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Ausgabe Februar 2007
Synergetik- Innenweltreisen

Besuch beim Unterbewusstsein - Selbstheilung durch Selbstorganisation der Energiebilder im Gehirn

art51489
Auf Innenweltreisen kann man der unbewussten Wirkkraft verborgener Überzeugungen den Wind aus den Segeln nehmen oder die Schiffe, mit denen man seine Ziele anvisiert, mit Aufwind versorgen. Synergetik ist die Lehre vom Zusammenwirken einzelner Teile in einem sich selbst strukturierenden Ganzen. Haidrun Schäfer war bei der Synergetik-Moderatorin Heike Sansoni und berichtet von ihren Erlebnissen.



Stellen Sie sich vor, Sie machen es sich auf dem Sofa bequem und nehmen statt der Fernbedienung die Unterstützung eines Synergetik-Moderators zu Hilfe. Nun sind Sie nicht auf das vorgegebene Fernsehprogramm angewiesen, sondern können einen ganz persönlichen Film vor dem inneren Auge ablaufen lassen, bei dem Sie als Allroundtalent alles selber gestalten: vom Casting über das Drehbuch bis zur Regie. Als hilfreiche Mitarbeiter stehen Ihnen Ihr Verstand und Ihr Bauchgefühl zur Seite. Ferner gehören auch Fantasie, Intuition und vor allem Ihre geheimen Wünsche zum Team. Wenn vielleicht nach der ersten Klappe die Bilder noch nicht sofort scharf sind, lassen Sie Ihrem Kameramann etwas Zeit, ihn und auch die anderen Mitarbeiter sich erst einmal aneinander zu gewöhnen und einzuspielen. Nach einer Weile werden alle Beteiligten immer sicherer und laufen zu Höchstformen auf, so dass am Ende ein ganz eigenes inneres Feuerwerk gezündet wird, bei dem Sie mittendrin stehen. Durch die aktive Veränderung von inneren Bildern kommt es im Gehirn zu Umstrukturierungen, die das Leben leichter machen.  


 
Reisegründe

Heike Sansoni ist die praktizierende Stammesälteste der sieben Synergetikanbieter in Berlin. Vor gut sechs Jahren hat sie ihren Beruf als Bauleiterin an den Nagel gehängt, eine Ausbildung bei Bernd Joschko angefangen und sich danach in Berlin selbständig gemacht. Für die Reisen ihrer Klienten steht in einem kleinen Raum eine weiche Matratze bereit: Hier kann man vom Alltagsgeschehen abschalten. Nach einem persönlichen Vorgespräch, bei dem die Beweggründe und der grobe Rahmen der Lebensumstände abgesteckt werden, beginnt eine 1 ½-stündige Reise mit geschlossenen Augen. Ein Tuch über den Augen hilft für innere Geborgenheit und Schutz. Eine geführte Anfangsmeditation stellt einen entspannten Zustand her, der förderlich für die Öffnung der unbewussten Welten in uns ist. Während der Reise bleibt man die ganze Zeit mit Heike im Gespräch. Man erzählt, welche Bilder man sieht und sie greift manche Aspekte auf, gibt Anregungen und Ideen, lenkt mit ihren Erfahrungen und ihrer Intuition. Dem Reisenden steht jederzeit frei, ob er die Impulse aufnehmen möchte oder nicht. Auch ist es nicht zwingend, am Anfang einen Schwerpunkt für die Reise festzulegen. In den meisten Fällen gibt es allerdings ein Motivationsthema. Zu Heike kommen oft Künstler, die besser an ihre Kreativität herankommen wollen. Eine Autorin schrieb über einen verstorbenen Komponisten und nutzte eine Innenweltreise, um sein Leben emotional zu erforschen. Man kann auch Mangelgefühle nachfüttern und sich vorstellen, wie derjenige sich mir gegenüber liebevoll oder respektvoll verhält. Selbst unerfüllter Kinderwunsch kann angesprochen werden. Heike hat schon zwei Kindern auf diesem Weg ins Leben geholfen. Der Grad der Umsetzung solcher Innenweltarbeit ist sehr hoch, was sie anhand der Rückmeldungen beobachten kann. Bei dem Thema Kinderwunsch kann auch herauskommen, dass diejenige gar kein „schreiendes Blag“ haben möchte – es geht nicht um Schönmalerei, sondern um innere Wahrheiten. Man kann auch Wunschbilder für die Zukunft intensiv gestalten: Wohnung, Partner, Beruf. Arbeitslose können sich auf die Suche nach helfenden Impulsen machen: Eine 53-jährige Klientin sah sich in ihrem Inneren einen Englischkurs besuchen – sie belegte dann tatsächlich einen und ein paar Monate später hatte sie einen Job in ihrem Beruf, der Englischkenntnisse erforderte. Häufig werden Beziehungsthemen und auch sexuelle Probleme in den Mittelpunkt gestellt – Themen, wo wir in unsrem Unbewussten wahrlich fündig werden. Es ist sogar möglich, sich auf die Suche nach den Ursachen für körperliche Symptome zu machen. Das ist allerdings ein gesonderter Baustein der Synergetik und nennt sich dann Synergetik-Profiling. Bei jeder Erkrankung führen fünf bis acht Faktoren zu dem entsprechenden Symptom. Die werden mit Hilfe des Profilers, einer Art Innendetektiv, nacheinander aufgedeckt und verändert. Heike selber hat ihren Heuschnupfen damit bewältigt und konnte eine Kieferhöhlenoperation verhindern: Dazu ist sie symbolisch mit einer Strickleiter in ihre Kieferhöhle herabgestiegen und hat ihren Exfreund vorgefunden. Nachdem die Trennung noch einmal thematisiert wurde, konnte sie bildlich gesehen die Wände der Höhle neu streichen und sie danach in einem gereinigten Zustand verlassen. Das war im Anschluss auch auf dem Röntgenbild sichtbar. Es können also Konflikte jeder Art auf die Filmbühne geholt und in Eigenregie thematisiert, dramatisiert und in den meisten Fällen bewältigt werden, denn uns steht ja ein Spitzenteam zur Verfügung.


