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Ausgabe Mai 2003
Natürlich besser sehen

Mit Augenübungen der Notwendigkeit einer Brille vorbeugen

art4
Unsere Augen sind hohen Anforderungen ausgesetzt, und wir vergessen oft, ihnen einen passenden Ausgleich zu gönnen. In vielen Fällen ist das Ergebnis die sogenannte Alterssehschwäche, die mit einer Brille korrigiert wird. Vor über 80 Jahren untersuchte der Augenarzt Dr. W. Bates die Zusammenhänge von Anspannung und unscharfem Sehen. Er entwickelte die ersten Augenübungen, die später von Dr. Meir Schneider, Dr. Janet Goodrich und Jacob Liberman noch verbessert wurden. Anlässlich eines Seminars mit Dr. Meir Schneider hier ein kleiner Vorgeschmack einiger Augenübungen, die die Heilpraktikerin Margit Kaufmann zusammengestellt hat.

Grundübungen
Die Grundübungen tragen hauptsächlich zur Entspannung der Augen bei:
Reiben Sie die Hände aneinander und legen Sie diese sanft auf die geschlossenen Augen. Fühlen Sie, wie wohltuend und entspannend diese kleine Übung ist. Genießen Sie die Wärme ihrer Hände, die wohlige Dunkelheit und den kurzen Rückzug in Ihr seiendes Selbst.
Beginnen Sie den Tag mit einer Übung zur Integration der rechten und linken Gehirnhälfte, denn Sehen findet im Gehirn statt und nicht nur in den Augen:
Strecken Sie sich überkreuz oder tanzen Sie einen Überkreuztanz mit Ihrer Lieblingsmusik: rechte Hand auf das linke Knie, linke Hand auf das rechte Knie. Oder achten Sie beim Spaziergang darauf, dass Sie die Hände frei am Körper haben, und Sie werden merken, dass der Körper in kürzester Zeit in einen Überkreuzrhythmus kommt.
Bei Lichtempfindlichkeit und abnehmender Sehfähigkeit bei Dämmerlicht bietet sich folgende Übung an:
Machen Sie es wie die Sonnenblumen, und wenden Sie sich der Sonne zu. Während die Augen geschlossen bleiben, kreisen Sie mit Ihrer Nasenspitze um die Sonne. Das sanfte Kreisen oder Hin- und Herschwingen des Kopfes bringt den Nacken in Bewegung und gleichzeitig nehmen Sie die Lichtenergie, die Wärme und die Farben des Regenbogens auf.
Ihre Sehzellen - die Stäbchen für Schwarz-Weiß-Sehen und die Zäpfchen für die Farben - baden im Licht. Diese Übung können Sie übrigens auch an trüben Tagen unter einer hellen natürlichen Tageslicht-Glühlampe machen. Mit 5-10 Minuten jeden Tag nimmt die Lichtempfindlichkeit ab, und die Sonnenbrille ist nur mehr ein modisches Accessoire.
Die schlechte Gewohnheit des Starrens lässt den Blick verschwimmen und den Atem flach werden. Nutzen Sie die Fähigkeit Ihres Geistes, sich etwas vorzustellen: Stecken Sie auf Ihre Nasenspitze einen Stift und zeichnen Sie mit diesem “Nasenstift” Gegenstände und Personen nach. Klares Sehen und Gesundheit für die Augen ist stets mit Bewegung verbunden.
Als kleine Übung zwischendurch: Zaubern Sie sich mit geschlossenen Augen in eine angenehme Umgebung. Wie wäre es mit einer Frühlingswiese? Tauchen Sie ihren Nasenstift oder -pinsel in hellgrüne Farbe und malen Sie eine saftige Wiese mit leuchtendem gelben Löwenzahn, dazu tiefes Himmelblau und Sie erschaffen einen strahlend blauen Himmel. Vielleicht noch eine aufgeplusterte Wolke aus schneeweißer Watte und Ihr inneres Bild ist fertig. Während des Malens hat sich Ihr Geist ausgerichtet, der Nacken gelockert, der Atem fließt, die Aufmerksamkeit ist auf die Nasenspitze gerichtet und die Augen können sich endlich entspannen.
Es gibt Übungen gegen Kurz-, Weit- und Alterssichtigkeit, Schielen, Doppelsichtigkeit, Hornhautverkrümmung, gereizte, gerötete, trockene Augen und außerdem können Augenübungen oder -spiele auch bei sämtlichen Augenerkrankungen begleitend eingesetzt werden.


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