aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe November 2007
Yoga als Weg

Yoga ist ein spirituelles Weisheitssystem und die Körperübungen nur ein Aspekt. Wir drucken einen kleinen Auszug aus dem umfangreichen Buch "Yoga für die Frau" von der indischen Yogalehrerin Gita Iyengar mit freundlicher Genehmigung des O.W. Barth Verlage

art53810
Das Wort Yoga stammt von der Sanskrit-Wurzel Yuj, was soviel wie "verschmelzen", "verbinden", "vereinen" bedeutet. Yoga ist die Vereinigung der Seele mit der ewigen Wahrheit, ein Zustand ungetrübter Seligkeit, der durch die Überwindung von Dualitäten erreicht wird. Das Studium der Yoga-Disziplin schärft die Urteilskraft und führt zum Verständnis der wahren Natur der Seele, die mit den Sinnen oder dem Intellekt allein nicht völlig begriffen werden kann. Das Studium des Yoga macht es möglich, den Zustand des reinen Bewusstseins zu erreichen und das innere Selbst zu verwirklichen.
Yoga als Kunst, Wissenschaft und Philosophie
Leben ist eine Kunst. Yoga erhöht unsere Lebensqualität. Also ist er auch eine Kunst. Die Wissenschaft des Yoga besteht darin, durch Beobachtung und Übung Wissen zu erlangen. Er ist eine Wissenschaft, die sich mit dem Körper und dem Verstand beschäftigt - die den Rhythmus des Verstandes durch die Beherrschung des Körpers kontrolliert. Yoga ist eine Philosophie, die uns hilft, Zuversicht zu gewinnen und allen Unbeständigkeiten des Lebens, Leiden wie Freuden, mit Gleichmut zu begegnen. Er ist eine Philosophie, die uns auf der Suche nach Wahrheit aus der materiellen Welt weg in die spirituelle Welt führt - im Bestreben, die Natur des Daseins zu ergründen.
Ashtanga-Yoga: die acht Stufen des Yoga
So wie die Sonnenstrahlen sich brechen und das Spektrum des sichtbaren Lichtes bilden, wurde Yoga in acht Stufen, die sich wie die Glieder eines Fächers öffnen, aufgeteilt. Alle acht Stufen durchdringen einander gegenseitig und hängen voneinander ab. Mögen sie auch als voneinander verschieden erscheinen, so führen sie doch zum gleichen Ziel.
Yama: das Verhalten gegenüber anderen oder gesellschaftliche Disziplin
Niyama: der Umgang mit sich selbst oder individuelle Disziplin
Asana: die Übung der Stellungen zur körperlichen Disziplin
Pranayama: die Beherrschung des Atems zur mentalen Disziplin
Pratyahara: das Sich-nach-innen-Ausrichten oder die Disziplin der Sinne (siehe Übung des Yoni Mudra)
Dharana: Konzentration
Dhyana: Meditation
Samadhi: Selbstverwirklichung
Wer nicht am spirituellen Aspekt des Yoga interessiert ist, kann ihn natürlich auch nur um seines körperlichen Nutzens willen üben.



Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.