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Ausgabe Dezember 2007
Das Leben ist ein Geschenk

Saganja Derißen ist Leiterein eines Lichtzentrums in Berlin. Haidrun Schäfer traf sie zu einem Gespräch über ihren Weg, ihre Arbeit und ihre Vision.

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Haidrun Schäfer: Wer sind Sie?
Saganja: Ich bin Saganja Derißen und mein Job ist es, Menschen glücklich zu machen.
Was sind Ihre Werkzeuge?
Ich bin spirituelle Lehrerin, spirituelle Beraterin, Heilpraktikern, Lichtzentrumsleiterin, Feng Shui Beraterin und auch Bilanzbuchhalterin.
Das klingt so, als wenn Sie vorher in einem anderen Bereich gearbeitet hätten?
Ich komme aus dem kaufmännischen Bereich und war im Handel tätig, in einer absoluten Männerbranche im Bereich der festen Brennstoffe. Nach sieben Jahren Erziehungsurlaub – wenn man das als Urlaub bei drei Geburten innerhalb von zweieinviertel Jahren bezeichnen kann – hatte ich eine schwere persönliche Krise aufgrund der Trennung von meinem Mann und habe dann versucht, mich selber aus dem tiefen Brunnen herauszuheben, in den ich gefallen war. 1993 stand ich das erste Mal vor einer Heilpraktikerschule, aber als ich die ganzen Zeichnungen von Adern und Venen mit ihren lateinischen Bezeichnungen sah, habe ich doch lieber Bilanzbuchhaltung gelernt, denn das war etwas Handfestes. Bei einem Praktikum in einem Steuerberaterbüro habe ich beobachtet, dass mir die Menschen immer wichtiger waren als die Zahlen. Nach diesem Ausflug habe ich wieder in der Kohlebranche gearbeitet und feste Brennstoffe in den Handel und die Industrie verkauft. Und immer mehr merkte ich, wie der geschäftliche Bereich in den Gesprächen mit den Kunden einen vergleichsweise geringen Raum einnahm und der persönliche Austausch mehr und mehr Bedeutung gewann. Die Befriedigung für mich war nicht das abgeschlossene Geschäft, sondern die heitere Stimmung, zu der ich in vielen Fällen meine Geschäftspartner im Laufe der Gespräche verhalf.
Wie sind Sie dann auf den spirituellen Weg gekommen?
Mein Sohn war als Kleinkind körperlich angeschlagen und bedingt durch meine Krise habe ich Wege gesucht, um mir und ihm selber zu helfen: autogenes Training, Reiki, Körper- und Gesprächstherapie, Homöopathie. Aber nichts hat wirklich geholfen und so stand ich sieben Jahre später wieder vor einer Heilpraktikerschule. Und diesmal habe ich mir gesagt: Das schaffe ich – wer Bilanzbuchhaltung überlebt hat, der schafft auch diese Ausbildung. Ein paar Monate später habe ich einen energetischen Feng Shui-Berater kennen gelernt. Dies war die intensivste Begegnung meines damaligen Lebens. Er wies mir den Weg zu einem Informationsabend „Der Weg ins Licht“. Ich folgte seinem Rat und nahm nach dem Informationsabend eine energetische Einzelsitzung, die sich Gauri Gatha nennt, eine Art systemische Familienaufstellung, wo Sachen aus tiefen Schichten aufgelöst werden. Und diese eine Stunde war effektiver als vier Jahre Gesprächstherapie. Und so fand ich den Weg ins Licht und habe die sechstägige Ausbildung dort gemacht, die ich heute hier in Berlin leite. Nach diesen sechs Tagen war mir klar: Das ist die Methode, mit der ich arbeiten möchte. In den nächsten drei Jahren habe ich die Heilpraktikerausbildung abgeschlossen und weitere Ausbildungen zum Berater, Lehrer und Gesprächstherapeut gemacht. Außerdem die Ausbildung für Heilmethoden im Wassermannzeitalter, die Gauri Gatha- und die Lichtzentrumsleiterausbildung.
Es gibt eine Ausbildung zum Lichtzentrumsleiter?
