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Ausgabe Januar 2008
Zeitalter

Gibt es Geschichtsrhythmen von Ereignissen, die in gewisser Weise berechnet oder jedenfalls beobachtet werden können? Gibt es parallel laufende historische Ereignisketten, die nach einer Gesetzmäßigkeit abrollen? Schon Heraklit nahm vieltausendjährige Wel

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Weltjahre
Nach den Berechnungen der Astronomen dauert ein kleines Weltenjahr 2100 Jahre. Durch das Vorrücken des Frühlingspunktes der Sonne durch die Tierkreiszeichen, Präzession genannt, verschiebt sich der Schnittpunkt von Äquator und Ekliptik um ein Tierkreiszeichen, weil die Erde eine langsame kreiselförmige Bewegung der Erdachse vollzieht. Alle 2100 Jahre wird also ein anderes Tierkreiszeichen bestimmend, was die Astrologen dazu brachte, von verschiedenen Zeitaltern zu sprechen. Ein solches „Weltjahr“ bringt dann eine charakteristische Kultur heraus, die sich in der Gesamtintention, in ihrer Bewusstheitsstufe, auch in ihrer Religion von der vorherigen Ära unterscheidet. Die Übergänge werden allerdings nicht als abrupt angesehen, sondern ereignen sich fließend.

Stierzeitalter
So unterscheidet man ein Stierzeitalter, das etwa von 4350 bis 2250 vor Christus gedauert hat; es soll bestimmt gewesen sein von der Sesshaftwerdung, von einer ausgeprägten Anhänglichkeit an das Irdische und einer Neigung zum erdhaft Konkreten.

Widderzeitalter
Dann hätte sich angeschlossen das Widderzeitalter von 2250 bis 150 vor Christus. Es sei bestimmt gewesen von einer Aufbruchsstimmung und einem drängenden und beweglichen Impuls. Seefahrer und Eroberer drangen in bisher unbekannte Gebiete vor, aber auch die Philosophie der Chinesen, der Inder und Griechen blühte auf.

Fischezeitalter
Vor etwa 150 vor Christus bis zur Gegenwart reichte das Fischezeitalter, eine Ära, die bestimmt war von der Sehnsucht nach dem Göttlichen; der Gedanke der Gottesherrschaft bewegte die Gemüter, das Verlangen nach Friede und Nächstenliebe, der Drang nach dem Grenzenlosen und Jenseitigen wird in der Kunst anschaubar.

Wassermannzeitalter
Nun stehen wir am Beginn des Wassermannzeitalters, das einerseits bestimmt ist von einem Verlangen nach ausgleichender Brüderlichkeit, andererseits aber eine Ära des Massendaseins ist, was zu Gefahren führt und Grausamkeiten und Kämpfe möglich macht. Der Wirklichkeitsbezug steht obenan, deshalb dominiert die kühle und harte Arbeit des Forschers das Geschehen. Wenn die Grundannahmen astrologisch orientierter Denker stimmen, dann hat die Zahl 2100 eine hohe Bedeutung gerade für uns, weil wir den Umbruch eines Zeitalters erleben und ein neues Weltjahr heraufkommt.

25.920
Übrigens: Das „große Jahr“, von dem Plato sprach, dauert sehr viel länger als das kleine, nämllich 25.920 Jahre, weil es einen Durchgang durch alle Tierkreiszeichen bedeutet. Innerhalb von 72 Jahren rückt der Schnittpunkt von Äquator und Sonnenbahn um ein Grad weiter, sodass in 25.920 Jahren ein „Weltenjahr“ durchschritten ist, der gesamte Kreis ist durchlaufen. Nun ist es merkwürdig, dass wir Menschen im Laufe eines Tages durchschnittlich 25.920 Atemzüge machen: Wir scheinen stärker in kosmischen Zusammenhängen zu stecken, als wir selbst ahnen. Aber bei solchen Zahlenangaben haben wir es schwer, sie noch ganz nachzuvollziehen. Unsere Lebenszeit hat andere Maße, halten wir uns also an den Psalm 90: „Lehr uns, unsere Tage zu zählen, so können wir zur Weisheit des Herzens gelangen.“



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