aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Juni 2008
Mit dem Herzen fühlen

Haidrun Schäfer im Gespräch mit dem Heilpraktiker Anton Neumann über Möglichkeiten, sich von Rucksäcken aus vergangenen Leben zu befreien.

art57101
Haidrun Schäfer: Wenn wir davon ausgehen, dass wir schon mehrmals auf der Erde inkarniert waren und uns nicht immer wie Engel verhalten haben, gibt es die eine oder andere Rechnung, die wir nicht bezahlt oder Schuld, die wir auf uns geladen haben? Mit der Radionik arbeiten Sie mit „Energie“ und sind damit nicht an Raum und Zeit gebunden. D.h. es ist möglich, sich von Altlasten aus vergangenen Leben zu befreien?

Anton Neumann: So ist es und die Zeitqualität ist im Moment sehr günstig dafür. Die Menschen sind aufgerufen, in ihrem Leben ihre Frequenz zu erhöhen, indem sie die Altlasten abstreifen. Das geht über die Akzeptanz, dass es Altlasten gibt und die Auseinandersetzung damit. Dafür gibt es therapeutische Ansätze, die Hilfestellung leisten, um diese Mäntelchen abzulegen und die Zwiebelschalen zu lösen, damit der eigene Kern zum Vorschein kommt. Wir haben alle – unbewusste – Verträge mit unseren Eltern und unseren Ahnen. Diese Verträge hindern uns daran, unser ureigenstes Ziel oder Wesen zu finden. Ich kann meinen Frieden erst finden, wenn ich ihn mit meiner Familie bzw. meiner Herkunftsfamilie gefunden habe.

Wie finde ich den Schlüssel, um die Tür zu öffnen?

Es gibt immer ein Schlüsselerlebnis und wenn man das findet, decken sich alle verdeckten Karten auf. Meine Beziehung zu Vater und Mutter in diesem Leben ist gleichzeitig ein Ausdruck für die Beziehung zur göttlichen weiblichen und männlichen Energie. Wenn ich Probleme mit der Mutter habe, fühle ich mich eigentlich von der göttlichen Mutter verlassen oder betrogen, weil irgendwann einmal eine Situation stattgefunden hat, wo ich nicht das geleistet habe, was von mir verlangt wurde. Ich denke, es geht um eine gewisse Einstellung: Wir müssen anerkennen, dass wir göttliche Wesen sind, die auf dieser Erde wandeln dürfen und sich auch mit Mutter Erde verständigen. Dazu gehört auch, die Liebe anzunehmen und unser Dasein respektvoll zu gestalten.
Lee Carroll hat in seinem ersten Buch geschrieben, dass es durchaus erlaubt ist, Erdöl aus der Erde zu gewinnen, aber bitte mit dem entsprechenden Bewusstsein der Dankbarkeit. In Bayern und Baden-Württemberg ist es heute noch Brauch, dass die Bauern am Vorabend, bevor der Baum geschlagen werden soll, zu ihm hingehen, anklopfen und den Baumgeist bitten, den Baum zu verlassen. Das tun die in der Regel auch. Wenn man das nicht tut, sind die Geister sauer und richten sich mit ihrer Energie gegen uns. Es geht darum, sich mit Mutter Erde zu verbinden und die Energie zu spüren.
Das funktioniert aber nicht, wenn ich mit meiner Mutter oder meiner Oma keinen Frieden gemacht habe. Hier handelt es sich um ein weit verbreitetes Phänomen: Die weibliche Energie ist über die mütterliche Energie gestört. Daher auch die Umweltzerstörung: Das ist der Kampf gegen Mutter und Mutter Erde.

Wie können wir Frieden finden?

Es gibt ein Universum in uns, das ähnlich unendlich ist wie das äußere Universum. Und dahin können wir reisen. Meine Aufgabe ist, den Menschen zu helfen, das Licht wieder anzuzünden und die Verbindung zu sich selbst zu finden, denn dann können sie die Rückverbindung nach Hause herstellen. Die Reise geht nach innen, ins eigene Herz.
Ziel ist, mit sich selbst verheiratet zu sein – mit sich selbst rückverbunden. Religio ist die Rückverbindung nach Hause und das bedeutet auch, Frieden zu schließen mit den Ahnen. Über das eigene Herz.

Ich danke Ihnen für das Gespräch.



Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.