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Ausgabe April 2008
Die Gemmotherapie


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Die Gemmotherapie nutzt das gesamte Potential der Pflanze in ihrer embryonären Form. Es handelt sich hierbei um eine „globale, umfassende Energie- und Zellphytotherapie“.
Die Methode geht zurück auf den belgischen Arzt P. Henry, der seine Arbeiten 1970 unter der Bezeichnung „Phytoembryotherapie“ veröffentlichte. Der französische Arzt M. Tétau gab ihr den seitdem gebräuchlichen Namen Gemmotherapie. Die embryonären, pflanzlichen Gewebe wie Knospen oder junge Triebe beinhalten die gesamte Kraft der späteren Pflanze. Sie enthalten mehr Nukleinsäuren und damit genetische Information als die anderen Gewebe, aber auch Wachstumshormone, Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und vor allem den Saft des Baumes.
Der gemmotherapeutische Extrakt stellt ein wahrhaftes Konzentrat an Informationen dar. Er enthält das vollständige Potential des Baumes, aus welchem die Knospe entspringt. Demzufolge besitzt das Glyzerinmazerat der Linde sowohl die beruhigende Eigenschaft der Blüten als auch die reinigende und entwässernde Wirkung des Stieles. Das Gleiche gilt für die Knospe des Weißdorns, welche die Eigenschaften sowohl der Frucht mit Wirkung auf den Herzmuskel als auch der Blüte mit Wirkung auf den Herzrhythmus besitzt. Die konzentrierte Gemmotherapie verwendet Knospen und junge Triebe von Bäumen und Sträuchern, die in frischem Zustand unmittelbar nach der Ernte durch Mazeration in einer Mischung aus Wasser, Alkohol und Glyzerin zubereitet wurden.



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