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Ausgabe November 2006
Übergang als Quelle der Stärke

Die Heilpraktikerinnen Kristina Mallmann und Andra Dattler schreiben über hormonelle Umstellungsphasen aus homöopathischer Sicht.

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Lebensphasen, die große Veränderungen oder Übergänge darstellen, sind für uns häufig Zeiten, denen wir mit Befürchtungen oder gar Ängsten entgegensehen. Geburt, Pubertät, Schwangerschaft, Menopause und das Sterben sind Zeiten, in denen sich körperliche wie seelische Störungen ganz besonders zeigen. Dabei stellen gerade diese Phasen Kraftquellen für das weitere Leben dar und die sogenannten Krankheitszeichen helfen, das richtige homöopathische Mittel zu finden, um das Potential der Veränderung zu nutzen.



Die Geburt

In der Schwangerschaft muss die werdende Mutter all ihre Kräfte mobilisieren, um ihr neues Kind auszutragen, denn spätestens nach der Geburt müssen die eigenen Bedürfnisse einige Zeit zurücktreten. Auch die Umstände der Geburt beeinflussen unser weiteres Leben maßgeblich. Gibt es z.B. Zeitdruck, der auf Mutter und Kind ausgeübt wird, eventuell sogar durch chemische Einflussnahme wie z.B. Wehentropf oder gar Narkotika, kann das Mutter- Kind-Verhältnis nachhaltig gestört bleiben. Für beide ist die Geburt eine essentielle Erfahrung, die sie durch Störungen von außen nicht ihrer eigenen Persönlichkeit gemäß erleben können.



Hormonelle Umstellungsphasen

Beschwerden hormoneller Umstellungsphasen wie Pubertät, Schwangerschaft und Menopause werden meist einheitlich medikamentös behandelt. Eisentabletten oder Östrogenpräparate sind da nur zwei geläufige Beispiele. Die Pubertät z.B. ist die Zeit, in der Jugendliche lernen müssen, allein in dieser Welt zu überleben. Wird dort ihre individuelle Ausdrucksweise unterdrückt, kann das Folgen besonders für ihre soziale Kompetenz haben.



Das Sterben

Die Zeit des Sterbens wird meist nur als Moment betrachtet. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen Prozess: der Sterbeprozess des weltlichen Anteils unseres Selbst, den wir durchleben und für uns nutzen können. Sterben ist kein Schwächeeingeständnis oder auf Seiten des Therapeuten ein Versagen. Östlichen Kulturen ist dieses Denken völlig fremd, doch in unseren Köpfen ist es tief verwurzelt. Ärzte, aber auch Heilpraktiker, leiden oft unter dem Gefühl des Scheiterns, wenn ein Patient diese Welt verlässt. Doch mit der Annahme, wir könnten beeinflussen, wann ein Mensch stirbt, erheben wir uns über Gott oder wie immer wir die uns schaffende Macht nennen wollen. Im Prozess des Sterbens trennt sich die Seele vom Körper, sie beendet damit die Zeit und die Erfahrung, die sie auf unserer Erde zu erleben hatte, um weiterzugehen. Die physische Ebene unseres Selbst kann degenerieren, sie hat ihren Dienst für uns getan.



Die Homöopathie

Die Klassische Homöopathie ist in allen Übergangsphasen Begleiter und ausgleichendes Element. Sie hilft uns Menschen, die Zeichen einer Störung, die Krankheitssymptome, richtig zu verstehen und sie zu nutzen, die aus dem vergangenen Lebensabschnitt verbliebenen Themen anzunehmen und zu bearbeiten. Sie greift nicht ‚manipulierend’, das heißt auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitend ein, sondern unterstützt uns, unseren individuellen Weg zu gehen. Symptomatik, die sich in Übergangszeiten oft sehr deutlich zeigt, weist den Homöopathen auf das richtige Arzneimittel hin, so dass wir aus jeder Veränderungs- oder Übergangsphase alles Potential für das Danach schöpfen können.



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