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Ausgabe Juli 2006
Es darf geträumt werden

Homöopathisch-therapeutische Arbeit mit Träumen

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Die Samuel-Hahnemann-Schule ist seit dem Frühjahr 2006 um drei neue Weiterbildungsformate reicher. In dem folgenden Artikel beschreibt Andreas Krüger die Ansätze.



Verschlüsselte Botschaften sind Schlüssel

Im Traum tanzt unsere Seele, im Traum entfaltet sich unsere Seele. Im Traum stellt unsere Seele ihre, sprich unsere Konflikte, Ängste und ungelebten Anteile dar und weist gleichzeitig in ihrer ureigensten Sprache auf Lösungen hin, sich von Konflikten zu befreien, Ängste zu beseitigen und Ungelebtes lebbar zu machen – um die wahren Träume unserer Seele leben zu können. Diese Lösungsmöglichkeiten sind in den Traumbildern verborgen. Die im Traum enthaltenen Bilder, die sich abspielenden Szenen, Sequenzen und Botschaften sind verschlüsselt und stellen gleichzeitig einen Schlüssel dar. Wenn es uns gelingt, diesen zu enträtseln, erhalten wir Zugang zu bisher verschlossenen seelischen Räumen und Welten. Ganz allgemein ausgedrückt, gewinnen wir wieder Zugang zu Kräften, die unser Leben beeinflussen, die für uns wichtig sind, die uns aber (noch) nicht bewusst sind, die wir nicht begreifen, nicht benennen, nicht erkennen können. Eine aufmerksame Betrachtung und eine gefühlvolle Integration dessen, was wir dabei entdecken in unserem vorwiegend vom Ego beherrschten Tagesbewusstsein, sorgt für eine Abrundung unseres Daseins und somit zu dem, was wir als Heilung bezeichnen.

Der Traum als Wegweiser

Im Traum zeigt uns unsere Seele – sie ist dabei gleichzeitig Regisseur und sämtliche in den Traumszenen agierenden Darsteller – den Weg zu unserer persönlichen Wahrheit. Diesen Weg zu unserer ganz eigenen Lebenswahrheit gehen wir alle. Ständig und unaufhaltsam. Jedoch, wir kollidieren häufig auf diesem Weg mit den Menschen in unserem Umfeld, die ebenfalls auf dem Weg zu ihrer Wahrheit sind. Unsere äußeren Partner und die Schwierigkeiten, die wir mit ihnen haben, symbolisieren somit unsere inneren Teile und die Hemmungen und Hindernisse, unter denen wir - mal weniger, manches Mal aber mehr - leiden. Der dabei entstehende Leidensdruck, so er hoffentlich wahr genommen wird, führt uns dann in die therapeutische Arbeit. Dabei gilt es, diese inneren Teile unseres Daseins zu erkennen und anzuerkennen. Unsere Seele leistet diese große und schwierige Aufgabe in uns und für uns buchstäblich im Schlaf.



Therapeutische Arbeit

Die Aufgabe des Therapeuten ist es, die oftmals unklar oder wirr erscheinenden Bilder und Zeichnungen zu ordnen, das Wesentliche herauszufiltern, die Kernbotschaft zu entschlüsseln und, moralisch wertfrei, erfassbar zu machen. So kann es uns gelingen, uns aus dem Netz der Konflikte und Verstrickungen zu befreien, uns in das Gesamtgefüge um uns herum zu integrieren und neue kreative Lebenskonzepte für unsere Zukunft zu entwickeln. An diesem Punkt der Überlegungen setzen die drei neuen Formate an. Es handelt sich um eine integrative Arbeit im zweifachen Sinne. Zum einen werden unterschiedliche therapeutische Einzelkonzepte, Traumdeutung, systemische Arbeit, Gestalttherapie und Homöotherapie ineinandergefügt, zum anderen werden uns (und unseren Patienten) weitere Möglichkeiten aufgezeigt, uns in uns selbst zu integrieren (integer zu werden) und uns in unser Kollektiv einzuordnen.


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