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Ausgabe März 2006
Das Itamar-Yogatraining

Der Wiener Yogalehrer Franz Robotka hat das Itamar-Yogatraining entwickelt und schreibt über die Entstehungsschritte.

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Die Fünf Tibeter
Wie so vieles ist auch diese Sache zufällig entstanden. Ich absolvierte als 28-Jähriger gerade meinen Zivildienst in einem Senioren-Wohnheim. Vorher war ich kaum mit Alter und Tod konfrontiert worden und jetzt konnte ich mir ein Bild davon machen, was einst auch auf mich warten würde. Just zu dieser Zeit erschien ein Buch mit dem eigenartigen Titel “Die Fünf Tibeter”. Es versprach dem Leser lebenslange Gesundheit und ewige Jugend – also genau das, was ohnehin alle wollen und trotzdem keiner hat. Im Gegensatz zu den USA, wo es ursprünglich erschienen war und sich eher moderat verkaufte, wurde es im deutschen Sprachraum zum Bestseller und lag ganze sechs Monate an der Spitze der meist verkauften Sachbücher – für ein esoterisches Werk mit märchenhaft-naiver Rahmenhandlung ziemlich beachtlich. Es war wohl die scheinbar einfache Durchführbarkeit der empfohlenen Übungen, die dieses Werk auch außerhalb Yoga, Qi Gong usw. praktizierender Kreise so populär machte.

Übungspraxis
Also machte auch ich mich ans regelmäßige Üben und zwar mit einem Leitgedanken meines damaligen Lieblingsautors Robert Anton Wilson im Hinterkopf: “Wenn ich in diesem Leben schon nicht die ewige Jugend erlange, dann sterbe ich wenigstens bei dem Versuch daran.” Ich las die Übungsanleitungen immer und immer wieder, das war ich schon von alchemistischen Texten her gewohnt. Die Übungen, auch Riten genannt, führte ich intuitiv eher langsam als schnell aus, sehr bewusst und zentriert. Damals kannte ich Patanjalis Yoga-Sutren noch nicht. Diese sind der älteste erhaltene Yogatext und darin heißt es: “Das ganze Geheimnis des Yoga liegt in der Kontrolle des Atems.”
Ich machte die Übungen so langsam wie nur möglich, ohne den Bewegungs- und Atemrhythmus zu unterbrechen; dies war das wichtigste. Es wurde mir immer sehr heiß dabei. Erst später begriff ich, dass ich den Schlüssel zu Tumno entdeckt hatte. Tumno oder Tummo ist jene Atemenergie-Technik, mit Hilfe derer sich manche Yogis nackt im Eis und Schnee des Himalaya präsentieren. In einer bestimmten Schule in den nördlichen USA, die ich später besuchte, mussten die Schüler im Winter nur mit T-Shirts bekleidet stundenlang im Freien Tumno praktizieren.
Ein anderes Phänomen, das auftrat, war ein stark reduziertes Nahrungsbedürfnis. Als ich ca. 1993 zum ersten Mal die Kundalini (Schlangenkraft) erweckte, hatte ich mehr als 72 Stunden lang weder Hunger noch Durst, nicht einmal Wasser brauchte ich. Lange bevor Jasmuheen und der Lichtnahrungsprozess bekannt wurden, war ich unabsichtlich darauf gestoßen.
Ich beendete vorzeitig mein Hochschulstudium, nur um mich ganz den asiatischen Verjüngungs- und Energieübungen widmen zu können. Es gab viel zu erforschen, und zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörte es, obskure seltene Werke in den großen Bibliotheken zu studieren. Persönliches Üben und Beobachten brachte mich weiter als der Besuch von Seminaren und Schulen. Ich war anfänglich erstaunt, dass ich über vieles mehr wusste als meine Lehrer. Ein weiteres Phänomen, das auftrat, war das Bedürfnis, sehr lange direkt in die Sonne zu blicken, ungeachtet, wie hoch sie stand. Zeitweise konnte ich mich so richtiggehend von Licht ernähren. Erst später stieß ich auf die Suryayoga-Tradition und auf gleiche Techniken im Tibetischen Yoga und in den höchsten taoistischen Schulen.

Amrita-Itamar
Letztendliches Ziel des Yoga ist die Verbindung der Individualseele mit der Allseele (Atman). Davor muss es im Körper zu einer Reinigung der feinstofflichen Energiekanäle (Nadis) kommen. Dabei stellt sich auch das Hormonsystem um. Eine verstärkte Tätigkeit der höheren Drüsen ist notwendig, um die Illusion des Ego zu überwinden. Eines der entsprechenden Hormone ist das Pinolin aus der Zirbeldrüse. In Indien wird es Soma oder Amrita genannt, der göttliche Nektar der Unsterblichkeit. Vertauscht man die Buchstaben von Amrita, gelangt man zu ITAMAR. Dieser Begriff hat aber auch noch eine weitere Bedeutung. Auch abgesehen von so hohen Zielen wie Befreiung oder Erleuchtung lassen sich die Techniken des ITAMAR-Yogatrainings nützlich im Alltag einsetzen: zur Energetisierung, Vitalisierung, Verjüngung usw. Ohne eines geht es jedoch nicht: das regelmäßige Üben bestimmter Techniken, wenn möglich täglich. Deshalb bekommt jeder Teilnehmer an meinen Seminaren ein persönliches, auf ihn abgestimmtes Übungspaket.


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