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Ausgabe November 2008
Anamnese, Diagnose, Irisdiagnose, Pulsdiagnose

Stichworte zum Thema Körperwahrnehmung

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Anamnese

Im Rahmen der Anamnese (von griech. anamnêsis „Erinnerung“) wird die Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuellen Beschwerden erhoben. Die biographische Anamnese ist darüber hinaus erweitert auf die gesamte Lebensgeschichte des Patienten. Eine sorgfältige Anamneseerhebung schließt biologische, psychische und soziale Aspekte mit ein. Die dabei erhaltenen Einzelinformationen erlauben oftmals Rückschlüsse auf Risikofaktoren und kausale Zusammenhänge. Ein therapeutisches Anliegen ist damit nicht direkt verbunden, wenngleich bereits allein das Reden über die Probleme eine heilsame Wirkung haben kann. Ziel der Anamnese ist die größtmögliche Einschränkung der in Frage kommenden Diagnosen, vorzugsweise anhand von Leitsymptomen und Ausschlusskriterien. Um eine definitive Diagnose stellen zu können, sind im Anschluss daran meist noch weiterführende Untersuchungen notwendig.

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Diagnose

Das Wort stammt aus dem griechischen und bedeutet wörtlich „die Durchforschung“ im Sinne von „Unterscheidung“, „Entscheidung“; „die Erkenntnis“, „das Urteil“. Sie ist in Berufen der Gesundheit wie Medizin, Pflege, Physiotherapie oder der Psychologie die genaue Zuordnung von Befunden - diagnostischen Zeichen oder Symptomen - zu einem Krankheitsbegriff oder einer Symptomatik. Im weiteren Sinn handelt es sich bei der Diagnose um die Zuordnung von Phänomenen zu einer Kategorie.

Diese Entscheidung für eine bestimmte Krankheit oder Verletzung (Kategorie) anhand der erhobenen, d. h. wahrgenommenen Befunde (Symptome und/oder Zeichen; Phänomene) muss auch aus rechtlichen Gründen schriftlich dokumentiert werden. Bei der Erstellung einer Diagnose wird häufig intuitiv oder explizit das Bayes-Theorem angewendet. Jedoch findet auch intuitiv eine Zuordnung von bekannten Symptombildern zu einer oder mehreren Kategorien bzw. Diagnosen statt.

Die wichtigsten diagnostischen Methoden in der Medizin sind die Anamnese (Krankengeschichte, Befragung des Patienten, unter Einschluss der Aktualanamnese bis hin zur Sexual- und Sozialanamnese), die körperliche Untersuchung des Patienten unter Einsatz der Sinne und einfacher Hilfsmittel, die Labordiagnostik (Untersuchung von Blut, Urin etc.), bildgebende Verfahren ohne und mit Kontrastmittel, die Messung elektrischer Felder des Körpers und Funktionsuntersuchungen.

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Iris-Augendiagnose

„Die Irisdiagnose ist die Kunst, mittels derer es sich ermöglichen lässt, aus der Farbe, der Dichtigkeit und den mannigfaltigen Zeichen der Regenbogenhaut den körperlichen und auch den geistigen Zustand eines Menschen zu ergründen.“ Obwohl die topographische Karte von Pezcely immer noch ihre Gültigkeit hat, wurde dieses Diagnoseverfahren immer weiter entwickelt.Im Rahmen der praktisch-empirischen Erfahrungsmedizin richtet sie sich hauptsächlich auf die Therapie. Durch bessere technische Möglichkeiten (Irismikroskope, Irisphotograpie) und intensiver Forschung ist die Aussagekraft von Iriszeichen und Topographie immer weiter vervollständigt und präzisiert worden. Das gesamte Auge - nicht nur die Iris, deshalb spricht man lieber über Augendiagnose und nicht nur über Irisdiagnose - gibt uns Auskunft über den Zustand der Organe, des Bewegungsapparates einschließlich der Wirbelsäule, des Nervensystems, der Gewebsflüssigkeiten, der Lymphe, des Blutes und allgemein über die (besonders wichtig für die Homöopathie) „Konstitution“ und Krankheitsdisposition des Patienten. Das wird ermöglicht durch die Iristopographie und der Kenntnis über die Zeichen, Formen und Phänomene, die auftreten können, sowie durch die eingelagerten Farbpigmente. Der Streit um die wissenschaftliche Anerkennung der Irisdiagnose ist allerdings (noch) nicht beigelegt. Untersuchungen zum Verhältnis von Irisbefund und klinischem Befund lassen jedoch hoffen, daß sich auch in diesem Bereich Erfahrungsmedizin und Schulmedizin einander annähern. In der Zwischenzeit muß sich der Praktiker an dem Motto: „Wer heilt hat recht“ orientieren.

Heilpraktiker-Nachrichten, www.heilpraktikerverband.de


Pulsdiagnose in der TCM

Zirka zwischen dem 2. und 8. Jahrhundert unserer Zeitrechung wurde in China die Pulsdiagnostik entwickelt, die Anfänge reichen aber wohl schon 2700 Jahre zurück. Andere Quellen sprechen die Entdeckung der Pulsdiagnostik dem legendären Arzt Bian Que zu. (ca. 500 Jahre v. Chr.).

Mehr als die anderen Teile der chinesischen Diagnostik ist die Pulsdiagnostik ein subjektives Diagnoseverfahren und erfordert Erfahrung.In früheren Zeiten wurde die Pulstastung auch an verschiedenen Stellen des Körpers vorgenommen, die deckungsgleich mit bestimmten Akupunkturpunkten sind. An jedem Handgelenk lassen sich drei Taststellen finden. Eine wichtige Voraussetzung für die Tastung selbst ist, dass sie in größter Ruhe und Konzentration stattfindet. Die durchschnittliche Dauer der Pulstastung sollte mindestens ca. 10 Minuten, kann sich jedoch über 30 Minuten hinziehen.
In der TCM werden üblicherweise 28 pathologische Pulse unterschieden. Sie unterscheiden sich unter anderem in schnell/langsam, oberflächlich/tief sowie nach Länge und Form der Pulswelle.
Zur Pulsdiagnostik sind bisher nur wenige, teils widersprüchliche klinische Studien durchgeführt worden. Aus konventionell-medizinischer Sicht erscheint die Zuordnung der Organe zu bestimmten Tastpunkten willkürlich. Unterschiedliche Qualitäten im Sinne von Stärke, Gleichmäßigkeit, Frequenz sind dagegen auch der westlichen Medizin bekannt und bewiesenermaßen grob mit bestimmten Krankheitsbildern verbunden.

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