 
Eine eigene Erlebnisreise:

Los geht’s

In einem Vorgespräch erzähle ich, was mich im Moment bewegt und natürlich taucht auch mein immer noch nicht verlegtes Buch-Manuskript auf. Zu Beginn der Entspannung habe ich das Gefühl, ich schwebe als Möwe – getragen nur vom Wind – über allem Irdischen. Als Höhenangstgeplagte genieße ich dieses Gefühl, einfach nur zu schweben und tanke meine Zellen voll von diesem angenehmen Zustand des Vertrauens. Heike ermuntert mich, nach einem Hinweis für mein Buch zu fragen. Vor meinen geschlossenen Augen taucht das Bild eines Buchdeckels auf, der mit dem Symbol der beiden Schlangen, die sich in den Schwanz beißen, geschmückt ist. Heike fordert mich auf, weiterzugehen und als ich durch die beiden Schlangen hindurchgehe, lande ich in einem Märchenwald. Und nun? Wieder gibt Heike einen Impuls und schlägt vor, meinem Bauchgefühl eine Gestalt zu geben und es in diesen Märchenwald einzuladen. Oh – es ist ein Kätzchen: scheu und vorsichtig, mit dem Bedürfnis, erst einmal einen geschützten Ort zu finden, von dem es die neue Umgebung erforscht. Da mein Verstand ebenfalls ein wichtiger Begleiter in meinem Leben ist, soll ich auch ihn in den Wald einladen. Schwupps, da springt ein kleines Äffchen mitten rein ins Geschehen, schwingt von Ast zu Ast, agil, beweglich, lebendig. So habe ich meinen Verstand noch nie wahrgenommen. Er gefällt mir: flink und wendig – ein schöner Anteil von mir. Das Äffchen nimmt mich an die Hand und schwingt mit mir durch die Baumkronen. Jetzt gebe ich auch noch meinem Schutzengel eine Form, denn den brauche ich bei meiner Verlagssuche. Es ist eine weiße Wolke mit einem Gesicht und dicken Wolkenbacken, mit denen er mir Aufwind zupustet. Mit diesen Begleitern mache ich mich auf den Weg und frage nach in dem Verlag, dem ich vor vier Monaten das Manuskript zugeschickt habe und der sich noch nicht gemeldet hat. Ich sehe die Lektorin in einem riesigen Papierberg sitzen, in dem sich wohl auch meine Geschichte befindet. Jetzt kann ich die Wolke bitten, mir zu helfen. Sie pustet in diesen Berg und auf einmal sitzt die Dame vor einem leeren Schreibtisch, auf dem nur mein Manuskript liegt. Ich fordere sie zum Lesen auf, sie tut es, liest weiter, liest sich fest: Es gefällt ihr! Na bitte. Heike schlägt vor, jetzt meine Intuition zu fragen, ob es noch einen anderen Verlag gibt, an den ich das Manuskript schicken könnte. Die Wolke bläst und der M. Verlag schießt mir durch den Kopf. Wieder ermuntert mich Heike, mir den Lektor vorzustellen – ja, diesmal ist es ein Mann – wie er die Geschichten liest. Auch ihm gefallen die Texte. Also werde ich gleich morgen diesen Verlag anrufen. Danke für den Tipp!


