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Ausgabe November 2007
Yoni Mudra

Stefan Datt von dem Institut "Lernen in Bewegung" zeigt die Übung Yoni Mudra aus dem Pratyahara, dem Zurückziehen der Sinne.

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Das Yoni Mudra ist eine Übung aus dem Pratyahara, dem Zurückziehen der Sinne. Diese Stufe beschreibt im Ashtanga Yoga den Übergang von den "äußeren" zu den "inneren" Übungen des Yoga, zu Entspannung, Konzentration und Meditation. Das Yoni Mudra ist fast schon ein Symbol für den Yogi, der durch beständiges Üben gelernt hat, seine Sinne, die Augen, die Ohren, den Mund und die Nase zu verschließen. Nur durch eine gelungene Kontrolle über die Eindrücke von außen, besonders das Sehen und Hören, wird der Weg frei zu den lichten und mystischen Ebenen des Geistes.
Die Übung
Schießen Sie mit Ihren Daumen ihre Ohren, mit den Zeigefingern überdecken Sie sanft die Augen und schließen mit den Mittelfingern beide Nasenlöcher. Ring- und kleiner Finger schließen die Lippen. Um atmen zu können, lösen Sie leicht den Druck der Mittelfinger auf die Nase.
Das Yoni Mudra kann immer dann praktiziert werden, wenn man besonders unruhig, abgelenkt oder erschöpft ist. Wie eine Schildkröte ihre Beine einzieht, richtet sich Ihr Geist nach innen. Wird die Konzentration tiefer, können Sie die mystischen inneren Klänge, die Anahata-Töne, hören. In einem alten Yoga-Text, der Siva Samhita, steht über das Yoni Mudra: "Der Yogi, der die Umgebung ausgeschlossen hat, sieht seine Seele in lichter Gestalt".



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