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Ausgabe Dezember 2007
Beten ist eine Kunst

Der dunkelste Monat des Jahres ist gut dafür geeignet, sich spirituellen Fragen oder Gebeten zuzuwenden. Wir haben aus dem neuesten Buch von Kurt Tepperwein „Wirksam beten“ einige Anregungen aufgenommen und stellen sie mit der freundlichen Genehmigung des

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Warum werden manche Gebete erhört und andere nicht? Wie bei der Zubereitung eines Kuchens bedarf es sowohl mehrerer Zutaten als auch einer bestimmten Backdauer, die es einzuhalten gibt. Für die Erfüllung eines Gebetes braucht es zunächst den Glauben, dass das Erwünschte sicher eintreten wird. Glaube ist ein Gemütszustand, den man durch Bejahung zu schaffen und zu stärken vermag. „Schöpferische Urkraft ist unser aller geistiges Erbe und nur dadurch, dass wir dieses Erbe bewusst antreten und von seinen Möglichkeiten Gebrauch machen, können wir die Kraft in eine bestimmte Form lenken.“

Geist als Ursprung
Vielen Menschen fehlt es an dem Urvertrauen, eingebettet zu sein in die Harmonie und Ordnung der Schöpfung. Der erste Schritt für die Erfüllung eines Gebetes besteht also darin zu lernen, „bewusst ein Teil der allumfassenden Ordnung zu werden.“ Übrigens sind viele Wissenschaftler wie Max Planck, Werner Heisenberg und Albert Einstein, die sich ausschließlich mit Materie beschäftigt haben, am Ende ihres Lebens zu der Überzeugung gelangt, dass es keine Materie an sich gibt, sondern dass eine geistige Kraft Materie in Schwingung bringt. Das heißt nicht, dass wir an Gott glauben sollen, sondern dass wir die Kraft des Glaubens in uns spüren. „Auch die moderne Physik lehrt uns, dass alles Sichtbare, also alle Materie, eigentlich Energie sei. Der Energie aber liegt Geist zugrunde und Geist ist die Manifestation des Absoluten, das wir Gott nennen.“ Jesus sagt: „Dir geschehe nach deinem Glaube.“ Das ist ein geistiges Gesetz: Uns allen geschieht ständig nach unserem Glauben. Sorgen wir dafür, dass wir das Richtige glauben.
Der Sinn des Lebens
Viele Menschen sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Es gibt aber keinen allgemeingültigen Sinn, sondern für jeden Menschen sieht er ganz individuell aus. Die richtige Fragestellung ist also nicht, „Was will ich vom Leben?“, sondern „Was will das Leben durch mich verwirklichen? Was kann ich für die Gemeinschaft tun?“ Gebete, die mit dieser Geisteshaltung abgeschickt werden, haben größere Chancen erfüllt zu werden als egoistische Wünsche, die vielleicht gar nicht in den aktuellen Lebensplan passen.

Geb-et
Das Wort Gebet beinhaltet in sich schon eine große Weisheit: Niemand kann etwas bekommen, ohne zuvor etwas zu geben. Ein einfaches Ritual ist, ein Dank- und Segensgebet am Morgen für den neuen Tag zu sprechen und sich abends vor dem Zubettgehen mit einem Nachtgebet für die schönen Erlebnisse am Tag zu bedanken. „Dankbarkeit schließt uns an die Fülle der einen Kraft an und öffnet uns die Tür zum Wohlstand.“

Die verschiedenen Gebete
Das Bittgebet ist die häufigste Art, aber leider konzentriert man sich hier oft zu sehr auf das Problem statt auf die Lösung und schenkt so dem Negativen zu viel Aufmerksamkeit. „Erbitten wir aber die Erkenntnis unseres wahren Selbst, wahre Selbsterkenntnis und Hilfe bei der Selbstverwirklichung, dann können wir sicher sein, dass wir erhört werden.“ Grundsätzlich sollten wir in unseren Gebeten Gott nicht vorschreiben, wie die Erfüllung aussehen soll. Das gilt auch dann, wenn wir für andere beten. Dankbarkeit ist eine Voraussetzung dafür, dass der Strom der Fülle niemals versiegt. Ein Geheimnis von erfolgreichem Beten ist, Gott dafür zu danken, dass das Erwünschte bereits jetzt erfüllt worden ist. Eine wirkungsvolle Art des Gebets ist das Gebet aus Liebe. Wir können anderen helfen, indem wir ihnen Liebe senden und gleichzeitig tun wir uns mit liebevollen Gedanken etwas Gutes. Die schönste aller Formeln aber lautet, alles zu segnen. Wenn ich etwas bekämpfe, wird es auch mich bekämpfen – wenn ich etwas segne, wird es auch mich segnen oder mir zum Segen werden.



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