 
Weitere Schauplätze

Delphinschutz

Das Praktische an den Innenweltreisen ist die Freiheit, die man hat, denn es gibt weder zeitliche noch räumliche Begrenzungen. Ich wechsele das Thema und mache noch eine kleine Zukunftsreise, bei der ich bei SOS grand bleu in Südfrankreich lande. Diese Organisation setzt sich für den Schutz von Delphinen und Walen im Mittelmeer ein. Ich habe sie letzten Sommer kennen gelernt und war sehr berührt. Sie haben in der Nähe von Nizza ein Zentrum, wo sie vor allem Kinder für das Thema sensibilisieren wollen und ihnen u.a. nahe legen, keine Delphinarien zu besuchen, denn auch wenn Delphine immer so aussehen, als ob sie lächeln, ist das reine Tierquälerei. Mit einem alten Segelschiff bieten sie Tagesausflüge an, um Delphine und manchmal auch Wale in der freien Natur zu beobachten. Am liebsten würde ich diese Arbeit von Deutschland aus unterstützen, indem ich z.B. darüber berichte. Ich sehe mich und meinen Sohn auf dem Schiff und habe dieses Bild tief in meinem Herzen verankert, dass ich in Zukunft mehr mit ihnen zu tun haben werde. (www.sosgrandbleu.asso.fr)


 
Herzensthema

Durch meinen Beruf als Redakteurin lerne ich viele interessante Methoden kennen, um die eigene Lebensqualität zu steigern und auf die Suche nach sich selbst zu gehen, was ich natürlich möglichst vielen Menschen mitteilen möchte. Das KGS müsste sich verdoppeln, um alles unterzubringen. Also mache ich mich innerlich auf den Weg zu einer bekannten Frauenzeitschrift, um einen Artikel über die Synergetik-Methode zu plazieren. Das Bild der Redakteurinnen wirkt verschlossen. Die Damen sind skeptisch und ablehnend. Lass nicht locker, ermutigt mich Heike. Also erkläre ich, dass es bei den Innenweltreisen nicht um Hokuspokus oder Trance oder Hypnose geht, sondern dass es eine einfache Methode ist, seinen Wünschen und Visionen auf die Spur zu kommen. Genauso kann man auch die Stolpersteine aus dem Weg räumen, die verhindern, dass Wünsche wahr werden oder überhaupt erst an die Oberfläche kommen. Ich drehe also eine Szene, in der ich ein großes Forum finde, schreibend viele Menschen zu erreichen und ihnen damit Impulse gebe, sich zu entdecken, zu ergründen und zu erkennen. Ja, das ist mein Anliegen in diesem Leben: Mit meiner Zwillingssonne in Konjunktion mit Merkur im 10. Haus möchte ich Wissen aufnehmen und weitervermitteln. Jetzt habe ich zu dem theoretischen Wissen ein großes Bild gemalt, was hoffentlich aus dem Kleinwagen einen Porsche werden lässt!


 
Drehschluss

Am Ende der Drehzeit bin ich völlig begeistert. Auch wenn die Szenen vielleicht nicht eins zu eins übersetzt werden und es jetzt nicht (nur) diese Zeitschrift wird, habe ich ein Bild entworfen: Die Energie folgt der Ausrichtung der Gedanken. Und den Satz müsste man noch erweitern: Wenn man den Gedanken Bilder hinzufügt und sie lebendig werden lässt, dann verstärkt das den Magnetismus. Die Kraft, die diese plastischen, aus mir selbst entstandenen Bilder in mir wachsen ließ, steht mir nun zur Verfügung – auch noch nach der Innenweltreise.



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