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Ausgabe Juni 2008
Die Eibe in neuem Licht

Anlässlich des Berlinbesuches von Fred Hageneder drucken wir einen Auszug aus der Einleitung von seinem Buch „Die Eibe in neuem Licht“

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„In den deutschsprachigen Ländern ist die Eibe ein unscheinbarer Baum geworden, den kaum jemand kennt. Das war nicht immer so, im Gegenteil: Ihr äußerst langsames Wachstum macht ihr Holz, zusammen mit dem des Buchsbaumes, zum härtesten und dauerhaftesten einheimischen Holz Europas und so wurde ihr hoher praktischer Nutzwert bereits in der mittleren Steinzeit voll erkannt. Die Verarbeitung von Eibenholz zu einer Vielzahl von Gegenständen, Werkzeugen und Waffen hielt bis ins Mittelalter ungebrochen an. Dann kam es zur ökologischen Katastrophe, von der sich die Eibenbestände Europas bisher nicht wieder erholt haben. ...

Meine weltweite Detektivarbeit auf den Spuren dieses Baumes zeigte schnell, dass das philosophische Konzept des Weltenbaumes (oder Baum des Lebens) genau in jenen alten Kulturen entstanden war und über lange Zeiträume Verbreitung gefunden hatte, in deren Territorium die Eibe wächst. Die wichtigsten Eigenschaften des mythologischen Weltenbaumes – er ist immergrün, er ist älter als die anderen Pflanzen- und Tierarten, er lebt ewig, wurzelt tief und schlangengleich, ist vorwiegend ein Gebirgsbaum, trägt süße Früchte, kann sogar Axt und Feuer überleben und spendet sowohl lebensrettende Medizin als auch tödliches Gift – passen zudem genau und ausschließlich auf die Eibe, sie sind deckungsgleich. So wird hier die These vorgelegt, dass der mythische Baum des Lebens eine real existierende „Vorlage“ hat.“
Mit freundlicher Genehmigung des Neue Erde Verlags.



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