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Ausgabe Dezember 2009
Freude schenken -
Schmuckunikate von Fee-Myrnalini-Taraals Lebensbegleiter
von Haidrun Schäfer


Fee-Myrnalini-Tara lebt als freischaffende Künstlerin größtenteils in Indien und stellt dort besondere Schmuckobjekte her. Haidrun Schäfer hat sie befragt.

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Haidrun Schäfer: Sie stellen außergewöhnliche Schmuckunikate mit geistigem Inhalt, wie Sie sagen, her. Was bedeutet das?

Fee Myrnalini Tara: Ich bin seit 31 Jahren in Asien unterwegs und gute Gedanken von großen Meistern und Poeten unterschiedlichster Religionen und auch anderer Kulturen haben mich schon immer magisch angezogen und getragen. Und um diese guten Begleiter zu ehren, wandele ich die geistigen Gedanken um und bringe sie in eine Form – am Anfang erst für mich und später dürfen die Objekte zu anderen Menschen weiterziehen.


Und wer sind die geistigen Begleiter?

Dazu gehören u.a. S.H. der Dalai Lama, Ven. Thich Nhat Hanh, J. Krishnamurti, Mahatma Gandhi – wer immer von ihnen mich in meinem Leben auch in schwierigen Zeiten mit einem guten Gedanken getragen hat, den habe ich später geehrt, indem der Gedanke zur Form fand. Und dieser materialisierte Gedanke kann dann von anderen Menschen als Lebensbegleiter getragen werden. Solch ein Schmuckobjekt öffnet ein Tor. Das Gedankentor in diesem Jahr ist: „Lass die Schönheit dessen, was du liebst, das sein, was du tust.“ Diese Aussage stammt von J. Rumi, der im Moment mein stärkster Begleiter ist. Deshalb habe ich alle Objekte in diesem Jahr auch ganz J. Rumi gewidmet. Jallaluddin Rumi war ein großer Sufi-Mystiker aus dem 13. Jahrhundert, auf den der Derwischtanz zurückzuführen ist. Er hat den Mevlana Orden ins Leben gerufen, den Orden der wirbelnden Derwische, und dieser wirbelnde Tanz zu Ehren des Göttlichen wird bis heute praktiziert.


Ihre Schmuckstücke sind ja sehr vielschichtig. Spiegelt sich ein Stück weit auch die Vielfalt Indiens in ihnen wider?

Natürlich – wenn man sich öffnet, fließt alles durch einen hindurch und ich notiere diese Erfahrungen. Die Tagebücher meiner Reisen werden in meine Kunst eingewoben. Heute lebe ich in einem üppigen Garten und im Schatten der selbstgepflanzten Blumen und Bäume wird meine Kunst ins Leben geboren.


Kann man sagen, dass die Menschen genau die Schmuckobjekte finden, die sie gerade zu diesem Zeitpunkt brauchen, mit den Informationen, die dort hineingeflossen sind?

Ja und das ist auch der Grund, warum ich kein Geschäft habe, sondern immer unterwegs bin auf Messen oder Märkten. Ein Geschäft kann nur einen begrenzten Radius bedienen. Im Dezember bin ich auf dem Weihnachts-Zauber am Gendarmenmarkt. Da kommen Tausende von Menschen von überall her, sogar aus anderen Kontinenten. Ich habe es sehr oft erlebt, dass jemand weiche Knie bekam, wenn er seinen Begleiter erkannte. Durch die Zusammensetzung der Steine und ebenso durch die eingewobene Natur aus meinem Garten und den meditativ beigefügten Gedanken setzt sich ein Objekt zusammen. Jedes Stück wird benannt. Zwar ist das übergeordnete Thema für alle gültig – also dieses Jahr „Lass die Schönheit dessen, was du liebst, das sein, was du tust“ – aber einige Schmuckobjekte haben darüber hinaus noch einen individuellen Titel.


Dann wünsche ich Ihnen und Ihren Schmuckstücken viele erfüllende Begegnungen auf dem Weihnachtsmarkt.

fee_tara@yahoo.de


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