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Ausgabe Februar 2008
Worte, Sprache und Magie


art54116
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal.
Aus dem Talmud


Die Kraft des Wortes

Das Wort als Ausdruck der Gedanken
"Am Anfang war das Wort… und das Wort ward Schöpfung" heißt es in einem der bekanntesten Texte der Welt. "Das gesprochene Wort ist die stärkste Ausdrucksform eines Gedankens", sagten bereits die Weisen in allen Zeiten. "Ein Gedanke wird durch den Odem (Atem Gottes) über die Stimmenbänder in Schwingung gebracht. Durch den Hohlraum des Rachens mittels Zunge und Lippen wird die Schwingung in Töne ‚umgeformt', die dem Gedanken physisch hörbaren Ausdruck durch das so entstehende Wort, gesprochene Wort, geben", sagt der Philosoph. Ein geistig orientierter Schüler, der mit der Kraft des Wortes arbeiten will, lernt daher zuerst, seine Gedanken zur Ruhe zu bringen, sie vollkommen zu kontrollieren und nur die inneren Impulse zuzulassen, die von Gott aus der Quelle seines Zentrums - dem Herzen - kommen. Gedanken, sowie daraus entstehende Worte, sollten daher wohl überlegt, d.h. besonnen, eingesetzt werden, denn sie drücken unsere innersten Empfindungen und Vorstellungen aus.

Heilen durch Worte
Im kirchlichen Bereich wird uns die Macht des Wortes besonders deutlich. Verstärken wir einen konzentrierten Gedanken, gepaart mit dem festen Willen, und sprechen ihn im Namen des Höchsten - Gottes - aus, dann kann keine Macht der Welt dieser Kraft des gesprochenen Wortes widerstehen.
Die Kirche nennt diesen Akt Exorzismus. Er wird bei Wahngegebenheiten eingesetzt, um durch die Schwingung der Worte Befreiung und Gesundheit herbei zu rufen. Das Gebet, von "Gebe bitte" - die Bitte an Gott zu helfen - verbunden mit dem innigsten Wunsch (Glauben) der Genesung, ist die am weitesten verbreitete Form, die Heilkraft der Worte zu aktivieren.
Reicht die eigene Kraft dafür nicht aus, nehmen viele Menschen die Hilfe von Heilern in Anspruch. Energetisch gesehen ist ein wahrer Heiler ein Fürsprecher, ein "Energieverstärker", der unterstützend und selbstlos durch seine Konzentrationskraft die kosmischen Heilungsenergien in die Stoffwelt des Patienten "herunterzieht". Hierbei gibt der Heiler durch seine "Verstärkertätigkeit" der kosmischen Energie automatisch seine persönliche Prägung. Er verbindet sich dabei mit der Heilungsenergie und wird nach dem kosmischen Gesetz so zu einem Teil der Heilkraft und ist von ihrer Wirkung abhängig.
Kann der Kranke die so aktivierte Heilenergie annehmen, wird er nach dem Verlauf seines Karmas gesunden. Nimmt er dagegen die Heilkraft innerlich nicht an, fließt sie durch die persönliche Prägung des Heilers wieder direkt zu diesem zurück. Die rückfließende Energie hinterlässt beim/am Heiler die vorher durch energetische Berührung mit dem Patienten aufgenommenen Krankheitselemente. Diese verbleiben beim Heiler und werden nun ein neuer karmischer Teil seines Wesens. Dies ist der Grund, warum Heiler, die viele Jahrzehnte so halfen, plötzlich selbst schwer krank werden. Die Summe der Krankheitsablagerungen ihrer Patienten wirken sich dann bei ihnen physisch aus. Vom Heiler fließt die nun gereinigte Heilenergie in ihren Ursprung, die kosmische Quelle, zurück.
Um eigene Belastungen zu vermeiden, ist es daher grundsätzlich notwendig, sich vor jeder Heilungsaktivität in einen dicken elektronischen Lichtschutzmantel rundum einzuhüllen. Nur auf diese energetische Weise kann sich der Heiler vor rückfließenden Krankheitselementen anderer Menschen schützen.
Es sind viele Fälle bekannt, in denen "geheilte" Krankheiten später wieder auftraten. Dies geschah immer dann, wenn die mit der Heilung verbundenen Heiler verstarben. In diesen Fällen war daher keine Heilung entstanden, sondern lediglich eine "Abdeckung" der Heilung, die durch die große Kraft des Heilers erreicht wurde. Die "Abdeckung" zerbricht, wenn der damit Verbundene seinen irdischen Körper verlässt.
In extrem seltenen - nur vereinzelten - Fällen kommt es vor, dass ein Heiler gewaltige Kraft besitzt, durch die er aus der Ferne selbstlos heilen kann. Da es ohnehin nur wenige wahre Heiler weltweit gibt, ist selbst unter diesen die Fernheilungsfähigkeit nur in seltensten Einzelfällen vorhanden.

