aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe November 2008
Gesundheit muss von innen kommen

Eine völlig neue Herangehensweise an Krankheit. Die Krankheit wird zu unserem Führer und Begleiter, zu unserem Navigator.

art59145
Denn Krankheiten und Krankheitssymptome haben einen Sinn! Ihre Aufgabe ist, uns an etwas zu erinnern, etwas, das uns im Alltagsdenken nicht mehr zur Verfügung steht. Mit seinen Symptomen zu reden, Gefühle zu heilen und Heilungsprozesse von innen her anzustoßen, ist sinnvoll und therapeutisch wirksam. So die ÄrztinDr. Dorothea von Stumpfeldt in Ihrem Themenbeitrag für die KGS Berlin.


Wir sind entfremdet von dem, was uns am nächsten ist und uns am Vertrautesten sein sollte. In dieser Entfremdung gründet unsere eigentliche Angst. Es ist Zeit, dass wir uns der letzten, unerforscht gebliebenen Hälfte der Welt zuwenden. Eine rasant ansteigende Zahl physischer und psychischer Krankheiten, die sich herkömmlichen Therapieverfahren entziehen, teilt uns dies mit: Es ist allerhöchste Zeit, die menschliche Innenwelt (wieder-)zu entdecken.
Nichts kennen wir heute weniger, als die Dimensionen, die in uns liegen. Wovor aber haben Menschen Angst, wenn sie nach innen blicken sollen? Selbst diejenigen, die die menschliche Innenwelt zu ihrem Beruf gemacht haben, schrecken vor einer direkten Berührung mit dem inneren Sein angstvoll zurück. So bleiben uns die immensen Möglichkeiten, die wir aus einer bewussten Begegnung mit der inneren Welt schöpfen könnten, verborgen. So stehen wir weiterhin ungläubig und staunend vor so genannten „Wunderheilungen“, die unserem schulmedizinischen Wissen widersprechen und die wir als Randerscheinungen und Einzelfälle abtun. Eine Vielzahl von Methoden helfen KlientInnen von außen zu unterstützen. Trotzdem ist die entscheidende Frage weiterhin Tabu:
Ist es nicht logisch, dass wir das menschliche Innenleben nur sehr oberflächlich von außen wahrnehmen können? Dem Inneren im Außen begegnen - wie soll das gehen? Wie will ich Inneres kontaktieren, wenn ich nicht wage, nach innen zu gehen?

Um mich in inneren Welten zurechtzufinden, muss ich mit den Gesetzmäßigkeiten innerer Welten vertraut sein. Ich muss sie ebenso kennen, wie die Gesetzmäßigkeiten der äußeren Welt. Genau dieses Wissen fehlt uns. Dieses Nicht-Wissen lässt das menschliche -„Innen“ so bedrohlich erscheinen. Menschen fühlen sich hilflos inneren Phänomenen ausgeliefert und manche erleben es als große Gefahr. Denn wer die Sprache nicht versteht und weder Bedeutungen noch Regeln kennt, ist den Ereignissen in der Fremde tatsächlich hilflos ausgeliefert.

Die Gesetzmäßigkeiten unserer inneren Welt zu ergründen, gestaltet sich nicht so schwierig, wie viele Menschen befürchten. Mit ihnen lernen wir das immense Potential unseres eigenen Innenlebens, unseres nicht-physischen Seins kennen, das weit über träumerische Entspannungstechniken und ekstatische Zustände hinausreicht.
In der inneren Welt unserer Gefühle, Gedanken und Bilder wurzeln Lebenssinn und Lebensfreude. Hier lernen wir, uns selber anzunehmen und zu lieben. Hier bewahren wir die gespeicherten Erfahrungen der Menschheit. Hier können wir mit lebenden Menschen ebenso in Kontakt treten, wie mit Verstorbenen, mit einem Körperteil ebenso sprechen, wie mit einem körperlosen Phänomen. Und: Hier können wir den „energetischen“ Ursachen körperlicher oder seelischer Krankheiten begegnen und sie in Liebe erlösen. Nicht selten reicht dies, um sogar für „unheilbar“ Erklärtes zu heilen. Unsere Innenwelt beginnt nicht irgendwo, sondern gleich in uns selbst. Wie wir uns in ihr bewegen können und wie hier Heilung geschieht, dies erfahren wir in Kontakt mit ihr und somit mit uns selbst. Die Reise ins eigene Innere lädt nicht nur kranke - und deshalb besonders wagemutige - Menschen ein. Sie öffnet ihre heilsamen Tore in uns allen.
Wenn etwas Nicht-Physisches, wie Gefühle, unseren Körper so stark beeinflussen kann, dass es Krankheiten produziert, so ist es nahe liegend, dass sich auf derselben Ebene auch Krankheiten und Probleme auflösen können. Da wir zu Allem und Jedem Gefühle und/oder innere Bilder auf unserer nicht physischen Seinsebene besitzen oder entwickeln können, können wir von hier aus auch auf Alles Einfluss nehmen. Dies können wir allerdings nur, wenn wir die Gesetzmäßigkeiten dieser Ebene verstehen, das heißt wenn wir wissen, wie wir hier Veränderungen bewirken können.
Wie also wirksam werden, wenn unser eigener Willen keine Macht über diese Bereiche unseres Seins hat?
Hier genau setzt die Emotionale Prozess Arbeit an, in emotionalen Prozessen wirksam zu arbeiten, im nicht physischen „inneren Raum“ sensibel und bewusst zu handeln und zu gestalten. So können wir alle Komponenten unseres Seins - auch und gerade die, die uns Probleme bereiten - ebenso achtsam und respektvoll ansprechen, wie wir anderen Menschen und Wesenheiten begegnen, deren Vertrauen wir gewinnen möchten.

