie man will. Dieses Wissen war vor Tausenden von Jahren auch Bestandteil unserer Kultur – nur ist es in Vergessenheit geraten. Heute denken wir, jedes Trauma, jede Erinnerung sei im Gehirn und damit im Kopf gespeichert.


Kann man „Störungen“ und „Traumata“ wirklich lokalisieren?

Wenn man sagt „im Lichtkörper“, klingt das zunächst einfach …
Natürlich ist das ein sehr vereinfachtes Beispiel, aber es zeigt, dass man sich bei dieser Arbeit durch die drei Ebenen Körper, Seele, Geist bewegt. Die tiefste Quelle liegt im leuchtenden Energiefeld des Menschen – in seinen Chakren. Alle Informationen »stecken« quasi in diesem Lichtfeld, das den physischen Körper umhüllt.


Wie äußern sich „Störungen“ im Lichtkörper?
Findet man dort dunkle Flecken, sind dies einfach ausgedrückt, die Energiestörungen. Auf der psychischen Ebene machen sie sich als Traumata bemerkbar. Auf der physischen als entsprechende Körpergefühle. Durch die Energiearbeit werden diese Flecken beseitigt, dann ist das Chakra „sauber“. Der Mensch durchläuft diesen Klärungsprozess aber auch im äußeren Leben: indem er energetisch „heller“ wird, zieht er auch im Außen „hellere“ Situationen an.


Was genau steckt in einem solchen dunklen Fleck?

Zunächst einmal Information, auch wiederum in Form von Energie. Sobald ein Fleck sichtbar geworden ist, kann der Energieseher dem Klienten helfen, ihn zu verändern. Das geschieht durch die Intention. Der Energieseher »nimmt« durch die Intention den schwarzen Fleck aus dem Chakra, also aus dem Lichtkörper des Klienten. Da somit die Quelle der Energiestörung entfernt wurde, kann auch das psychische Problem behoben werden.


Was meinen Sie mit „Intention“?

Es geht um „Verändern“ durch „Annehmen“. Das Licht des Bewusstseins verändert die Energie. Der Energieseher unterstützt andere in diesem Prozess.


Herr Brune, zum Schluss, was hat Sie bewogen ein Buch über Ihre Arbeit zu schreiben?

Ich wollte nie ein Buch schreiben. Energetisches Wissen lässt sich nur erfahren, niemals in seiner Ganzheit aufschreiben. Die Teilnehmer meiner Energieschule brachten aber Literatur anderer Richtungen mit in die Kurse. Da ich eine eigene Form der Energiearbeit erforscht und erfunden habe, habe ich dann ein eigenes Buch darüber geschrieben.


Vielen Dank für das Gespräch.

Buchtipp:
Martin Brune,
Zum Glück ins Jetzt! Die Energieschule fürs Leben
221 Seiten, ISBN 978-3-7787-7359-8, Ansata Verlag,
Euro 16,95


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