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Ausgabe Dezember 2009
Das gelbe Haus
Es war einmal...
von Jutta Zimmermann


Es war einmal ein altes Haus, dessen Wände waren so gebaut, dass das Licht des Tages und das Licht der Nacht hindurchscheinen konnte. In dem Haus herrschte wohlige Wärme, und alle Räume wurden von wohlklingenden Tönen durchflossen.

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Seit dem Advent waren die Türen des Hauses weit geöffnet, und es kam häufig Besuch von Bekannten, die Weihnachten als Familienfest liebten, neben welchen die es uncool fanden Weihnachten zu feiern, oder die so taten als könnten sie Weihnachten nicht ausstehen, weil sie dann ihrem Kummer und dem Gefühl des Alleinseins begegnen würden. Weitere kamen, die an Weihnachten für eine friedliche Welt voller Liebe beteten, und welche die die Herzoffenheit der Vorweihnachtszeit nutzten um für wohltätige Zwecke zu sammeln, weil Weihnachten ein Fest der Heiligen Familie und ein Familienfest sei, wo alle es guthaben sollten. Nach all diesen vorweihnachtlichen Gästen hatte das alte Haus ein volles Haus und kaum noch Raum zum Guthaben.

Es beschloss, sich eine Weile auszuruhen, und den Wechsel des Lichtes durch seine transparenten Wände zu beobachten. Die vielen Besucher schickte es freundlich aber bestimmt in den Garten, von dem es großzügig umgeben war. In diesem Garten konnten sich die Gäste zwischen duftenden Blüten und Alleen aus weisen alten Bäumen ergehen. Überall schwebten unzählige kleine und größere Wirbel aus feinen Wassertropfen, die am Tag vom Licht der Sonne, und bei Nacht vom Licht des Mondes und dem Glanz der Sterne berührt und durchflossen wurden. Hier und dort bildeten sich kleine Gruppen mit ähnlichen Vorlieben. Das alte Haus verhielt sich weiter ganz still und beobachtete, wie das einfallende Licht in den Farben des Regenbogens schillerte, und es wurde noch stiller, und es freute sich von ganzem Herzen.

In dieser stillen Freude öffnete sich leise eine Tür, um unzählige magentafarbene Tropfen einzulassen, die sich nun in jeden Raum des Hauses begaben um dort zu leuchten. Die Seele des alten Hauses sang vor Freude, und in diesem sanften Schwingen öffnete sich eine weitere Tür, um einen Strom aus grünen Farbtropfen einzulassen. Der Gesang des alten Hauses legte sich nun sanft über den Garten, floss weit über dessen Grenzen hinaus, um dann in himmelblauen Farbtropfen durch eine weitere Tür zurückzukehren. Mit dem zarten Blau kehrte Frieden in jeden Raum des alten Hauses ein. Der Frieden vereinte alle Farbtropfen zu einem weißen Licht, welches seitdem das Haus und den Garten erleuchtet.

Jutta Zimmermann bildet seit 2005 EMS Balancer, Meister und Lehrer der TriFormBalance (TFB) an der Akademie House of Shaman aus.


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