Es hilft nichts, einen Schmerz wegzureden: er wird wieder kommen. Doch wir können den Schmerz so behandeln, als wäre er ein beseeltes Wesen, ein wichtiges Gegenüber, das etwas zu sagen hat. Wir können ihn ganz genau wahrnehmen, ihn freundlich ansprechen, ihm sagen, dass wir ihn wahrnehmen, ihn fragen, ob er uns etwas sagen oder zeigen möchte, ihn fragen, was er braucht, und vor allem ihm „zuhören“ und jede kleine Veränderung würdigen. Auf diese Weise tauchen wir langsam in einen inneren Prozess, ein. In diesem Prozess werden wir nichts werten und vergleichen, sondern uns von den auftauchenden Gefühlen und Bildern ganz individuell führen lassen. Auf diese Weise können wir zu der inneren Weisheit und Lösung vordringen, die jedem Phänomen selbst innewohnt. Das heißt wir werden von den einzelnen Komponenten, denen wir uns zuwenden, selbst erfahren. Was sie bedeuten und was sie jeweils brauchen, damit es ihnen gut geht. Und wir werden im inneren Prozess dafür sorgen, dass sie bekommen, was sie brauchen. Der einzige „Wert“, an dem wir uns also orientieren, ist der tiefe Wunsch, dass es allen Anteilen und Phänomenen, die sich auf der inneren Reise zeigen, gut gehen möge. Geht es allen gut, haben sie alles, was sie brauchen, so müssen sie nicht mehr „anklopfen“. Sie heilen. Heilen auf diese Weise die Gefühle und inneren Bilder, so heilt auch die Person, die sich auf die Reise in ihre nichtphysische Wirklichkeit begeben hat. Dies habe ich genau so unzählige Male erlebt, und zwar sowohl bei schwerwiegenden Krankheiten, als auch bei scheinbar unlösbaren Problemen.


Emotionale Prozessarbeit in der Praxis
Der Verstand ist ein wunderbarer Führer durch das Leben. Er beobachtet, schätzt ein, lässt uns nachdenken und handeln. Nur mit solch wunderbarem Verstand ist unser Leben hier möglich.

Dann sind da noch die Gefühle. Ohne sie geht nix. Sie sind der Schlüssel zu unserem Sein, zu unserer Herkunft, zur Welt. Zu unseren Organen, zu unseren Krankheiten, zu unserem Befinden. Danke Verstand! Und jetzt laden wir Dich ein, uns zu den Gefühlen zu begleiten. Die Gefühle werden vielleicht jetzt zum ersten Mal gehört und wahrgenommen.
Hallo Gefühle! Wollt ihr etwas sagen oder zeigen? Kann ich etwas für euch tun? Mit diesen 3 Sätzen erschließt sich die innere Welt (und die äußere). Bei der kleinsten inneren Veränderung auf diese 3 Sätze: „Danke, dass du da bist. Bitte sprich weiter“ – und das innere Universum beginnt sich zu erschließen. „Hallo Rückenschmerzen, hallo Migräne, hallo Durchfall: was willst Du mir sagen oder zeigen? Kann ich etwas für Dich tun?“ – und weiter geht’s.
Es zeigen sich Bilder, Erinnerungen aus dem direkten Umfeld oder aus früheren Generationen oder aus der Kindheit - manchmal zeigt sich das kleine Kind, das wir einmal waren und bittet um Aufmerksamkeit oder um noch benötigte Hilfestellungen. Die Symptome haben ihre Aufgabe des aufmerksam Machens dann erfüllt und lösen sich auf.

Das Buch zur Methode: Dorothea von Stumpfeldt, Eine heilsame Begegnung mit der inneren Welt, Euro 16,80, ISBN 978-3-87776-651-4, www.stapp-verlag.de/


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.