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Ausgabe März 2006
Feuerlaufen

Elke Wiget ist Firewalk-Instruktorin, Heilpraktikerin, Colon-Hydro-Therapeutin. Sie berichtet über ihren ersten Feuerlauf.

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Feuerlaufen ist ein Symbol für die unmöglichen Möglichkeiten unseres Lebens. Bei Menschen, die barfuß über 700 Grad heiße Kohlen laufen, verändert sich das Leben auf wunderbare Weise. Sie fühlen sich glücklicher, gesünder und erfüllter. Die Angst, die wir haben, dass uns das Feuer verbrennt, ist ähnlich der Angst, die uns davon abhält, für unsere Ziele zu gehen. Das Feuer kann als Sinnbild für die Herausforderungen im Leben gesehen werden, vor denen wir normalerweise zurückweichen. Gehen wir aber trotz oder mit unserer Angst über das Feuer, transformiert sich diese in eine wundervolle Möglichkeit zum Wachstum. Dieses Geschenk aus dem Feuerlauf ist Tag für Tag anwendbar.

Der erste Feuerlauf
Als ich vor vielen Jahren selber zum ersten Mal mit einer Gruppe von Menschen um den leuchtenden, rotglühenden Kohlenteppich stand, schlug mein Verstand Kapriolen. Trotz intensiver Vorbereitung war es wenig ermutigend, was er von sich gab: “Was machst du da? Musst du für den kurzen Kick unser Leben aufs Spiel setzen? Feuer ist heiß. Du wirst dich verbrennen. Viele Methoden behaupten, sie bringen unser verstecktes Potenzial zum Vorschein. Dieser Weg ist zu gefährlich. Lass es sein.” Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern hatte ich einige Stunden zuvor einen riesigen Scheiterhaufen aus Holzstämmen gebaut und angezündet, der inzwischen zu einem Haufen Glut verbrannt war. Jeder durfte beim Ausharken des Kohlenteppichs helfen. Die Hitze, die ich dabei spürte, entfachte meine Ängste. Doch dann kam ein innerer Ruck, ich ging an den Rand der Glut, sagte laut, klar und fokussiert mein Ziel, für das ich durch das Feuer gehen wollte und lief. Unter meinen Füßen fühlte es sich an wie kühles Moos. Als ich die Glut verlassen hatte, setzte ich mich sofort hin und untersuchte meine Füße: Nichts – keine noch so kleine Verbrennung. Dann geschah etwas Seltsames. Ich ging zurück in den Kreis und als der Nächste über die Kohlen lief, fing mein Verstand wieder an zu reden. Er erklärte mir ganz ausführlich, in welcher Gefahr dieser Mensch war. Diesmal konnte ich ihm antworten, denn ich wusste innerlich, dass es möglich ist, Dinge zu tun, die von außen betrachtet nicht funktionieren. Meine innere Stimme bat mich, noch einmal zu gehen und ich tanzte über das Feuer.Es war faszinierend. Ich hatte etwas völlig Außergewöhnliches erlebt. Mit jeder Zelle meines Körpers konnte ich fühlen, dass Unmögliches möglich ist. Innerhalb von wenigen Sekunden waren meine gedanklichen Grenzen um Kilometer erweitert worden: unglaubliche Energie- und Glückswellen breiteten sich in mir aus. Der Funke ist damals auf mich übergesprungen. Ich bin eine Feuerläuferin.
Kurze Zeit danach erfüllten sich viele der Ziele, für die ich gelaufen war und in meinem Leben häuften sich die zufälligen wundersamen Umstände. So lernte ich z.B. Peggy Dylan kennen. Sie ist die Begründerin von “Sundoor”, einer Schule für Feuerläufer. Diesem Zeichen folgte ich und bin seit 1998 Firewalk-Instruktorin. Seither habe ich selber viele Feuerläufe geleitet und dabei Menschen erlebt, die wirklich erfahren und begreifen konnten, dass sie wesentlich mehr sind, als sie glaubten zu sein.


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