Reine Selbstheilung dagegen ist kosmisches Gesetz. So wie Kratzer auf der Haut von allein heilen können, können theoretisch alle Krankheiten wieder gesunden. Bekanntlich erneuern sich die einzelnen Zellen des Menschen ca. alle sieben Jahr und das durchschnittlich zwölf Mal pro Leben, was eine durchschnittliche Lebenserwartung von 91 Jahren ausmacht. In den Zellen liegt damit auch die Fähigkeit der Heilung.
Reiki, Wudang-Qi-Gong, Gebet, Lichtheilung etc. beinhalten gewaltige Heilkräfte. Jedoch nur, wenn man sie an sich selbst ausübt und den Lichtschutzmantel dabei nicht vergisst. Spontan- bzw. "Wunderheilungen" bestätigen die große Heilkraft des Körpers immer wieder. Sie werden genau genommen erreicht durch den festen Willen, gesund zu werden und durch das bewusste (auch innerlich) ausgesprochene Wort.

Die Macht der Magie
Verstärkt wird die Macht des Wortes oft durch traditionell überlieferte, festgelegte Bräuche: den rituellen Handlungen. In naturbezogenen Völkern werden viele Formen von Ritualen vollzogen. Das Sitzen/Stehen im Kreis - dem Symbol der kosmischen Ur-Energie der Schöpfung, die Benutzung bestimmter Gegenstände, die meist zuvor durch kraftvolle Gedanken "aufgeladen wurden", die in ihrer Symbolik in direktem Bezug zu dem stehen, was erreicht werden soll: so stehen z.B. Grasbündel oder Fruchtgebinde, wie auch wir sie von unseren Ernte-Dank-Festen her kennen, für Nahrungsertrag, das Kruzifix wird bildlich als Heilmittel gegen bindende Energie eingesetzt und nachgebildete Puppen und Figuren sollen als "Verbindungselement" dienen.
Die Tradition der Rituale fing in der Urzeit wohl mit der Anbetung von Sonne, Mond, Gebirgen und Tieren an, wurde durch Laute - die bestimmten Gegenständen zugeordnet wurden - verstärkt, woraus dann im Laufe der Zeit unsere Sprachen entstanden. Die Vorstellungskraft der Anbetung wurde über erste naive Felszeichnungen bis hin zu heute üblichen ausgefeilten Bildern und Bildnissen, wie z.B. Marienskulpturen etc. zur rituellen Tradition und soll die Wirkung des gesprochenen Wortes verstärken.
Auch der Gottesdienst bedient sich göttlich gesprochener Worte (meist der Bibel) und festgelegten Ritualen, z.B. Abendmahl etc., um die eigenen inneren Ziele durch regelmäßiges Wiederholen (Erinnern) nicht aus den Augen zu verlieren.
Nicht nur exoterische Gruppen vollziehen z.B. Fußball-Rituale und bedienen sich dabei der Macht der Worte und Handlungen. Vor allem der esoterische Bereich versucht, durch Gedankenkonzentration und "heilige" Handlungen systematische Übungen zu vollziehen, durch die u.a. höhere Kräfte und bestimmte gewünschte Ergebnisse "magnetisiert", d.h. herangezogen werden sollen. Die magnetische Kraft des Wortes wird dabei auf verschiedene - oft viele - Verbindungselemente konzentriert. Insbesondere Kräuter, Idealbildnisse oder Bilder geistiger Wesen werden zur Verstärkung, quasi als "zielgerichteter Kanal" des Wunsches, für die gewollte Absicht benutzt.

Wahre Magie
Die Kraft des Wortes wird durch den festen Willen und die konkrete Vorstellung des Ausübenden zur Macht des Wortes; wird zu dem, was wir allgemein als Magie bezeichnen. Werden diese Elemente aufbauend - zum Wohle aller und selbstlos - eingesetzt, sprechen wir von aufbauender oder Weißer Magie. Nutzen wir diese Kräfte zu unserem egoistischen Vorteil und/oder benachteiligen wir dabei andere Menschen, wird die Energie einseitig und manipulativ eingesetzt. Hier sprechen wir dann von bindender oder Schwarzer Magie.Wird die Macht der Worte ohne aufbauende Gedankenkraft oder sogar ohne jegliche Gedankenvorstellung - also ohne Inhalt - genutzt, reduziert sich die Handlung dadurch auf ein reines Wiederholen der so "kraftlosen" Worte.
Rituale wie z.B. die "Buchstabenübungen Kernings" aktivieren so bei fehlenden oder falschen Vorstellungen durch das stoische Wiederholen lediglich die magnetischen Kräfte niedrigster Natur, die allesamt der Astralwelt entspringen, aus der bekanntlich nie etwas Gutes kommt. Diese Welt der Eigensinnigkeit, der Wahnvorstellungen und trügerischen Kräfte, die ihre Existenz nur den niedrigsten menschlichen Gedankenausdünstungen und deren Kräfte verdankt.

Erst der aufbauende Gedanke und die Kraft des besonnenen, bewussten Wortes mit festen zielgerichteten Willen ist wahre Weiße Magie. Sie muss ausschließlich der Gemeinschaft aller dienen, in dem das bedachte, bewusst gesprochene Wort (möglichst) die Kraft göttlicher Wahrheit ausdrückt, mit dem Ziel, alles, was ja einst aus der Einheit entstand und auf diesem Weg zur Materie wurde, wieder in die geistige Ur-Kraft zurück zu führen.



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