Es ist eine vierwöchige Intensivausbildung in Frankreich und diese Ausbildung hat es in sich, denn man wird bis an seine Grenzen und darüber hinaus gebracht, d.h. man wächst ungemein. Ein Lichtzentrum zu leiten, heißt persönlicher Einsatz an 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr und kein Urlaub – und das macht sogar noch viel Spaß.
Was ist ein Lichtzentrum?
Ein Lichtzentrum ist ein Ort, wo die Menschen sich selber wiederfinden können. Es ist ein Ort der Stille, ein Ort der Ruhe und ein Ort der Kraft, wo jeder Mensch unabhängig von seiner Religion hinkommen kann. Es gibt ca. 670 verschiedene Religionen, aber letztendlich nur einen Weg zu Gott. Ich biete kostenlose Meditationen morgens und abends an, Informationsveranstaltungen, Seminare und auch Ausbildungen. Außerdem können Einzelberatungen spontan und explizit dem einzelnen in allen Lebenssituationen weiterhelfen. Da entscheide ich dann individuell, was von dem erlernten Wissen ich anwende. Das geschieht intuitiv, was nichts mit Hellsichtigkeit zu tun hat.
Warum haben denn manche Menschen eine ausgeprägte Intuition und andere nicht?
Jeder Mensch hat Zugänge zu allem. Nehmen wir ein Erklärungsmodell: Sie kommen als Mensch in ein Haus mit 1000 Räumen. In Ihrem Bewusstsein sind aber nur 10 Räume des Hauses und Sie laufen jahrelang mit dem Bewusstsein durchs Leben, dass Ihnen 10 Räume zur Verfügung stehen. Und irgendwann wird Ihnen bewusst, dass es noch einen elften und vielleicht sogar fünfzehnten Raum gibt, in den Sie auch hineingehen möchten: in die Hellsichtigkeit, die Aurasichtigkeit oder in den Bereich „wie heile ich Menschen?“ oder „wie erkenne ich Krankheiten?“ Für jede Abteilung gibt es einen Extraraum. In manche Räume tritt man ein und das Wissen ist sofort wieder da und abrufbar. Aber vor anderen Räumen stehen Stühle und Schränke vor der Tür, damit Sie bloß nicht mehr da rein gehen, denn im Unterbewusstsein ist gespeichert, dass die letzte Erfahrung dort sehr schmerzvoll war oder dass man Machtmissbrauch betrieben hat. Durch die Schulungen, die ich gemacht habe, konnte ich die Stühle wieder an ihre richtige Stelle stellen und so wieder einen offenen Zugang zu dem Wissen haben. Bei meiner Arbeit hier im Lichtzentrum geht es nicht darum, dass die Menschen einen bestimmten Weg einschlagen, sondern dass jeder seinen Weg findet. Ich begleite denjenigen, aber ich trage ihn nicht. Ich denke, jeder sollte die Verantwortung für sein Leben übernehmen – „SelbstStändigSein“. Ich verschreibe keine Pillen, wobei sicher Medikamente ihre Berechtigung haben. Was ich mir wünsche, ist ein Zusammenspiel der Schulmedizin und der heilenergetischen Medizin. Das ist das, was ich mit den ägyptischen Einweihungen erreichen möchte.
Was sind die ägyptischen Einweihungen?
Das sind sieben Initiationen, die über sieben Tage gehen und Ziel ist, dass jeder sein eigenes Ursprungslicht oder sein eigenes Wesen wieder vollständig annimmt. Am zweiten Tag kommt man mit der eigenen Vision in Kontakt – der Grund, weswegen man überhaupt hier ist. Bei der letzten Ausbildung bin ich selber noch einmal ganz deutlich mit meiner eigenen Vision in Kontakt gekommen. Sie klingt noch utopisch und dazu bräuchte ich ein paar Millionen Euro, aber wer weiß?
Und was ist Ihre Vision?
