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Ausgabe Juni 2008
Jeder Mensch ist ein Lichtwesen...

Was können Ursachen für schwierigen Eltern-Kind-Beziehungen sein? Haidrun Schäfer im Gespräch mit der Leiterin des Lichtzentrums, Saganja.

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Haidrun Schäfer: Warum sind wir hier?
Saganja: Die Erde ist ein Planet, wo der Himmel auf Erden ist. Wir sind hier auf einem Schulungsplaneten, wo wir die Möglichkeit haben, uns in unserer gesamten Vollkommenheit zu erfahren als das, was wir sind. Der Ursprungsgedanke ist: Jeder Mensch ist Lichtwesen, war Lichtwesen und wird Lichtwesen sein. Zwischendurch haben wir uns für die Dualität entschieden, für einen Körper und erfahren damit die Begrenzung des Körpers. Dualität heißt: schwarz-weiß, gut-böse, stark-schwach. Um das in der ganzen Komplexität zu erfassen, ist es wichtig, dass man die einzelnen Aspekte erkennt. D.h. ich muss wissen, wie es ist, wenn ich gut bin und auch wie es ist, wenn ich böse bin. In jeder Inkarnation kann man einen Teil von sich erleben und erfahren. Dafür hat man sich die richtigen Mitspieler ausgesucht. Vor der Inkarnation findet die Entscheidung für das nächste Lebensziel statt. Wenn diese Entscheidung getroffen ist, entscheidet die Seele, wo und bei wem sie inkarniert: Welche Voraussetzung müssen die Eltern haben, damit ich an das Hauptthema herankomme. Wenn eine Seele die Komplexität von Liebe erfahren möchte, dann sucht sie sich ein Elternhaus, wo wenig Liebe ist.
Das leuchtet mir überhaupt nicht ein. Wenn ich Liebe erfahren möchte, suche ich mir doch ein liebevolles Elternhaus.
Aber wenn du geliebt und behütest und wertgeschätzt wirst, warum solltest du dann noch irgendetwas unternehmen, um mehr darüber zu erfahren? Derjenige, der geliebt und wohlgenährt aufwächst, hat dann andere Ziele im Leben. Manche Wesen möchten z.B. die Selbständigkeit erfahren: Wie ist es, für sich selbst zu sorgen und auf eigenen Füßen zu stehen?
Warum haben so viele Menschen leidvolle Erfahrungen mit ihrer Familie?
Wenn die Seele sich entscheidet zu inkarnieren, sucht sie sich ein Elternpaar aus, bei dem sie viel lernen kann. Nun ist Leid für den Menschen eine relativ sichere Methode, etwas zu verändern und damit auch zu lernen. Noch leben wir nicht im goldenen Zeitalter, noch gibt es wenige Ehen, die den idealen Nährboden für die optimale Entwicklung eines Menschenkindes bieten.
Jedes ungelöste Thema ist also eine Wachstumschance für die Seele. Und so hat jede Familie ein Ursprungsthema, das es zu lösen gilt. Je bewusster jeder einzelne ist, desto mehr Chancen gibt es für die Erlösung. Außerdem ist es so, dass Kinder noch um die Dinge wissen, die die Eltern nicht leisten und wollen es ihnen abnehmen. Durch das, was sie ihrer Mutter oder ihrem Vater glauben abnehmen zu können, übernehmen sie ihr Elternkarma. Das ist ein Teil des Ahnenkarmas, denn auch Eltern sind nur Kinder ihrer Eltern, die sich vorgenommen haben, ihren Eltern etwas abzunehmen.
Karma bedeutet allerdings nicht, dass es immer leidvoll sein muss. Es gibt Familien, die kommen seit Generationen als Ärzte auf die Welt, immer mit dem ursprünglichen Heilwissen.
Was kann man machen, um „verschlepptes“ Karma zu lösen?
Seit ca. sieben Jahren gibt es – wieder – eine Heilmethode, die nennt sich „Eltern-Karma-Ablösung“. Durch energetische Arbeit werden die genetisch-karmischen Lichtstrukturen von der Mutter und dem Vater, die sich über die Lichtstrukturen des Kindes gelegt haben, aufgelöst.
Durch diese Überschneidungen kann es dazu kommen, dass das Kind nicht sich selbst lebt, sondern von den Eltern deren Charaktereigenschaften oder Krankheiten oder Verhaltensweisen übernimmt, um es für die Eltern aufzulösen. Aber im Grunde ist damit keinem geholfen, denn das Kind übernimmt etwas für die Eltern, ohne es wirklich lösen zu können.
Im Deutschen gibt es das Sprichwort „geteiltes Leid ist halbes Leid“. Das ist völliger Quatsch, denn richtig ist, dass geteiltes Leid doppeltes Leid ist.
Wie merke ich, dass eine Eltern-Karma-Ablösung sinnvoll für mich wäre?
Wenn ich entweder ein gestörtes Verhältnis zu einem oder beiden Elternteilen habe. Wenn ich sie nicht gerne besuche. Wenn die selben Krankheiten immer wieder in der Familie auftauchen.
Wenn ich das Gefühl habe, ich bin in meinen Entscheidungen nicht frei, sondern habe immer im Hinterkopf, was die Eltern wohl dazu sagen würden. Wenn ich merke, dass ich die gleichen Verhaltensweisen wie die Eltern habe.
Was ändert sich nach der Ablösung?
Durch die Durchtrennung der energetischen Bindungen verändert sich das Verhältnis zu den Eltern grundlegend. Danach kann man sich auf einer freien Ebene begegnen und das Verhältnis wird freier – bindungsfreier und losgelöster.
Bei mir selber war diese Erfahrung sehr beeindruckend, weil zwischen mir und meiner damals 78 Jahren Mutter nach 46 Jahren der Kampf vorbei war.
Das hört sich verlockender an als 10 Jahre Psychoanalyse.
Es dauert genau eine Stunde. Das ist die neue Zeitqualität. Uns stehen einfachere und effektivere Werkzeuge als noch vor 20 Jahren zur Verfügung.
Mögen diejenigen, die die Kette des Leids durchbrechen wollen, zu dir finden. Vielen Dank für das Gespräch.

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„Man sagt, der Fötus im Bauch der Mutter kenne alle Rätsel der Welt. Bei seiner Geburt lege ein Engel ihm seinen Finger auf den Mund. Das Gesicht des Kindes trage diese Spur, eine dünne Furche, die von der Oberlippe bis zur Nase führt. Die Berührung durch den Engel bringe das Neugeborene nicht nur zur Ruhe, sie schenke ihm außerdem Vergessen. Denn wer am Anfang nicht alles vergesse, könne später nichts mehr lernen.“
(aus Agnès Desarthe: Ein Geheimnis ohne Belang)

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