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Ausgabe Mai 2005
Lebensenergie: Medizin für Körper und Seele

Heike Buhl schreibt über die Notwendigkeit, die Botschaften unseres Körpers durch lebendiges Fühlen zu entschlüsseln.

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Manchmal kommt es uns vor, als ob eine Krankheit uns überfällt wie etwas Fremdes, das nichts mit uns zu tun hat und das möglichst schnell wieder verschwinden soll. Doch immer mehr Menschen fragen sich, warum eine Krankheit – und gerade diese Krankheit – sich bei ihnen eingenistet hat. Sie wollen wissen, ob sie mit ihrer Lebensführung, ihren Gedanken und Gefühlen Einfluss auf Heilung nehmen können. In den allermeisten Fällen ist das tatsächlich der Fall. Gefühle als Auslöser
Eine organische Erkrankung ist ein intensives Aufbegehren unseres Körpers, das uns aufrütteln soll, sie ist eine Botschaft, dass Körper und unsere Seele aus dem Gleichgewicht geraten sind und dass lebenswichtige Gefühle und Bedürfnisse zu kurz kommen. Diese Zusammenhänge sind im Volksmund bekannt – man spricht davon, jemandem “etwas Husten zu wollen”, es “läuft einem die Galle über”, etwas “geht an die Nieren”, “liegt quer im Magen” oder macht uns “Kopfzerbrechen”. Nicht gelebte Gefühle können also zu einer Erkrankung führen – so kann z.B. jemand, der nach dem Tod eines lieben Angehörigen diesen nicht beweint hat, sich über Jahre niedergeschlagen und antriebslos fühlen, bis er endlich den Tränen freien Lauf lassen kann und sich die innere Spannung damit löst.

Früher Selbstschutz
Innere Anspannung liegt so gut wie allen Erkrankungen zugrunde. Sie führt zu energetischen und körperlichen Blockaden, die den freien Fluss der Lebensenergie und das lebendige Funktionieren unseres vegetativen Nervensystems stören. Bereits im vorgeburtlichen Stadium, um die Geburt herum und im frühkindlichen Entwicklungszeitraum ist der Organismus verschiedenen Störungen ausgesetzt. So früh schon versucht der Organismus dieses kleinen Menschen, sich zu schützen, sich selber zu halten und entwickelt auf diese Weise eine bestimmte Körperstruktur, Atmung und Abwehrsysteme. Was in diesem frühen Stadium wie ein „Selbst“schutz ist, behindert später den freien Fluss der Lebensenergie und macht es unmöglich, sich seinem innersten Kern zu nähern und sich von dort zu nähren. Je länger dieser freie Fluss gestört ist, je älter der Mensch wird und je mehr unverarbeitete emotionale Situationen er angesammelt hat, desto manifester werden die Symptome. Dieser Mensch hat den Zugang zu seinen „Selbst“ verloren, er wird krank.

Hilfsmittel
In uns allen schlummert ein uraltes Wissen davon, was wir im Innersten benötigen, um glücklich zu sein. Ganzheitliches Heilen bedeutet, uns dieses Wissen mit den verschiedensten Methoden wieder zugänglich zu machen, uns den eigentlichen Gefühlen zu öffnen und die Lebensenergie wieder in Fluss zu bringen. Der Organismus erhält die Möglichkeit, die verschiedenen Blockaden und Abwehrsysteme langsam aufzulösen und abzuschmelzen. Aus dieser Arbeit, die in tiefe Entspannung und Kontakt zu unserem eigentlichen wahren Kern führt, entstehen neue Umgangsformen mit uns selbst und mit unserer Umwelt, neue Ziele und Visionen, ein Aussöhnen mit der Vergangenheit und ein tiefes Annehmen dessen was ist. So kann man sämtliche Techniken auch als Hilfsmittel ansehen, die dem Organismus helfen, sich selbst zu heilen und sein eigentliches Potential zu entfalten.


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