Ich möchte, dass es hier in Berlin ein Hotel mit angeschlossener Pflegestation gibt, wo sowohl schulmedizinisch, naturheilkundlich als auch heilenergetisch gearbeitet wird. Ein zweites Haus ist ein Seminar- und Ausbildungshaus, in dem heilenergetische und schulmedizinische Ausbildungen angeboten werden. Und ein drittes Haus ist ein Meditations- und Gebetshaus. Und um das zu machen, muss ich mich mehr zeigen und an die Öffentlichkeit gehen, sei es durch Vorträge oder Radiosendungen oder...
Interviews – das machen wir doch gerade. Was bedeutet der Name Saganja?
Saganja bedeutet: die ohne Furcht die Herzen der Menschen berührt. Mein ursprünglicher Name ist Christel. Wenn ich energetisch arbeite, begebe ich mich in eine andere Energieform hinein und der Name Christel trägt diese Energie nicht. Ich hatte damals meinen Lehrer gebeten, aus der Akasha-Chronik meinen Kraftnamen abzurufen. Dann habe ich nach meinem Kraftplatz gefragt und das war Berlin. Ich komme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet.
Sie machen auch Stadtheilung. Was können wir uns darunter vorstellen?
Jede Stadt hat ihre Geschichte und Berlins Geschichte ist heftig. Keine 50 Meter von diesem Lichtzentrum war eine jüdische Synagoge, die am 9. November 1939 abgebrannt wurde. Heute steht da ein Mahnmal und dahinter gibt es sowohl einen Spielplatz als auch einen Sportplatz, die jahrelang nicht genutzt wurden. Wir haben da mit einer Gruppe Stadtheilung gemacht und haufenweise jüdische Seelen ins Licht geführt. Über vier Wochen lang haben wir täglich vier Meditationen gemacht, den Altar besonders geschmückt und Lichterketten gelegt, so dass die vielen Seelen ins Licht finden konnten. Was dann geschah, ist sehr schön: Die Stadt Berlin hat dort das Grundstück entwässert und auf den Sportplatz einen künstlichen Rasen gelegt, so dass die Jungs gut Fußball spielen können. Auch der Spielplatz wurde saniert. Jetzt werden beide Plätze gut angenommen, während vorher nie ein Kind zu sehen war.
Zurück zu den sieben Initiationsstufen Ägyptens. Wieso Ägypten?
Die Ägypter hatten eine Hochkultur und niemand weiß, wie sie entstanden ist. Das Wissen der Ägypter beginnt dort, wo die Quantenphysik aufhört. Ein Pharao war ein Vertreter Gottes auf Erden, der sein Land in den Wohlstand geführt hat, denn er wusste, wann gesät und geerntet werden musste, weil er die Zeichen lesen konnte. Die Pyramiden waren Einweihungsstätten, um Menschen in altes Wissen einzuweihen. Das Wissen der Ägypter stammt ursprünglich aus Atlantis. Atlantis war eine Zeit, in der jeder Mensch völlig in Einklang mit sich und der Welt lebte. Und wie man da wieder hinkommt, wurde in den Einweihungsriten vermittelt. Ich selber bin eine alte Ägypterin und habe früher diese Einweihungen oft gemacht. Deshalb fällt es mir hier so leicht und fühlt sich so freudig und selbstverständlich an.
Für wen ist diese Ausbildung gedacht?
Die ägyptische Ausbildung ist für jeden geeignet, der den Weg seines Lebens gehen möchte und vor allem eine sehr gute Basisausbildung für diejenigen, die mit Menschen arbeiten möchten – sei es als Therapeut, als Heilpraktiker, als Arzt oder Astrologe, denn sie intensiviert die jeweils praktizierte Heilmethode. Während der Ausbildung geschieht eine tiefe Reinigung und gleichzeitig geht es um die Verbindung mit dem Ursprungslicht. Es gibt zwei Hauptpfeiler: Zum einen geht es darum, die eigene Macht wieder anzunehmen und zum anderen gibt es eine Einweihung in die universelle Liebe. Deshalb ist für mich diese Arbeit so erfüllend.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie weiterhin vielen Menschen den Weg ins Glück weisen und bedanke mich für das Gespräch.



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